Archiv für den Autor: Katharina Kuhlmann

Buchtipp: Gesund Backen ist Liebe + Glaskuchen-Rezept und Gewinnspiel

Es ist nicht lange her, da haben wir euch das fantastische Buch „Gesund Kochen ist Liebe“ von Veronika Pachala vorgestellt. So viele tolle Rezepte, die gesund und einfach umzusetzen sind – gut, dass es da eine Fortsetzung gibt! Mit „Gesund Backen ist Liebe“ dreht sich im Zweitling der Betreiberin des erfolgreichen Blogs Carrots for Claire nun alles ums Thema Backen mit natürlichen, gesunden Zutaten. Einen Einblick in Veronikas Backkünste liefert euch schon jetzt das Rezept für warmen Schokokuchen im Glas, das wir euch ebenfalls heute vorstellen. Und wie auch schon beim letzten Mal: Wenn ihr nun Lust auf gesundes Backen bekommen habt, macht doch einfach bei unserer Verlosung mit und gewinnt ein Exemplar von „Gesund Backen ist Liebe“!

 

Gesunder Wohlfühlgenuss ohne Reue

Wer Veronika Pachalas Buch „Gesund Kochen ist Liebe“ kennt, der hegt vielleicht schon den Verdacht, dass sich hinter der Autorin und Bloggerin eine wahre Naschkatze verbirgt, denn in Buch 1 fanden sich bereits viele Rezepte für verführerische Kuchen, Torten, Eis und Co. Die endgültige Überführung als passioniertes Leckermäulchen liefert Veronika nun selbst mit ihrem Nachfolger „Gesund Backen ist Liebe“. Über 50 Rezepte für Kuchen, Torten, Tartes und Tartelettes, Muffins, Brownies, Gebäck, Waffeln und Strudel finden sich neben einem Weihnachts-Special und Broten.

Beide Bücher vereint der Anspruch, gesunde Rezepte mit natürlichen Zutaten und ohne Schnickschnack zu präsentieren, die nicht nach verstaubter Öko-Küche schmecken, sondern Genuss pur bieten. Veronika berichtet in der Einleitung des Backbuches von ihrer Kindheit und der strikten Einteilung allen Süßens. Um ihren Kindern diese Rationierung zu ersparen, kreierte sie etliche gesunde, süße Rezepte, die schon aufgrund der vollwertigen Inhaltsstoffe mehr sättigen und ein übermäßiges Nachnehmen verhindern. Sie strich Kuhmilch, Weizen und raffinierten Zucker aus allen Rezepten und ersetzte sie durch gesunde Alternativen. Dadurch entstand, wie auch schon in Buch 1, ein umfangreicher Infoteil am Anfang des Buches, der gesunde Mehlsorten, Fette und alternative Süßungsmittel vorstellt sowie Pflanzendrinks, Ei-Alternativen, Aromen, Backtriebmittel und Superfruits erklärt. Die entstandenen Rezepte sind vielfach sogar glutenfrei und / oder vegan. Andere Rezepte lassen sich durch Austausch einfach variieren.

Fazit: Wie nicht anders zu erwarten: Auch „Gesund Backen ist Liebe“ überzeugt wieder auf ganzer Linie. Der ausgewogene Anteil an süßer Backfreude und gesundem Genuss regt zum Nachmachen an und die vielen Informationen nehmen die Scheu vor unbekannten Zutaten. Und für uns als Schoko-Blog natürlich essentiell: Es gibt etliche Schokorezepte! Alles noch mit appetitanregenden, selbstgeschossenen Fotos der Autorin in Szene gesetzt – was will man mehr?

Zur Autorin:
Veronika Pachala betreibt seit 2013 den Healthy Eating-Blog Carrots for Claire, der bereits 2014 einen Food Blog Award einholte. Die Idee zum Blog entstand aus der Situation heraus, dass Veronika die Ernährung ihrer gesamten Familie umstellen musste, da bei ihrer Tochter Claire im Babyalter diverse Lebensmittelunverträglichkeiten festgestellt worden waren. Sie machte die Not zur Tugend und Leidenschaft, indem sie immer mehr tolle Koch- und Backrezepte entwickelte, die sie fortan mit anderen teilen wollte. Der große Erfolg des Blogs machte die mittlerweile zweifache Mutter nun auch noch zur Autorin.

