Reste können das Beste sein – Restlos Glücklich Berlin

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Was nichts mehr taugt oder abgelaufen scheint kommt in den Müll. Hierbei werden etliche Tonnen an eigentlich noch verzehrbaren Lebensmitteln vernichtet. Ein Luxusproblem einer Luxusgesellschaft. Aktuellen Studien zufolge werfen die Bundesbürger rund 313 Kilo Lebensmittel weg. Nicht pro Tag – pro Sekunde! Eigentlich unvorstellbar! Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum nimmt hier keine so günstige Rolle ein. Sollte es ursprünglich eher als Orientierungshilfe zur Verwertbarkeit von Lebensmitteln dienen, mutet es heutzutage vielmehr als ein fester Stichtag zur Entsorgung an. Da sind uns die Lebensmittelrichtlinien unserer europäischen Nachbarn (Stichwort: „best before“) schon weit voraus.

Umso schöner ist es, zu sehen, dass momentan zumindest in Teilen der Bevölkerung ein Umdenken stattfindet. Menschen, die sich kritisch mit Lebensmitteln und auch Lebensmittelvorschriften auseinandersetzen und sich in einem einig sind: Wir leben verschwenderisch – wollen wir das? Ein gutes Beispiel hierfür ist die Initiative RESTLOS GLÜCKLICH e.V aus Berlin, die die Menschen davon überzeugen möchte, mehr Lebensmittel zu verwerten und kreativer und bewusster zu konsumieren. Wen stört schon die krumme Kartoffel, wenn sie doch ohnehin geschnippelt in der Pfanne landet; und wen die gebrochene Schokolade, wenn man sich doch ohnehin ein Stückchen abbricht?
RESTLOS-GLUECKLICH-Teamfoto2016-Presse

Mit mehr als siebzig Freiwilligen vermitteln Lena Becker, Ole Syndicus und Daniel Roick die Freude am Reste-Verwerten. Wie lecker auch mit „abgelaufenen“ Lebensmitteln gekocht werden kann, beweisen die drei mit ihrem Team von Ehrenamtlern im kürzlich neueröffneten Restaurant in Berlin-Neukölln, wo sie auch Workshops für Schulklassen und Kochkurse für Kinder organisieren. Die Einnahmen fließen in die pädagogische Arbeit zurück, so auch in Events und Bildungsprojekte rund um das Thema „Lebensmittelkonsum“. Alles „non-profit“. Im Mittelpunkt der Arbeit steht hierbei immer die zentrale Frage: Wie können wir vernünftig und ökonomisch mit der Ressource Lebensmittel umgehen.

Die überschüssigen Produkte erhält der Verein unter anderem von umliegenden denn’s Biomärkten, denen der sinnvolle Umgang mit der Ausschussware ebenfalls sehr am Herzen liegt. Das Spannende an der Sache: Man weiß nie, was auf der Speisekarte stehen wird, da immer unterschiedliche Produkte eintrudeln. Hier ist Kreativität gefragt, vor allem von Koch Daniel Roick, der sich hauptverantwortlich um die Gerüchte kümmert.

AufgegessenWir finden: Ein absolut unterstützenswertes Engagement, das ohne gehobenen Zeigefinger und mit viel Spaß an der Freude ein Zeichen gegen die immer noch allgegenwärtigen Wegwerf-Tradtionen setzt. Wer in Berlin ist, unbedingt mal vorbeischauen und sich kulinarisch überraschen lassen!

RESTLOS GLÜCKLICH – Lokal
Kienitzer Str. 22, 12053 Berlin
Öffnungszeiten: Mi. bis Sa.: 18:00 – 22:30 Uhr

Website: restlos-gluecklich.berlin

Alle Bilder: © Restlos Glücklich e.V.

Eine Forschungsreise zum Ursprung des Kakaos in Ecuador – Teil II: Per Anhalter über den Atlantik

Teil 2. Ein bärtiger Anhalter mit Papierhut – wie Eduard nach Ecuador kam

[Wer Teil 1 der Ecuador-Expedition verpasst hat: Den gibt’s hier.]

nationalflagge-ecuadorWäre die Menge des durch den gesamten Flugverkehr ausgestoßenen CO2s einem bestimmten Land zuzuschreiben, wäre dieses Land international auf Rang sechs der Weltmeisterländer für Treibhausgasemissionen. Diese Sache ging mir nicht aus dem Kopf, es fiel mir schwer die geplante Forschungsarbeit in Ecuador – rund 10.000 km Luftlinie von Berlin entfernt – anzugehen und dieses Dilemma auszublenden. Ich wollte nicht fliegen. Einmal wegen des Klimas und des Weiteren wegen der fehlenden Romantik. Ich entschied mich eine Alternative zu suchen…

