Rezept: Himbeertraum-Torte mit dunkler Schokolade

Heute gibt’s definitiv etwas für’s Auge! Dieser „Himbeertraum“ trägt seinen Namen beiliebe nicht umsonst und besticht mit vielen „gesunden“ Zutaten, einer alternativen Süßung und seiner fruchtigen Raffinesse. Die Torte sieht vielleicht sündiger aus, als sie eigentlich ist, daher darf man hier ruhig ein zweites Stück nachnehmen… ganz ohne schlechtes Gewissen.

Himbeertraum-Torte mit dunkler Schokolade (vegan)

Vorbereitung: 1 Tag vorher
Gefrierzeit: 5-8 Std. (oder über Nacht)
Schwierigkeit: mittel

Zutaten

Für den Boden

  • 105g Haselnüsse
  • 105g Mandeln
  • 100g Datteln
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 Tafel (100g) VIVANI Zartbitter Mandel
  • 1 EL Kokosnussöl
  • 1 Prise Salz

Für die Schoko-Käsekuchen-Schicht

  • 200g Cashewkerne (in Wasser quellen lassen)
  • 1 TL Vanille Extrakt
  • 110 ml Kokosnussöl
  • ¼ Tasse Ahornsirup
  • 2 TL Kakaopulver
  • ½ Tafel (40g) VIVANI Feine Bitter 99%

Für die untere Himbeer-Schicht

  • 200g Cashewkerne (in Wasser quellen lassen)
  • 3 Tassen frische Himbeeren
  • Saft aus ½ Zitrone
  • 2/3 Tasse Kokosnusssahne
  • ½ Tasse Kokosnussöl
  • 1/3 Tasse Ahornsirup

Für die hellere Himbeer-Schicht (oben)

  • 200g Cashewkerne (in Wasser quellen lassen)
  • ½ Tasse frische Himbeeren
  • 2/3 Tasse Kokosnusssahne
  • ½ Tasse Kokosnussöl
  • 1/3 Tasse Ahornsirup

TIPP: Die Cashewkerne müssen über Nacht in Wasser quellen. Dabei darauf achten, dass wirklich alle Nüsse mit Wasser bedeckt sind!

So wird’s gemacht

Der Boden:

1) Lege eine Kuchenform mit Backpapier aus.

2) Fülle Haselnüsse, Mandeln, Datteln (entkernt!), Kakaopulver, die geschmolzene VIVANI, Kokosöl und Salz in einen Standmixer. Mixer so lange laufen lassen, bis eine krümelige Masse entsteht.

3) Fülle die Mischung in die Form und drücke sie fest an den Rand und Boden der Form. Danach im Gefrierfach ruhen lassen.

Die Schokoladenschicht:

1) Gieße die gequollenen Cashewkerne ab und fülle sie zusammen mit Vanilleextrakt, Kokosnussöl, Ahornsirup, Kakaopulver und der geschmolzenen VIVANI Feine Bitter 99% Panama in einen Standmixer. Etwa 5-8 Minuten mit hoher Drehzahl laufen lassen, bis die Masse geschmeidig ist.

2) Die Kuchenform aus dem Gefrierschrank holen, die Schokomasse in die Form füllen und danach wieder im Gefrierfach ruhen lassen.

Die Himbeerschicht (unten):

1) Himbeeren und Zitronensaft mit einem Schuss Wasser in einem kleinen Topf zusammenfügen und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Langsam und bei geringer Stufe erhitzen, bis sich die Masse auf etwa die Hälfte reduziert hat.

2) Die gequollenen Cashewkerne , die Himbeermasse aus dem Topf, die Kokossahne, das geschmolzene Kokosöl und den Ahornsirup in den Standmixer geben und auf hoher Drehzahl etwa 5-10 Minuten laufen lassen, bis die Masse geschmeidig ist.

3) Die Kuchenform aus dem Gefrierfach holen und die Himbeermasse darüber verteilen. Die Form ein paar Mal vorsichtig rütteln, um Luftblasen entweichen zu lassen.

Wer mag, kann jetzt ein paar frische Himbeeren in die Masse drücken, als kleine Überraschung beim späteren genießen.

Die hellere Himbeer-Schicht (oben):

1) Die gequollenen Cashewkerne, die frischen Himbeeren, Kokossahne, das geschmolzene Kokosöl und Ahornsirup in den Standmixer geben und auf hoher Drehzahl etwa 5-10 Minuten laufen lassen, bis die Masse geschmeidig ist.