Veronika Pachala:
Gesund Backen ist Liebe
riva Verlag München 2017
gebunden, 144 S.
ISBN: 978-3-7423-0078-2
18,99 €


Warmer Schokokuchen im Glas
(vegan und glutenfrei)

Für 4 Portionen

Zutaten

· 3 EL geschrotete Leinsamen
· 3 EL Wasser
· 180 g Cashewmus
· 2 Msp. Bourbon Vanillepulver
· 2 gute Prisen Salz
· 4 EL Ahornsirup
· 8 – 10 EL Pflanzendrink (z. B. Haferdrink)
· 2 EL Teffmehl (oder ein Mehl nach Wahl)
· 2 gestr. EL Kakaopulver
· 50 g VIVANI 75 % Cacao mit Kokosblütennektar

So wird’s gemacht

  1. Die Leinsamen für 10 Minuten in 3 EL Wasser quellen lassen. Den Backofen auf 180 ºC Umluft vorheizen.
  2. Parallel alle übrigen Zutaten, bis auf die Schokolade, mit einem elektrischen Mixer verrühren.
  3. Die Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen lassen und zusammen mit den gequollenen Leinsamen unter den Teig rühren.
  4. Den Teig auf vier ofenfeste Gläser (je 100 ml) verteilen und für 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Das Innere darf noch flüssig sein. Kurz etwas abkühlen lassen und noch warm mit Löffeln genießen.

Tipp: Frische Beeren, Kirschen oder Pfirsiche schmecken sehr gut dazu. Auch am Boden der Gläser oder auf den Teig gesetzt und mitgebacken ist Obst eine leckere Variante.


>>> VERLOSUNG: GESUND BACKEN IST LIEBE ZU GEWINNEN <<<

In Kooperation mit dem riva Verlag verlosen wir zwei Exemplare des Buches „Gesund Backen ist Liebe“ von Veronica Pachala. Um teilzunehmen, füllt einfach bis zum XX. Mai 2017 das folgende Kontaktfeld aus. Das Stichwort lautet „Gesund Backen“. Viel Glück!


Teilnahmebedingungen:
Alle Teilnehmer erklären sich mit den Bedingungen des Gewinnspiels einverstanden:  Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 16 Jahren. ♦ Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 20. September 2017, 23.59 Uhr. ♦ Die persönlichen Daten der Teilnehmer werden nur zum Zwecke der Gewinnermittlung gespeichert und danach gelöscht. ♦ Die Gewinner werden per Email am 21. September 2017 über den Gewinn benachrichtigt, die Ermittlung erfolgt per Losverfahren. ♦ Mitarbeiter der EcoFinia GmbH sowie deren Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. ♦ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. ♦ Der Gewinn ist nicht übertragbar, eine Barauszahlung ist nicht möglich.

© Bild & Rezept: Veronika Pachala, Carrots for Claire

Ausflugstipp: Schoko Marathon Wien

Wenn sich die Temperaturen wieder etwas abzukühlen beginnen, schmilzt Schokolade nicht mehr auf der Stelle vor sich hin. Eis wird zum selteneren Genuss in die hinterste Ecke des Tiefkühlfachs verbannt und Trinkschokoladen werden wieder häufiger genossen – die Zeit der großen Schokoladenevents beginnt! Wen es im September zufällig nach Wien verschlägt, der sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen: Der erste Schoko Marathon Wien zeigt Naschkatzen die süßesten Leckereien und Neuheiten, die die Österreichische Hauptstadt zu bieten hat.