Monatelang bereitete ich mich darauf vor, den langen Weg auf einem Segelschiff zu bestreiten. Diverse Foren und Online-Inserate, dem „Hang gegen Koje“-Prinzip entsprechend, schrieb ich voll, um die erhoffte Mitsegelgelegenheit zu finden. „Hast du schon ein Boot gefunden?“, wurde ich stetig gefragt. Leider musste ich dies bis zum Tag meiner Abreise in Eberswalde immer verneinen. Keine vorherige Zusage, keine Garantie mitgenommen zu werden. Nichtsdestotrotz (Duden definiert „Trotz“: hartnäckiger [eigensinniger] Widerstand gegen eine Autorität aus dem Gefühl heraus, im Recht zu sein) hatte ich das Gefühl, dass es bestimmt klappt, wenn ich in am Hafen stehe und mit den SeglerInnen direkt in Kontakt komme.
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Im November war es dann soweit. Noch eben kurz bei „Hitchwiki“ geschaut, wo man sich als Anhalter am besten in Berlin postiert, um Richtung Portugal „loszutrampen“ und auf ging‘s. Der erste Tag brachte mich nach Köln, der zweite schon nach Troyes in Frankreich, der dritte nach San Sebastian in Spanien, dann Madrid, Sevilla… und Lagos in Portugal erreichte ich bereits nach einer Woche. Übernachtungen organisierte ich über Couchsurfing. Dabei handelt es sich um eine Online-Plattform für Reisende, die es mir ermöglichte, bei Einheimischen zu übernachten und so ein möglichst authentisches Reiseerlebnis zu bekommen.Wandern_1200x800

In Südportugal angekommen, hieß es dann, sich in der Marina umzuhören, um ja keine Möglichkeit in Richtung Madeira oder Kanarische Inseln zu verpassen. Das ein oder andere Bier in der Hafenkneipe in Lagos ergab gute Gespräche und Tipps und Tricks für’s Mitsegeln, aber leider keine konkrete Mitsegelgelegenheit. Erst nachdem ich in einer Nacht- und Nebelaktion sämtliche Eingänge der Marina mit Flugblättern beklebt hatte, kam die erste Rückmeldung: In der Marina Portimao lag eine X99 Rennyacht, auf der noch Crewmitglieder gesucht wurden. „Wow, ich werde tatsächlich per Anhalter lossegeln!“, dachte ich mir.
Den richtigen Wind abgewartet, verbrachte ich dann vier lange Segeltage, weniger oder mehr frei von Segelkrankheit, auf dem Segler. Hartes am Wind Segeln und die kleine Yacht machten mir wirklich zu schaffen, aber auf einem Segler der selben Größenordnung machte ich meine ersten Erfahrungen auf der Ostsee. Schließlich kamen wir auf Porto Santo, einer Insel bei Madeira, an. „So und nun, wie geht’s jetzt weiter?!“ Die Jagd auf eine Mitsegelgelegenheit begann von neuem.
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Die kleine Rennyacht brachte mich dann noch weiter bis nach Funchal auf die eigentliche Insel Madeira. Die gesamte Insel war mit weihnachtlichen Lichterketten behangen. Ja, es war bereits kurz vor Heiligabend. Ich war schon gut einen Monat unterwegs und Ecuador und der Kakao waren noch immer eine ganze Atlantik-Überquerung entfernt. Ja, so eine Mitsegelei ist mit viel Suchen und Warten auf den richtigen Wind verbunden. Zudem haben Segler einfach eine andere Zeitwahrnehmung, alles lebt und plant sich sehr viel langsamer, wenn man nicht gerade im Wettbewerb segelt. Man bewegt sich zum Rhythmus der Natur, die Sonne scheint, es regnet, der Wind muss richtig stehen. Das nennt man wohl „Entschleunigung“.
In der Marina Funchal traf ich zwar ein paar Schweizer die Richtung Kanaren wollten, aber sie entschieden sich gegen mich. Ein wenig verzweifelt versuchte ich es bei den ankommenden Kreuzfahrtschiffen. Jedoch sprach dies nicht nur gegen meine Vorstellung der Segelei, sondern gab es dort auch kein Herankommen an den Kapitän. Mir wurde lediglich eine Broschüre des Kreuzfahrt-Angebots in die Hand gedrückt.
Nach einigen Versuchen fand sich dann doch die nächste Möglichkeit meinem noch so fernen Ziel ein Stückchen näher zu kommen. Es gab ein Boot, was mich nach La Palma, „La Isla bonita“ mitnahm. Im Hafen von Tazacorte auf La Palma wieder dasselbe Spiel: Hafengänge und Gespräche mit SkippernInnen, Flugblätter, Updates der Foren im Web und stetig erneute Ungewissheit und ganz viel Hoffnung. „Nun bin ich bereits bis hierhin gekommen, ich kann jetzt nicht einfach losfliegen oder umkehren!“, sprach ich mir Mut zu.