2) Die Masse in die Kuchenform geben, bis eine glatte Oberfläche entstanden ist.

3) Die Kuchenform nun wieder ins Gefrierfach geben, diesmal etwa 5 – 8 Std. oder über Nacht.

4) Kuchen nach der Kühlzeit wieder entnehmen, nach Belieben dekorieren und etwa für 1-2 Std. auftauen lassen. Servierfertig, wenn der Kuchen ganz aufgetaut ist.

Nun in Stücke schneiden und genießen! Im Kühlschrank gelagert innerhalb von ein paar Tagen verbrauchen.

Rezept und Fotos:
© Holly Jade, thelittleblogofvegan

Rezept: Schokoladige Hefeschnecken mit Vanillepudding

Süße Kleingebäcke mit Puddingfüllung – Kindheitserinnerungen kommen auf. An gewundene Puddingschnecken mit Rosinen, an Puddingbrezel und viele weitere „Teilchen“ aus der leckeren Auslage beim Bäcker um die Ecke. Die Klassiker munden natürlich immer noch. Doch wie wäre es mal mit einer Innovation im Puddingschneckenuniversum, die den Vanillepudding in Schoko-Hefeschnecken einrollt? Natürlich mag das auch schon mancher Bäcker angeboten haben. Aber wir behaupten, dass das Rezept von unserer lieben Blogger-Freundin Theresa von thewaitress.de zu den besten seiner Art gehört. Auch Hefeteig-Ängstliche können sich mutig an die Schnecken wagen und werden sehen, dass es gar nicht so schwer ist.
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Schokoladige Hefeschnecken mit Vanillepudding

Für ca. 15 Stück

Zutaten

Für den Teig:
• 500 g Mehl (z. B. Dinkelmehl Type 630)
• 250 ml Milch (z. B. Haferdrink oder Kuhmilch)
• 70 g Rohrzucker
• ½ Würfel frische Hefe
• 100 g Zartbitter-Schokolade (z. B. VIVANI Feine Bitter 71% Cacao)
• ½ TL Salz
• 1 Ei
• 75 g weiche ButterSchokoschnecken_300x450
• ½ TL gemahlene Vanille
• 20 g Kakao

Für den Vanillepudding:
• 500 ml Milch (z. B. Hafermilch oder Kuhmilch)
• 40 g Maisstärke
• ½ TL gemahlene Vanille
• 3 EL Rohrzucker
• 30 g Butter
• 2 Eigelbe

So wird’s gemacht

Für das Gelingen des kälteempfindlichen Hefeteiges ist die richtige Temperatur der Zutaten bei der Zubereitung sehr wichtig, sie sollten alle Zimmertemperatur haben. Also rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank nehmen!

1) Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen.

2) Die Milch auf dem Herd ganz leicht anwärmen (nicht heißer als 40 °C, da sonst die Hefekulturen sterben). Dann mit dem Zucker verrühren und die Hefe hineinbröseln. Mit einem Schneebesen verrühren, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat.

3) Die Milch-Hefe-Mischung vorsichtig in die Mehlmulde gießen und dann mit den Händen leicht mit etwas Mehl vermischen. Für ca. 5 Minuten stehen lassen, so dass die Hefe aktiv werden und kleine Bläschen bilden kann.

4) In der Zwischenzeit die Schokolade hacken und über einem Wasserbad bei mittlerer Hitze vorsichtig schmelzen lassen. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

5) Die Milch-Hefe-Mischung nun vorsichtig mit dem Mehl vermischen und verkneten. Im Anschluss Ei, Butter, Vanille, Kakao, Salz und geschmolzene Schokolade dazugeben und alles per Hand oder mit einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. An einem geschützten, warmen Ort zugedeckt für ca. 1 Stunde gehen lassen.

6) Während der Teig geht, den Vanillepudding zubereiten. Dafür ein paar Esslöffel der Milch in einer kleinen Schale mit der Maisstärke verrühren. Die restliche Milch erhitzen, die Vanille, den Zucker und die Butter hinzufügen und zum Kochen bringen. Von der Herdplatte nehmen und die Stärkemischung langsam einrühren. Die Milch nochmals kurz aufkochen lassen, dann wieder von der Herdplatte nehmen. Die Eigelbe kurz mit einem Esslöffel Milch verrühren und dann gleichmäßig unter die Milch-Stärke-Mischung rühren. Den Pudding komplett abkühlen lassen.