Ein Wiener Schoko-Tribut zum Welttag des Kakaos

Wien hat sich in diesem Jahr zum internationalen Welttag des Kakaos am 1. Oktober etwas ganz besonderes ausgedacht. Weil der Tag 2017 auf einen Sonntag fällt, wird der erste Wiener Schoko Marathon einen Tag vorverlegt und bietet allen Schokoladen-Gourmets und Feinschmeckern bereits am 30. September eine unvergleichliche Reise durch Wiens beste Schokoladenshops und Confiserien. Dabei stehen Klassiker und feine Kreationen mit edelsten Zutaten genauso im Mittelpunkt wie Neuheiten und Trends aus der Schokoszene. So sind z. B. auch vegane und nachhaltige Schokoladenprodukte mit von der Partie. Neben Schokolade und Schokoladenerzeugnissen finden sich beim Wiener Schoko Marathon natürlich auch Pralinen, schokoladige Backwaren, Schokoladengetränke und allgemeine Süßwaren.

Ein Marathon von Geschäft zu Geschäft

Wer beim Wiener Schoko Marathon zunächst an Sport gedacht hat, der hat nur zum Teil Recht. Zwar muss man sich durch Wien bewegen – aber abnehmen? Durch den Wiener Schoko Marathon eigentlich nicht möglich. Dafür sind die Kostproben, die jedem Ticket-Inhaber in den teilnehmenden Shops entgegenlächeln, einfach zu verführerisch.

Und wie funktioniert das nun? Ganz einfach: Es gibt ein Kombi-Ticket, das für alle teilnehmenden Shops am 30.09.2017 zwischen 10 und 18 Uhr gültig ist. Das Ticket gilt zugleich als kostenloser Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Wiener Kernzone, damit man die Marathon-Stationen auch bequem erreichen kann. Ticketinhaber bekommen als Highlight in jedem Shop eine Gratis-Kostprobe feinster Schokolade. Darüber hinaus gelten exklusive Sonderangebote, die nur an diesem Tag Ticketinhabern spezielle Sonderrabatte und Vergünstigungen bieten. In einigen Geschäften werden zudem noch einige weitere Schoko-Programmpunkte stattfinden, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Wer sich schon immer einmal durch die Schokoladenwelt Wiens schlemmen wollte – der Schoko Marathon Wien ist die perfekte Gelegenheit dazu.

1. Wiener Schoko Marathon
30.09.2017
10 – 18 Uhr
Ticket: 14,90€ mit Frühbucherrabatt, Kinder bis 12 Jahre frei
schoko-marathon.com
Eventpage auf Facebook

Bild: © istock, JackF

Rezept: Saftige Walnuss-Aprikosen-Torte

Eine köstliche Torte, die sehr einfach gelingt, traumhaft schmeckt und darüber hinaus auch noch gesundheitsförderliche Superfoods enthält? So ein Rezept ist nicht länger nur ein Traum, sondern gibt es heute in Form einer unwiderstehlichen Walnuss-Aprikosen-Torte bei uns. Das hitzeresistente Vitamin E der Walnuss soll die Hirnleistungsfähigkeit erhöhen und die Aprikose enthält viele Vitamine und Mineralstoffe bei nur geringem Fructose-Gehalt. Das freut Diabetiker gleichermaßen wie Menschen, die sich zuckerreduziert ernähren möchten. Dazu passt z. B. auch unsere VIVANI „Feine Bitter 75%“ hervorragend, die nur mit Kokosblütenzucker gesüßt wird.

Walnuss-Aprikosen-Torte

Zutaten

Für 1 Torte in einer 28 cm-Springform

Für den Biskuitteig:
• 5 Eier
• 3,5 EL Wasser
• 125 g Rohrzucker
• etwas Vanille
• 170 g Dinkelmehl Type 1050
• 1,5 – 2 TL Backpulver
• 85 g Walnüsse, gemahlen
• ein kleiner Apfel, ungeschält und mittelfein geriebener
• 80 g Schokolade, z. B. VIVANI Feine Bitter 75 % Cacao mit Kokosblütenzucker
• 8 frische Aprikosen, entkernt (bei getrocknetem Aprikosen nur 80 g Rohrzucker verwenden)