Wunderbare Weihnachtstage verbrachte ich auf einem Zirkusboot. Denn die Segelfamilie, die mich mit hier her nahm, gestaltete ihr Einkommen durch Veranstaltungen eines „Stummen Theaters“ mit selbstgedrehten Kurzfilmen, in denen die vierjährige Tochter und der zweijährige Sohn auch gerne mal spontane und entzückende Hauptrollen einnahmen. Jedoch fehlte immer noch die große Überfahrt. Der Atlantik mit seinem stetigen Ostwind wartete schon auf geballte Segel, die mich einen großen Schritt weiter Richtung Südamerika bringen sollten. Eine erfolglose Woche an demselben Ort sprach dafür, dass die Marina wohl nicht von Seglern Fussspuren_webangesteuert wird, die Richtung Karibik oder Brasilien wollen. Ein Ortswechsel musste her. Ich machte mich über Land auf nach Santa Cruz de la Palma, welches auf der anderen Seite der Insel liegt. Hier wimmelte es von Kreuzfahrtgästen, die wie Heuschrecken über die Stadt herfielen. Es wurden Souvenirs erstanden, die Sehenswürdigkeiten abgelichtet und noch schnell die lokalen Speisen verkostet – und alles, im besten Falle ohne Sonnenbrand. Die Marina ist ein beliebter Halt für die schwimmenden Hotels, die wie Ebbe und Flut kommen und gehen. Zwischen diesem Getümmel huschte ich, einer von der Sonne gezeichneter und mittlerweile sehr bärtiger Segelsuchender mit Papierhut, hinter die Absperrungen zu den Segelbooten und begann hier und dort zu klopfen und seine Geschichte immer wieder von neuem zu erzählen: „Wunderschönen guten Tag. Wohin segeln Sie? Ich habe Segel-Erfahrung und würde Ihnen gerne als Hand auf Deck aushelfen, die Nachtschichten übernehmen und … ja, kochen kann ich auch sehr gut!“

Bingo! Schließlich ging alles sehr schnell und es ergaben sich sogar zwei Möglichkeiten. Eine in Richtung Kap Verde und dann Richtung Karibik und eine direkt in Richtung Karibik. Ich entschied mich für den direkten Weg. Eine deutsche Crew war bereit, mich als erweitertes Crewmitglied mitzunehmen. „Unglaublich, es hat wirklich geklappt. Ich werde den Atlantik per Anhalter überqueren!“, freute ich mich und sah mich schon am karibischen Strand liegen. Es sollte nach Antigua und Barbuda gehen, einem Inselstaat, einer ehemaligen Kolonie von Großbritannien. Silvester noch in San Sebastian auf La Gomera verbracht, die Bordküche mit den notwendigen lagerfähigen Lebensmitteln ausgestattet, dann konnte es losgehen. „Übermorgen stehen die Winde gut!“, teilte der Skipper mit.Segeln_1200x800