7) Den Backofen auf 180 °C Ober- / Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rechteckig und ca. 5 mm dünn ausrollen. Gleichmäßig mit dem Vanillepudding bestreichen und anschließend vorsichtig von der Längsseite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer in ca. 2-3 cm dicke Rollen schneiden.

8) Die Heferollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und auf der mittleren Schiene ca. 15 – 20 Minuten backen. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen oder noch lauwarm servieren.

Hier findet ihr weitere tolle Rezepte von Theresa:
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Rezept & Bilder © Theresa Kellner, thewaitress.de

Die besten Schokoladenfilme aller Zeiten

Wir stecken mitten drin im Winter und fühlen uns derzeit bei kaltem Schmuddelwetter am wohlsten auf der heimischen Couch. Wer als Schokofan dann nun schon einmal dort sitzt – warm eingemummelt und vielleicht sogar ausgestattet mit einer heißen, süßen Trinkschokolade – der könnte nun auch noch den Fernseher einschalten und sich visuell auf schokoladige Pfade begeben. Wir präsentieren euch heute eine Auswahl an Filmen zum Thema Schokolade, die unserer Meinung nach jeder echte Schokoholic mindestens einmal gesehen haben sollte.schokofilme_1200x800

Top-Five der Schoko-Blockbuster

1. Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)

Die Reihenfolge der heute vorgestellten Filme soll eigentlich keine Rangfolge darstellen, aber ich muss gestehen: Die Nummer eins ist nicht ganz zufällig ausgefallen… Das absolute Muss aus dem Bereich der Schokomovies stellt zweifelsohne Charlie und die Schokoladenfabrik dar. Ein fantastisches, bombastisches Schoko-Märchen mit Starbesetzung, das dank Genreregisseur Tim Burton im Stil einer schrägen Groteske aufgezogen wird. Der Stoff ist bekannt, geht er doch auf das gleichnamige Kinderbuch des walisisch-norwegischen Schriftstellers Roald Dahl von 1964 zurück und wurde bereits 1971 schon einmal als Musical verfilmt. Doch Burton gibt diesem Film seinen ganz persönlichen Anstrich und erzeugt durch Johnny Depp in der Hauptrolle des wahnwitzigen Willy Wonka Reminiszenzen an Klassiker wie Edward mit den Scherenhänden oder Beetlejuice.
Die Geschichte dreht sich um den Jungen Charlie Bucket aus ärmlichen Verhältnissen, der als eines der wenigen Kinder weltweit die Chance erhält, die fantastische Schokoladenfabrik des exzentrischen Schokoladen-Moguls Willy Wonka zu besichtigen. Zusammen mit den reichen  und verwöhnten anderen Kindern tritt er eine Reise in eine unglaubliche Welt an. Ein Film, der die wirklich wichtigen Reichtümer der Welt wie Familie, Freundschaft und Ehrlichkeit auf überspitzte Weise den scheinbar essentiellen, materiellen Werten gegenüberstellt und natürlich auch ein Happy End hat.

Dass die Idee von Charlie und die Schokoladenfabrik einen ungebrochenen Reiz ausübt, zeigt die noch junge Musicaladaption des Stoffes, die seit 2013 in London zu sehen war und just vor wenigen Wochen dort ihre letzte Vorstellung feierte. Wir haben in unserem London-Special darüber berichtet. Ab Ende März ist das Erfolgs-Musical „Charlie And The Chocolate Factory“ dann am New Yorker Broadway zu sehen.