Für Füllung und Deko:
• 500 g Schlagsahne

So wird’s gemacht

  1. Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
  2. Für den Biskuitteig Eier und Wasser mit dem Handrührgerät mindestens 1 Minute auf höchster Stufe sehr schaumig mixen. Zucker mit Vanille mischen, zugeben und 2 weitere Minuten stark mixen.
  3. Bei niedrigster Stufe Mehl mit gemahlenen Walnüssen und Backpulver gemischt unter die Biskuitmasse heben. Dann den geriebenen Apfel, die klein geschnittenen Aprikosen und die gehackten Schokostückchen vorsichtig untermengen.
  4. Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und etwa 25 Minuten backen. Mit dem Stäbchentest prüfen und gleich nach dem Herausholen den Rand mit einem Messer lösen. Die Torte auf ein Kuchengitter stürzen, Backpapier entfernen und auskühlen lassen.
  5. Den Boden einmal quer schneiden. Mit einem scharfen Messer etwa 2 cm tief rundum schneiden. Dann Eisengarn, in die Ritze gelegt, über Kreuz durch die Torte ziehen, die Hälften trennen und die obere vorsichtig zur Seite legen.
  6. Die Sahne steif schlagen. Den unteren Boden mit etwa der Hälfte bedecken, dann den zweiten Boden auflegen. Den oberen Boden und Tortenrand mit Sahne bestreichen. Mit Aprikosenstückchen dekorieren.

Austauschtipp: Die Aprikose lassen sich auch gut durch heimische Stachelbeeren austauschen.

Wem das Rezept gefallen hat: Es stammt aus dem tollen Buch „Superfoods aus der Heimat“ von Claudia Lazar und Monika Cordes. Auf rund 160 Seiten führen die beiden Frauen durch die Welt der heimischen Superfoods, die im Vergleich zu ihren exotischen Verwandten meistens günstiger, weniger schadstoffbelastet und einfacher erhältlich sind. Auch der ökologische Fußabdruck der schon seit Jahrtausenden in unseren Breiten als wohltuende Nahrungsmittel bekannten Pflanzen fällt gegenüber den Exoten deutlich positiver aus. Alles, was man über die Superfoods aus der Heimat wissen muss – garniert mit über 60 Rezepten als direkte Anwendungsbeispiele – , liefert das Buch der beiden Autorinnen, die als eingespieltes Team schon mehrere Rezeptsammlungen zusammen veröffentlich haben.

Claudia Lazar und Monika Cordes:
Superfoods aus der Heimat.
Pfiffig genießen mit über 60 Rezepten
Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch 2016
gebunden, 159 S.
ISBN: 978-3-86826-142-4
14,99 €

Vielen Dank an die Autorinnen und den Königsfurt-Urania Verlag für dieses tolle Rezept!

Rezept & Bilder © Claudia Lazar und Monika Cordes, Königsfurt-Urania Verlag

Rezept: Schoko-Chai-Kuchen mit Birnen

Ein Kuchen, der schnell fertig ist, problemlos gelingt, vollwertig und sogar vegan ist. Das ist kein Wunschtraum, sondern mit Theresa Kellners Rezept für einen super saftigen Schoko-Chai-Kuchen mit Birnen im Handumdrehen umgesetzt. Unsere Bloggerfreundin von thewaitress.de hat uns schon viele köstliche Rezepte gezaubert, darunter auch gerne vollwertige, gesunde Leckereien. Heute – pünktlich zum Auftakt der Birnensaison – kommen Birne und Schokolade als altbekanntes Dream Team daher und sie beweisen einmal mehr, dass es nicht immer ungewöhnliche und neue Kombinationen braucht, um ein Lächeln auf das Gesicht von Schokofans zu zaubern.