Die eigentliche Übersetzung begann. Die gesamte Crew war aufgeregt. Die Manöver wurden nochmals wiederholt. Die notwendigen Knoten geübt und alle waren sich im Klaren darüber, dass wir die nächsten drei Wochen auf See verbringen werden. Die anfängliche Euphorie wurde jedoch durch unbeständigen Wind gemildert. Wir machten zu wenig Knoten und kamen schlecht voran. Die erste Nacht begann und wir waren bereits alle erschöpft, hungrig und unroutiniert. Während der Dunkelheit hörte man nur noch das „Knallen“ des Vorsegels, das wie eine geviertelte Orangenschale vorne am Schiff bei schwachem Wind in sich zusammenfiel und dann wieder schlagartig von starken Winden auf ballte. Wie ein Peitschen in der Nacht, dessen Stoß man im gesamten Schiff spüren konnte. Im sehr zermürbenden Halbschlaf lag ich in meiner Rettungsweste da und hörte den Skipper plötzlich sprechen: „Schneide es durch!“ Schneiden? So ein Manöver klang seltsam und ich entschied mich, einen Blick ins Cockpit zu werfen. Nach meiner Frage, ob alles in Ordnung sei, dann die Ernüchterung: „Wir haben einen Toten!“ Hörte ich und mir rutschte das Herz in die Badehose. Dies war kein Seglerjargon. „Es hat das Vorsegel zerlegt!“, sprach der Skipper mit ruhiger Stimme und leuchte zum Heck ins Wasser. Dort sah ich dann unser Vorsegel, den Blister, hinter uns her treiben, was uns sehr verlangsamte. Ein Peitschenschlag war dann doch zu stark gewesen und die Verbindung zum Mast riss. Nach einer kurzen Orientierung sah ich die Unfallstelle. Ich griff zu meiner Kopflampe, schnallte mich an die Rettungsleine fest und schaukelte nach vorne zum Bug. Ich sah das gesamte Segel, welches wir im Wasser hinter uns herzogen und machte mich daran, es aus dem Wasser zu ziehen. Nach viel Schnaufen und Fluchen hatte ich es an Deck geholt und fiel hundemüde zurück in die Koje. Dieses Problem und eine eintretende Flaute zwang uns nach einer Woche Halt auf Kap Verde zu machen, wo wir erneut eine Woche verbrachten.
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Jedoch ist dies nicht nur eine Segelgeschichte. Das Ziel und der Grund der Reise war Ecuador. Es war der Kakao. Und die Fragen zu Beginn. Ich befand mich nun auf dem Seeweg Richtung Zentralamerika und Karibik. Vor ein paar hundert Jahren nahmen auch die ersten Kakaobohnen, in umgekehrter Richtung, diesen Weg. Jedoch gibt es auch heute noch Unternehmen, die ihre Kakaoprodukte mit Seglern nach Europa liefern (siehe Granada Chocolate). Jedoch ist der Transport nur ein kleiner Teil unserer Forschungsfrage: Wie können wir Kakaohandelssysteme schaffen, die tatsächlich der wahren Essenz von Kakao gerecht werden? Dem Samen des Kakaobaums, der in den Regenwäldern Ecuadors seinen Ursprung hat, eine tiefe kulturelle Rolle in vielen lateinamerikanische Völkern einnahm und dem wir heute den Genuss von Schokolade zu verdanken haben.

Auch wenn dieser Eintrag in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, war ich nicht alleine unterwegs. Eine Freundin hatte mich von Eberswalde bis nach Ecuador begleitet. Ihr habe ich neben viel Motivation und Spanischunterricht auch die fantastische Mitsegelgelegenheit von den Kanaren bis nach Antigua und Barbuda zu verdanken.

Wie die Reise im gelobten Land des Edelkakaos für uns weiterging, verraten wir euch im nächsten Teil unserer abenteuerlichen Kakao-Expedition…

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Alle Bilder © Eduard Fischer

Rezept: Pistazien-Erdbeertarte mit Zartbitter-Ganache

Die Erdbeersaison ist noch in vollem Gange, da heißt es schon bald wieder Abschied nehmen von den süßen, roten und regionalen Früchtchen. Weil es bis um nächsten Mai noch viel zu lange dauert und TK-Ware einfach nicht vergleichbar ist mit den frischen, kleinen Vitamin-C-Bömbchen, sollte man sich schleunigst – sofern man gerne backt – noch an einigen Erdbeerkreationen versuchen. Ein Tipp von uns: Probiert doch mal das tolle Rezept für eine köstliche Erdbeertarte mit Zartbitter-Ganache und karamellisierten Pistazien von Sabrina aus! Sie betreibt den liebevollen Lifestyle-Blog LovelyLink und berichtet dort regelmäßig über ihre Foto-Projekte, Food und vieles mehr. Danke für dieses tolle Rezept, liebe Sabrina!
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Erdbeertarte mit Zartbitter-Ganache und karamellisierten Pistazien

Zutaten

Für den Mürbeteig:
• 200 g Mehl
• 100 g kalte Butter
• 70 g Puderzucker
• 1 Ei
• 1 Prise Salz

Für die Ganache:
• 350 g Bitterschokolade, z. B.  VIVANI Feine Bitter 71 % Cacao
• 250 g flüssige Sahne
• 1 EL Honig
• 50 g Butter

Für die karamellisierte Pistazien:
• 2 EL Honig
• 3 EL Pistazienkerne

So wird’s gemacht

Mehl, Butter in Würfeln, Puderzucker, das Ei und die Prise Salz zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig zwischen 2 Backpapierbögen ausrollen (ca. 3 mm hoch) und für 30 Minuten tiefkühlen. Den Teig auf die Größe der Tarteform zuschneiden und die mit Butter eingefettete Form damit auskleiden. Die Ränder werden abgeschnitten und der Teig für 30 Minuten im Kühlschrank gekühlt. Nun den Teig für ca. 25 Minuten bei 150° C „blindbacken“, damit er nicht aufgeht. Zum Blindbacken wird der Teig mit Pergamentpapier bedeckt und mit Erbsen o. ä. beschwert. Damit wird erreicht, dass der Teig für die spätere Füllung flach bleibt. Fertig ist er, wenn er leicht gebräunt ist.
Tipp: Damit die Ganache den Mürbeteig nicht durchweicht, den Boden vor der Weiterverarbeitung ganz dünn mit geschmolzener Schokolade einpinseln und trocknen lassen.