2. Chocolat – ein kleiner Biss genügt (2000)

Schokolade und schon wieder Johnny Depp? Ob der Frauen-Schwarm wirklich so süß wie Schokolade ist und deshalb unbedingt in Schoko-Blockbustern mitspielen muss, sei einmal dahingestellt. Wie es jedenfalls der Zufall will, mimt der US-Schauspieler auch in „Chocolat – ein kleiner Biss genügt“ eine Nebenrolle. Der als „Märchen für Erwachsene“ beschriebene Film rund um die Hauptdarstellerin und Oskarpreisträgerin Juliette Binoche spielt in der französischen Provinz in den ausgehenden 1950er Jahren. Die von mexikanischen Nomaden abstammende Vianne Rocher trifft mit ihrer Tochter in dem verschlafenen Lansquenet-sous-Tannes ein und eröffnet dort eine Chocolaterie. Der neue Laden trifft auf großes Misstrauen in der bider-konservativen Dorfgesellschaft und hat einen schweren Start. Jedoch schaffen es Vianne und ihr Geschäft, einige Bürger des Örtchens langsam zu mehr Toleranz zu erziehen. Ihr erbitterter Gegner, der Bürgermeister, macht Vianne jedoch das Leben nach wie vor schwer und die Situation eskaliert, als sich eine Gruppe von Vagabunden, darunter auch der Vagant Roux (Johnny Depp), am Fluss ansiedelt. Am Ende jedoch entspannt sich die Lage in einem schokoladigen Freudenfest.
Der Film Chocolat – ein kleiner Biss genügt basiert auf dem Roman „Chocolat“ der britischen Schriftstellerin Joanne Harris (1999).

3. Die anonymen Romantiker (2011)

In Frankreich scheinen Schokoladen-Filme ganz besonders beliebt zu sein. Auch 2011 gab es aus dem Land der großen Chocolatiers wieder einen filmischen Höhepunkt, der sich ganz klassisch dem Liebesfilm-Genre zuordnen lässt. Regisseur Jean-Pierre Améris lässt in seiner Komödie zwei sehr schüchterne Charaktere aufeinander treffen und erzeugt humoristische Spannungen, die aus sich verkettenden Missverständnissen entstehen. Der zurückhaltende Chocolatier Jean-René fährt sein Unternehmen in den Sand, weil es an Innovationen fehlt. Diese kann die kreative aber ebenfalls verklemmte Angélique liefern, die sich im Unternehmen bewirbt. Das Problem: Aufgrund eines Missverständnisses gepaart mit Schüchternheit gerät sie in die Vertriebs-Sparte und versucht nun mit ungewöhnlichen Mitteln, doch noch ihre Ideen einstreuen zu können. Die beiden schüchternen Chocolatiers verlieben sich und haben es recht schwer, zueinander zu finden. Eine unbeschwerte Schoko-Romanze für Freunde der amerikanischen Screwball-Comedy.

4. Chabrols süßes Gift (2000)

Wieder ein Franzose ist der Film Chabrols süßes Gift (oder auch nur Süßes Gift, im Original „Merci pour le chocolat“) von Regisseur Claude Chabrol. Auch bei diesem Werk handelt es sich um eine Literaturverfilmung, die auf das Buch „The Chocolate Cobweb“ (1948) der amerikanischen Schriftstellerin Charlotte Armstrong zurückgeht. Was direkt auffällt: Schokolade ist entgegen der sonst stets positiven Bedeutung in dieser Geschichte einmal in der Rolle des Bösen zu sehen, nämlich dann, wenn Hauptdarstellerin Isabelle Huppert, aka Mika, sie in Form von mit Gift versetzter Trinkschokolade ihren Opfern serviert. Die Erbin eines Schokoladenkonzerns versucht in dem kammerspielartig inszenierten Psychothriller ihre Konkurrenten rund um ihren zweiten Ehemann mit tödlichem Kakao aus dem Weg zu räumen, seien es die erste Ehefrau, ihr Stiefsohn oder gar die als Säugling vertauschte Tochter ihres Mannes. Dabei ist Mika nicht der personifizierte Bösewicht, vielmehr versucht sie ein schützende „Spinnennetz“ (Cobweb) für ihre Ehe zu weben, wobei sie ihren Sinn für Gut und Böse jedoch verloren zu haben scheint. Ganz große Schauspielkunst und Schokolade mal in einer anderen Position abseits von Süße und Liebesfilm.

5. Bittersüße Schokolade (1992)

Das mexikanische Liebesdrama Bittersüße Schokolade entführt uns in das vorrevolutionäre Mexiko des Jahres 1910. Das Liebespaar Tita und Pedro kann nicht heiraten, weil Titas Mutter die jüngste Tochter für ihre Pflege im Alter bestimmt hat. Pedro heiratet Titas Schwester Rosaura und Tita lebt fortan in deren Haushalt als Köchin. Sie backt die Hochzeitstorte für das Paar und stellt fest, dass sie ihre Gefühle über Speisen ausdrücken kann, weshalb z. B. alle Hochzeitsgäste nach dem Genuss der Torte in Melancholie verfallen. So leben Tita und Pedro ihr Leben, was sie nicht gemeinsam führen dürfen, haben aber immer noch Gefühle füreinander. Das schwierige Verhältnis der Schwestern und weitere familiäre Spannungen lösen sich erst, als Rosaura stirbt und Tita und Pedro endlich zusammen sein können. Das Ende des Filmes ist ebenso dramatisch wie der ganze Film, der international, vor allem aber in Südamerika, viele Preise abräumen konnte. Regisseur Alfonso Araus Film beruht auf dem Roman „Como agua para chocolate“ (1989) seiner Frau, der mexikanischen Schriftstellerin Laura Esquivel Valdés.