Zur Herstellung der Ganache die Schokolade fein hacken und im Wasserbad unter häufigem Rühren schmelzen. Währenddessen in einem Topf die Sahne mit dem Honig aufkochen. Ein Drittel der Flüssigkeit ganz langsam über die geschmolzene Schokolade gießen. Mit einem Teigschaber in kleinen kreisenden Bewegungen kräftig von innen nach außen verrühren, bis die Masse glatt ist und glänzt. Mit dem zweiten und letzten Drittel der Sahne ebenso verfahren. Sobald die Ganache auf 35 – 40 °C (am besten mit einem Küchenthermometer kontrollieren) abgekühlt ist, die in Würfel geschnittene Butter unterziehen. Mit einem Mixer kurz durchmixen.
Die Masse sofort auf den gebackenen Boden gießen, etwas abkühlen lassen und dann die Erdbeeren darauf verteilen.

Zum Schluss den Honig bei mittlerer Temperatur in einer beschichteten Pfanne leicht karamellisieren lassen und die Pistazienkerne darin gut durchschwenken. Kurz abkühlen lassen und auf dem Kuchen verteilen.

Austauschtipp: Erdbeeren und Pistazien harmonieren ganz wunderbar. Wer aber keine Pistazien mag, kann sie auch einfach gegen frische Brombeeren austauschen. Schmeckt auch superlecker!

Rezept und Fotos: © Sabrina / Lovelylink

Atlantikwellen, bebende Erden und regenerativer Kakaoanbau – Eine Forschungsreise zum Kakao-Ursprung in Ecuador

nationalflagge-ecuadorTeil 1. Die Suche nach globaler Gerechtigkeit

Habt ihr bei eurem letzten Einkauf bewusst nach einer Bio-zertifizierten Schokolade gegriffen? Und vielleicht darüber nachgedacht, woher diese Schokolade eigentlich kommt, wen oder was ihr damit unterstützt oder was biologischer Anbau überhaupt bedeutet? Wie kommt der Preis zustande und welcher Anteil davon kommt letztlich bei den KakaoproduzentInnen an?

Diese und noch mehr Fragen haben sich zwei Studierende des Masters „Global Change Management“ der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde gestellt und daraufhin in Kooperation mit VIVANI und der Weinrich Schokoladenfabrik ihr Forschungsjahr ausgerichtet. Das Ziel: Kakao-Handelssysteme mit ihren beteiligten Instanzen vom Ursprung der Bohne bis zur Produktion und Konsum der beliebten Schokolade zu untersuchen, um Antworten auf Fragen nach globaler Gerechtigkeit und gesunden Ökosystemen zu finden. Zentrale Forschungsfrage hierbei: Wie können Kakaohandelssysteme geschaffen werden, welche die Wohlstandsmöglichkeiten der zentralen Beteiligten fördern, ohne dabei die regenerative Kapazität des produzierenden Ökosystems zu unterminieren?

Für ihre Masterarbeit verbringen Jelena Radeljić (26) und Eduard Fischer (29) ein Jahr lang Zeit mit KakaoproduzentInnen in Ecuador, in der Schokoladenfabrik Weinrich, bei VIVANI und weiteren ExpertInnen in Deutschland und den USA. Im Rahmen eines ganz besonderen Specials im VIVANI-Blog teilen sie euch ihre Erfahrungen mit und nehmen euch mit auf die Reise in die spannende Welt des Kakaoanbaus. Wir übergeben das Wort an Jelena.Radeljic_Fischer_Profil_web

Vielleicht ist meine Leidenschaft für Schokolade meiner frühen Kindheit zuzuschreiben, in der ich einen Kindergarten besuchte, der direkt neben einer Schokoladenfabrik stand wo es ständig nach Schokolade roch. Diese Schokoladenfabrik hieß „Weinrich“ und produziert unter anderem die Bioschokoladen von VIVANI. Nach Auslandsaufenthalten und dem Studium „Internationale Entwicklung“ in Wien traf ich in meinem Masterstudium auf Eduard. Eduard studierte vorher bereits in Eberswalde Landschaftsnutzung und Naturschutz. Das Naturschutz-Studium hat ihm deutlich gezeigt, dass es stetig um die „Mensch – Natur“-Beziehung geht. Hierbei reicht seiner Meinung nach kleinteiliger Flächen- und Artenschutz oder sogar Prozessschutz nicht aus, wenn es größere globale Kräfte gibt die darauf einwirken.

Globale Kräfte sind beim Thema Schokolade nicht wegzudenken. Die steigende Nachfrage nach Schokolade weltweit übt Druck auf die Kakao produzierenden Länder aus, die sich rund um den Äquator befinden. Denn nur hier, wo es ständig warm und feucht ist, wächst der Kakaobaum. Klimawandel und der ständig schwankende Kakaopreis, der an der New Yorker Börse entsteht (ja, wer weiß eigentlich wie?), machen es den Kakaobauern und -bäuerinnen schwer, ein verlässliches Einkommen zu generieren. Meldungen wie die, dass der Welt die KakaoproduzentInnen ausgehen und gleichzeitig der Bedarf an Kakaoprodukten steigt, geben vielen Schokoladen-Fans hinreichend Grund zur Sorge.

Man könnte meinen, dass eine Fairtrade-zertifizierte Schokolade aus Kakao von höchst zufriedenen Kakaobauern und -bäuerinnen sowie super gesunden Ökosystemen besteht und wir damit schon eine Lösung für die angesprochenen Probleme gefunden haben. Wenn das nur so einfach wäre… würden Eduard und ich nicht „Global Change Management“ studieren. Nichtregierungsorganisationen weisen stetig, wie zuletzt im Kakaobarometer 2015 und in der Kampagne des INKOTA-Netzwerks „Make Chocolate Fair!“ auf Missstände im Kakaosektor und die unzureichende Wirkung von Zertifizierungen hin.

Und jetzt? Was für eine Schokolade kann man denn dann noch kaufen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

Dies ist komplex. Zertifizierungen sind im aktuellen System häufig schon mal ein erster Schritt. Aber eben nur ein erster, auf den ein zweiter und dritter folgen kann. Welcher denn? Mögen sich einige LeserInnen nun fragen. Diese Frage beschäftigt auch Eduard und mich, sowie den Schokoladenproduzenten Weinrich und den Bio-Hersteller VIVANI. Wie gesagt, es ist komplex. Im Masterstudium „Global Change Management“ haben Eduard Radeljic_Ecuador_webund ich gelernt, komplexe globale Prozesse und Dynamiken zu analysieren und zu verstehen, um mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Im besten Fall gemeinsam mit den beteiligten Akteuren. Hier haben wir das große Glück, dies mit Unterstützung von Weinrich und VIVANI tun zu können. Die Perspektive der ProduzentInnen, der Industrie und weiterer ExpertInnen sind zentraler Bestandteil der Forschungsarbeit und sollen dabei helfen, den Kakaosektor in eine Richtung zu lenken, die es den Schokoladenliebhabern möglich macht, nach bestem Gewissen qualitative Schokolade zu vernaschen – authentisch hergestellt, in deren Wertschöpfungskette alle Beteiligten tatsächlich zufrieden sind.

Im März und April waren Eduard und ich zwei Monate lang in Ecuador im Ursprung des Kakaos unterwegs, wo wir nicht nur Kakaoanbausysteme besuchten und Interviews und Workshops mit den KakaoproduzentInnen machten, sondern auch bei den Familien gelebt haben und so einen tiefen Einblick in den Alltag derjenigen bekamen, die tagtäglich dafür sorgen, dass das Bedürfnis der Welt nach gutem aromatischen Kakao befriedigt wird.

Insgesamt haben wir während der zwei Monate 11 Kakaokooperativen und -Projekte besucht und noch weitere Experten von der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), der FAO (Food and Agriculture Organization der UNO), dem ecuadorianischen Agrarministerium (Nationales Kaffee- und Kakaoprogramm) sowie Zertifizierungsorganisationen getroffen.

Während ich vor meinem Ecuador-Aufenthalt den Februar bei Weinrich in der Schokoladenfabrik verbrachte – nein, ich aß nicht nur den ganzen Tag Schokolade, sondern lernte die hohe Kunst der Schokoladenproduktion von der Bohne zur Tafel genau kennen und auch die täglichen Herausforderungen eines Schokoladenunternehmens – war Eduard schon seit Wochen auf dem Weg von Berlin nach Ecuador. Und dies so CO2 arm wie möglich per Anhalter. Wo es keine Straßen und Autos mehr gab, da suchte er nach Segelbooten, die ihn bis in die Karibik brachten.