Achtung! Vermeintliche Schokoladen-Filme, die es gar nicht sind

Zum Schluss noch eine Warnung an all diejenigen, die wahre Schoko-Filme suchen. Zwei Filme tragen unsere heißgeliebte Süßigkeit groß im Titel, haben aber nicht wirklich viel mit ihr zu tun. Falle 1: Bridget Jones – Schokolade zu Frühstück (2001). Bereits wenn man den Originaltitel „Bridget Jones Diary“ liest, stellt man fest, das Schokolade in der deutschen Version wohl nur als Aufhänger für Miss Jones Leben genutzt wurde, das in der Liebeskomödie zwischen Diät, Frust und Beziehungs-Kuddelmuddel hin und her schwankt. Also ein klarer Fall von Titel-hat-nichts-mit-Film-zu-tun. Genauso sieht es bei Falle 2 aus, dem 2016er Monsieur Chocolat. Hier geht es um die Geschichte des ersten schwarzen Zirkusclowns in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts. „Chocolat“ bezieht sich also nur auf die Hautfarbe des Hauptcharakters, von echter Schokolade keine Spur.

Das Reformhaus – Geschichte und Perspektiven

Reformwarenhaus, Biosupermarkt, Naturkostladen – alles das Gleiche? Das stimmt so nicht. Doch was unterscheidet eigentlich ein Reformhaus von anderen Läden mit ökologisch erzeugten Waren jenseits des Massenkonsums? Der VIVANI Schoko-Blog wirft heute einen Blick auf den Vorreiter und das Urgestein der Biobewegung und blickt auf aktuelle Tendenzen und Perspektiven für die gesundheitsorientierten Einzelhandelsgeschäfte.Reformhaus_1200x800

Berlin 1887 – Startschuss der Reformhausbewegung

Das Reformhaus, wie man es klischeehaft mit jeder Menge Körner, Getreidemühlen und Haarfärbungen auf Henna-Basis in kleinen Ladenlokalen verbindet, gehört heute zumeist tatsächlich dem verstaubten Schnee von gestern an. Doch eines ist nicht wegzudiskutieren, wichtig und wegweisend für die heute voll im Trend liegende, neue Öko-Bewegung: Das Reformhaus ist alt, ja ein Urgestein, ein Dinosaurier.
Was aber heute veraltet wirkt, war im späten 19. Jahrhundert radikal modern. Aus der immer erdrückender wirkenden Enge der Stadt mit ihren rauchenden Schloten und der schweren Industriearbeit im Takt der Uhr entstand ein zunehmendes Sehnen der Menschen nach mehr Menschlichkeit, nach mehr Natur und weniger Materialismus. Die Geburtsstunde verschiedener Lebensreformbewegungen war gekommen, so z. B. die der Kleiderreform, der Naturheilkunde, der Reformpädagogik und eben auch die der Ernährungsreform. Im Ernährungsbereich kamen die Ideen des Vegetarismus und der gesundheitsorientierten und vollwertigen Nahrung auf. So wurde das erste Reformhaus 1887 in Berlin durch den Kaufmann Carl Braun eröffnet. Es trug damals noch den Geschäftsnamen „Gesundheitszentale“. Das erste als Reformhaus betitelte Geschäft eröffnete Karl August Heynen in Wuppertal-Barmen im Jahr 1900. Das Produktangebot umfasste nicht nur vollwertige Lebensmittel, auch natürliche Kleidung, Naturkosmetik und -heilmittel sowie Stärkungsmittel und Kräuter waren erhältlich.

Rasch schlossen sich die Besitzer der frühen Reformhäuser zu Verbänden zusammen, die „neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ von 1930 blieb schlussendlich als Reformhausgenossenschaft bis heute bestehen. Jeder Inhaber eines Reformhauses muss demnach Mitglied der Vereinigung sein und sich an deren allgemeine Grundsätze halten. Daneben bleibt er aber stets ein eigenständiger Unternehmer, der seinem Reformhaus ein eigenes Profil verleihen kann.