Aber hiervon berichten wir euch in Teil 2 dieser Serie…Radeljic_Fischer_Kokosnuss_web

Bildrechte:
Bild 1 und 3 © Radeljić, Fischer
Bild 2 © Radeljić

Gegen den Wegwerfwahn – Schnippeldisko Oldenburg

Zukünftig möchten wir im VIVANI Blog öfters auch mal generelle ökologische Themen anreißen und euch Vorzeigeprojekte nachhaltigen Handelns vorstellen. Initiativen, wie die Oldenburger Schnippeldisko, die Ende Juni bereits zum zweiten Mal an den Start geht. Unter dem Motto „Krummes Gemüse, heiße Beats“ setzen die, von der Slow Food Youth Deutschland unterstützten Veranstalter ein Zeichen gegen die heutige Wegwerfkultur. Im Rhythmus tanzbarer Klänge wird all das geschnippelt, geschruppt und gekocht, was eigentlich in den Abfalltonnen deutscher Supermärkte landen würde. Ein kollektives Erlebnis ohne gehobenen Zeigefinger, das den Spaß am Lebensmittel feiert und das Bewusstsein für vermeidbare Verschwendung schärft. Wir haben eine der Initiatorinnen gesprochen…Schnippeldisko-88
Hannah, erzähl doch mal, wie seid ihr auf die Idee einer Schnippeldisko gekommen?

Hannah Jansen: Die Idee der Schnippeldisko hatte ursprünglich das Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food. Sie ist als eine kulinarische Protestaktion zu verstehen, mit der auf die enorme Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht werden soll, die in unserer Gesellschaft leider an der Tagesordnung ist.
11 Millionen Tonnen Lebensmittel wandern pro Jahr in Deutschland in den Müll – diese unglaubliche Zahl ermittelte beispielsweise eine Studie der Universität Stuttgart 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Angesichts dieser Dimensionen wollen wir ein Zeichen setzen, und zwar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Ganz im Gegenteil: Mit Spaß und Genuss wollen wir unter dem Motto „Krummes Gemüse, heiße Beats“ zeigen, dass krummes Gemüse keinesfalls in die Tonne gehört, sondern wunderbar gut schmeckt!

Die Schnippeldisko findet in diesem Jahr bereits zum 2. Mal statt. Was können die Besucher erwarten?

Dieses Jahr wird die Oldenburger Schnippeldisko noch ein wenig bunter und abwechslungsreicher. Neben der eigentlichen Schnippelei, an der natürlich alle herzlich eingeladen sind, teilzunehmen, wird es dieses Jahr ein buntes Rahmenprogramm geben, mit Aktionen, Spielen und Ausstellungen zum Thema Lebensmittelverschwendung und ‑wertschätzung. Diese wurden im Rahmen eines Praxisprojekts an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg entwickelt, an dem ca. 20 Studierende der Masterstudiengänge Landschaftsökologie und Sustainability, Economics and Management teilnehmen. Während das krumme Gemüse verarbeitet und anschließend verköstigt wird, sorgen ein DJ und zu späterer Stunde gleich zwei Bands für die „heißen Beats“.

Ihr engagiert euch mit diesem Event gegen die deutsche Wegwerfkultur und wollt die Menschen wachrütteln, weniger Lebensmittel wegzuschmeißen. Worüber kannst Du nur den Kopf schütteln, wenn Du Dir manchen deutschen Verbraucher anschaust?

Besonders traurig macht mich die Achtlosigkeit, mit der manch eine*r durch das Leben geht. Lebensmittel ernähren uns, sie führen uns Nährstoffe und Energie zu. Gerade deswegen ist es doch wichtig darüber nachzudenken, was man zu sich nimmt und einkauft. Mir missfällt die Billig-Kultur, die sich in Deutschland eingeschlichen hat. Hauptsache Sonderangebot, was genau da drin ist, scheint vielen egal. Viele sollten öfter mal hinterfragen, wie z.B. die Marken, die wir uns ins Haus holen, ihre Produkte herstellen. Und mal darüber nachdenken, was für eine Vielfalt in unserer Region angebaut und produziert wird. Auch, dass ein täglicher Fleischkonsum für viele nach wie vor zu der guten Küche gehört, finde ich traurig. Denn man kann sich wundervoll vegetarisch oder gar vegan ernähren – man braucht vielleicht (anfangs) nur etwas mehr Phantasie. So lernt man Lebensmittel kennen, die man vorher vielleicht noch nie in der Hand hatte und unzählige neue Möglichkeiten tun sich auf.

Wie ist Deine Meinung zum Thema „Mindesthaltbarkeit“?

Generell ist es nicht verkehrt dem Verbraucher anzuzeigen, wie lange ein Produkt genießbar ist. Man kann ja nicht alles wissen. Aber so, wie das „Mindesthaltbarkeitsdatum“ heute von vielen verstanden wird, ist es einfach ein falsches Signal. Viele meinen ja, dass ein noch geschlossener Joghurt umgehend in die Tonne gehört, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum den gestrigen Tag anzeigt. Es braucht meiner Meinung nach eine neue Art der Kommunikation, damit jeder weiß, was es mit diesem Datum auf sich hat.Schnippeldisko-128-1

Generell scheint es aktuell einen Ruck unter Jugendlichen zu geben, sich gesünder zu ernähren. Auch diverse soziale und politische Themen spielen hier rein. Woher meinst Du kommt der neue Trend und wie wird sich das Ganze entwickeln?

Gesunde Ernährung wird tatsächlich immer mehr ein Thema. Gerade in Oldenburg ist zu spüren, dass sich viele Menschen damit auseinandersetzen und sich gesunde Lebensmittel wünschen. Es gibt Initiativen wie Food-Coops oder eine SoLaWi, die sich gerade gründet. Ich weiß nicht, ob ich dies als einen Trend beschreiben würde, eher als eine Bewegung. Die Menschen besinnen sich wieder auf das Wesentliche. In der schnelllebigen Zeit, in der wir leben, haben viele Lust, etwas so elementares wie die Ernährung zu genießen und bewusst zu erleben. Vielen wird klar, dass es doch eigentlich Quatsch ist, Äpfel in rauen Mengen aus z.B. Neuseeland nach Deutschland zu karren, obwohl diese Frucht doch heimisch bei uns ist. Und vielen werden endlich die ökologischen Grenzen unseres Planeten bewusst. Wenn wir unsere Gewohnheiten nicht schleunigst flächendeckend ändern, werden uns bald die Böden, die Frischwasserquellen und vielleicht auch die Luft ausgehen. Es bleibt also zu hoffen, dass die Bewegung immer größere Kreise zieht!

Welchen Stellenwert haben Lebensmittel und Ernährung für Dich?

Ernährung hat einen großen Stellenwert für mich. Ich koche gerne, lerne gerne neue Gerichte und Zutaten kennen und probiere immer neue Dinge aus. Seit einigen Jahren ernähre ich mich weitgehend vegetarisch, oft auch vegan. Ich möchte wissen, wo mein Essen herkommt und was ich meinem Körper zuführe.
Auf der Terrasse in meiner WG pflanzen wir inzwischen unser eigenes Gemüse an. Wenn ich einkaufe, achte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten auf eine nachvollziehbare und vertretbare Herkunft der Produkte. Ich gehe z.B. gerne auf einen der vielen Märkte in Bremen, um Gemüse und Obst zu kaufen.

Welchen persönlichen Beitrag leistest Du in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit neben der Schnippeldisko?

Ich studiere gerade an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg im Master Sustainability Economics and Management. Dieser Studiengang ist im Kern wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet, aber versucht eben Ökologie und Soziales genauso mitzudenken und ist darauf angelegt, dass Absolventen nach ihrem Abschluss auch in ihrem Beruf nach diesem Dreiklang handeln. Während des Studiums habe ich mit einer Gruppe von Kommiliton*innen eine Workshop-Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit organisiert und veranstaltet (http://www.nachdenkstatt.de/).
Ich bin Mitglied beim BUND und unterstütze Sea Shepherd, die z.B. regelmäßige „Beach CleanUps“ organisieren, bei denen man Gebiete in seiner Umgebung durchstreift und den herumliegenden Müll aufsammelt. Im Alltag achte ich darauf, so wenig unnötige Dinge wie möglich zu konsumieren, indem ich beispielsweise ab und zu bei Kleidertauschpartys nach neuen Klamotten stöbere, statt mir ständig was Neues zu kaufen. Und das mit dem Fliegen versuche ich mir auch zu verkneifen.

Was denkst Du müsste sich in diesem Land dringend ändern?

Ich denke, dass die Menschheit im Ganzen wieder lernen oder wahrnehmen sollte, dass wir nicht über diesen Planeten herrschen, sondern Teil unserer Umwelt sind. Mir missfällt die Einstellung vieler, dass der Mensch über allem steht und alle anderen Geschöpfe oder auch Ressourcen nur zu unserem Diensten/Nutzen da sind. Das gilt auch für den Preis von Lebensmitteln. Viele Ernteabfälle entstehen nur dadurch, dass die Arbeitskraft meist schlicht zu teuer ist, um die gesamte Ernte einzuholen. Die heutigen Dumping-Preise der Endprodukte tragen dazu ihr Übriges bei.

Wenn alle nur etwas mehr Bewusstsein dafür entwickelten und achtsamer mit sich und ihrer Umwelt umgingen, dann liefe schon einiges besser.


Schnippeldisko Oldenburg

Datum: Samstag, 25.06.2015
Uhrzeit: 14:00h
Ort: Kulturetage, Bahnhofstraße 11, 26123 Oldenburg
Facebooklink: facebook.com/SchnippeldiskoOL
Schnippeldisko_Oldenburg

Bilder: © michel bundel