Bio-Konkurrenz und Umstrukturierungen ab den 1990ern

Die anfangs noch unangefochtene Institution im Bereich der alternativen Ernährung bekam ab Ende der 1970er Jahre erstmals Konkurrenz durch die aufkommenden Bioläden. Die neuen Bio- und Naturkostläden unterlagen keine strengen Auflagen wie die Reformhäuser. Reformhäuser garantieren durch das eigene neuform QualitÑt_Logo„neuform“-Siegel Produkte aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft, die gesund und wertvoll sowie natürlichen Ursprungs sein sollen. Bio-Läden verpflichten sich zwar der ökologischen Erzeugung ihrer Produkte, doch der ganzheitliche Gesundheitsgedanke steht nicht im Vordergrund. Sie haben mehr Freiheiten und müssen keinem gesetzlich geschützten Namen gerecht werden.

Das Problem, dass sich durch die Konkurrenz der Bio- und Naturkostläden für die Reformhäuser ergab, spiegelte sich rasch in Umsatzeinbrüchen und Geschäftsschließungen wieder. Die Eröffnung von Biomarkt-Ketten wie Alnatura (1987) und Basic (1998) setzten die Reformhausbesitzer zusätzlich massiv unter Druck. Die Reaktionen der Händler fielen jedoch nicht schnell und flexibel aus, weswegen von 2.500 Reformhäusern Mitte der 90er Jahre heute keine 1.200 mehr existieren.

Perspektiven und neue Zielgruppen

Ist der Reformhaus-Dino also heute tatsächlich vom Aussterben bedroht? Rainer Plum, Vorstand der Reformhausgenossenschaft, äußerte sich im vergangenen Sommer gegenüber der Frankfurter Rundschau und deReformhaus_800x1200r Berliner Zeitung zur Existenzkrise der Reformhäuser und berichtete von überraschenden Reformen der durch Modernisierungsmaßnahmen sowohl in der Genossenschaft als auch in den einzelnen Reformhausläden. Ein modularisiertes Ladenprinzip aus drei Bereichen (hochwertige Lebensmittel, Naturkosmetik sowie Naturheilmittel / Nahrungsergänzung) ermöglicht den einzelnen Besitzern die Entscheidung für ein individualisiertes Ladenkonzept. Optisch modernisiert sollten die Läden wenn möglich auch vergrößert werden. Das Prinzip scheint zu fruchten, die Reformhäuser melden Umsatzwachstum. Bereits 130 Läden waren zum Zeitpunkt des Interviews modularisiert oder anderweitig umkonzeptioniert. Des Weiteren wird nach wie vor auf die beiden unschlagbaren Qualitätskriterien der Gesundheitsförderlichkeit der Reformhausprodukte sowie der fachkundige Beratung gesetzt. Zu diesem Zweck gibt es sogar gesetzlich anerkannte Aus- und Fortbildungsangebote, die Reformhausmitarbeiter zu Fachberatern qualifizieren. Jedes Reformhaus muss diese Fachberatung gewährleisten.

Die Zukunftsperspektiven des Reformhauses schätzt Plum sehr gut ein. Neue Kundengruppen, generiert aus den aktuellen Gesundheits- und Ernährungstrends, orientierten sich zunehmend auch in Richtung Reformhaus. Darunter zählen schon längst nicht mehr nur Allergiker und „free from“-Interessierte. Plum: „Die Vegetarier- und Veganer-Welle bringt neue Kundschaft. Schließlich gilt für Reformhäuser der Grundsatz: Nichts vom toten Tier. Tatsächlich sind zwei Drittel aller Lebensmittel im Reformhaus auch vegan.“ Eine Gefahr, dass der Trend abebben könnte, sieht Plum nicht. Durch die im Vergleich zu früher durchaus wohlschmeckenderen Produkte und den emanzipierten Verbraucher, der sich die Massenware der Industrie nicht länger für gut verkaufen lässt, sieht er das Reformhaus dauerhaft als gesichert an. Das tun und hoffen wir natürlich auch.

Alle Fotos: © Reformhaus
Quelle und zum gesamten Interview mit Rainer Plum: www.berliner-zeitung.de

Rezept: Selbstgemachte Mozartkugeln (vegan)

Wer den Verzicht auf Süßes für 2017 ganz hoch auf seine Liste der guten Vorsätze geschrieben hat, ist im VIVANI Schoko-Blog heute leider an der falschen Adresse. Denn heute wünscht uns unsere befreundete Bloggerin Karin Buhl von Lisbeths Cupcakes & Cookies mit ihrem Rezept für selbstgemachte Mozartkugeln ein hüftgoldverdächtiges Frohes Neues. Vielen Dank für diesen süßen Start ins neue Jahr! Das Rezept ist sogar vegan, kann aber je nach Belieben auch mit anderen Schokoladensorten ausprobiert werden. Schokoalarm 2017 – VIVANI gibt sich die Mozartkugel!
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Selbstgemachte Mozartkugeln

Für 30 – 50 Kugeln (je nach Größe)

Zutaten

• 400 g Rohmarzipan
• 2 – 4 EL Rosenwasser (aus der Apotheke)
• 70 – 100 g Nougat
• 50 – 70 g Pistazien
• 50 – 100 g Puderzucker
• 200 g Vegane Schokolade (z. B.  VIVANI Feine Bitter 71% Cacao oder
VIVANI Rice Choc 40 % Cacao)

außerdem: Pralinenförmchen

So wird’s gemacht

Nougat und Marzipan sollten gut gekühlt sein, denn vor allem Nougat schmilzt sehr schnell. Zum Gelingen des Rezepts ist dieser Punkt sehr wichtig!
Pistazien entweder schälen und die Haut abtrennen oder direkt fertig gehackte kaufen. Dann die Pistazien in einem Blender fein mahlen. Aus dem Nougat sehr kleine Kugeln formen und auf ein Brett legen. Sofort in den Kühlschrank stellen.

Marzipan, Rosenwasser und Pistazien in einer Rührschüssel vermengen, am besten mit den Händen. Anschließend nur soviel Puderzucker hinzufügen, bis eine feste Masse entstanden ist. Für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Wenn die Marzipanmasse gut gekühlt ist, lässt sie sich leicht zu Rollen formen. Hierzu ebenfalls am besten die Händen benutzen. Nur die Rollen, die man gerade benötigt draußen lassen, alle anderen zurück in den Kühlschrank legen.

Nun mit einem Messer ca. 1 ½ – 2 cm dicke Stücke von der Rolle abschneiden. Mit einem Finger eine kleine Mulde in das Marzipan drücken und eine kleine Nougatkugel in die Mitte legen. Dann die Nougatkugel mit dem Marzipan umschließen und in der Handfläche zu einer Kugel formen. Die fertige Kugel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett oder einen Teller legen. Sobald die ersten Kugeln fertig sind, werden sie zurück in den Kühlschrank gestellt. Die Arbeitsschritte wiederholen, bis Nougat und Marzipanmasse verbraucht sind.

Zum Abschluss die Schokolade über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Die Schokolade vom Wasserbad nehmen und jede einzelne Marzipankugel in die Schokolade geben. Vorsichtig mit einer Gabel aus der Schokolade heben und die Gabel am Rand mehrfach abklopfen. Die fertige Mozartkugel auf das Brett oder den Teller mit Backpapier legen. Wenn die ersten Kugeln fertig und gut angetrocknet sind, in den Kühlschrank stellen.

Nach ca. 2 Stunden können die Mozartkugeln in Pralinenförmchen gelegt und zur Lagerung zwischen Backpapier in Vorratsdosen geschichtet werden.

Tipps: Wer möchte, kann die selbstgemachen Mozartkugeln noch mit Rosenzucker oder kleinen essbaren Blüten verzieren. Auch kann Bitter- oder Milch- / Rice Choc-Schokolade durch weiße Schokolade ausgetauscht werden. Statt Rosenwasser eignet sich auch Amarettolikör zur Verfeinerung der Marzipanmasse.vegane-mozartkugeln_2_1200x627

Weitere Rezepte, die in Kooperation mit dem Blog Lisbeths Cupcakes & Cookies entstanden sind, findet ihr hier:
Karamellisierte Ananas mit Schokolade und Pistazien
Cheesecake–Eis–Pralinen mit Kokosblütennektar
Ingwer-Torte mit dunkler Schokoladen-Ganache
Schokladen Bananen Tarte

© Bilder & Rezept: Lisbeths, Karin Buhl