Schoko-Chai-Kuchen mit Birnen

Für 1 Springform à 26 cm

Zutaten

• 300 g Dinkelmehl Type 630
• 1 Päckchen Backpulver
• 20 g Kakao zum Backen (schwach entölt)
• 100 g Zartbitterschokolade, z. B. VIVANI Feine Bitter 85 % Cacao
• 120 g Rohrzucker
• 160 g Apfelmark
• 250 ml Mandelmilch oder anderen Pflanzendrink
• 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
• 1 TL Chai-Gewürz (alternativ 1 TL Zimt und ½ TL gemahlene Vanille)
• 1 Zitrone
• 5 – 6 Birnen
• etwas Kokosöl zum Fetten der Kuchenform

So wird’s gemacht

1. Mehl, Backpulver und Kakao in einer Schüssel gut vermischen.

2. Die Tafel Schokolade in Stücke brechen und in einer Schüssel über dem Wasserbad bei leichter Hitze schmelzen lassen, dann zur Seite stellen und abkühlen lassen.

3. In einer weiteren Schüssel Zucker, Apfelmark, Mandelmilch, gemahlene Mandeln und das Chai-Gewürz gut verrühren. Die Mehl-Backpulver-Mischung darübersieben und mit der flüssigen Schokolade gut zu einem elastischen Teig vermengen. Die Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen.

4. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

5. Die Birnen schälen. Das Kerngehäuse entfernen und sie vierteln. Dann die Birnenspalten mit einem Messer der Länge nach fein einschneiden, sodass Rillen entstehen.

6. Die Zitrone auspressen und die Birnenspalten kurz in dem Saft wenden. Anschließend die Spalten dicht an dicht auf den Kuchenteig legen und vorsichtig bis auf den Boden der Kuchenform hinunterdrücken.

7. Den Kuchen im Ofen für 30-40 Minuten goldbraun backen, etwas abkühlen lassen und aus der Form lösen. Pur oder mit etwas Sahne oder Vanilleeis servieren.

Hier findet ihr weitere tolle Rezepte von Theresa:

Blaubeer-Crumble mit Weißer Knusper Schokolade
Browniekuchen mit Erdbeeren, Minze und Mascarpone
Schokoladige Hefeschnecken mit Vanillepudding
Gesunder Banoffee Pie im Glas
Kokoskuchen mit weißer Schokolade und Himbeeren
Schokoladen-Buchweizen-Waffeln
Feuriges Chili sin Carne mit dunkler Schokolade

© Bilder & Rezept: thewaitress.de, Theresa Kellner

Verrücktes aus der Schokowelt – Skurrile Schokoberufe

Verrücktes aus der Schokowelt – Teil 5

Heute wird es bei uns besonders seltsam. Wir haben uns gefragt: Wenn man kein Chocolatier, Konditor oder Süßwarentechnologe ist – gibt es eigentlich noch weitere schokoladige Betätigungsfelder, durch die man seiner Wertschätzung für die zartschmelzende Süßigkeit Ausdruck verleihen kann? Wir haben uns umgeschaut und festgestellt: Oh ja, da gibt es allerlei verrückte Schokoladen-Jobs abseits des Standards. Lasst euch inspirieren und werdet zukünftige Schokoladen-Doktoren, Schokokünstler oder vielleicht High-Tech-Chocolatiers….

Doktor der Schokolade in Bristol

Seine Leidenschaft Schokolade zum Beruf machen – Chocolatiers, Süßwarentechnologen und Konditoren können ein Lied davon singen. Doch im englischen Bristol wird derzeit eine ordentliche Schüppe draufgelegt, hier werden Doktoren der Schokolade ausgebildet! „Metagenomic Studies of the Microbiota of Fermented Cacao Beans – Application for the Chocolate Industry“ – so lautet der lange Titel des dreijährigen Studiengangs, der die Teilnehmer mal eben schlappe 14,296 Pfund Studiengebühren im Jahr kostet. Doch hier geht es nicht um den professionellen Genuss von Schokolade, knallharte Mikrobiologie steht auf dem Programm. DNA und Fermentationsprozesse verschiedener Kakaosorten werden erforscht und analysiert, um der Schokoladenindustrie wichtige Erkenntnisse zu liefern. Wer nicht mindestens ein Grundlagenstudium der Mikro- und Molekularbiologie vorweisen kann, ist raus. Ein sicherlich spannender Studiengang und Job – für einen erlauchten Kreis.

Schokoladentester

Wer also nie eine Schoko-Einstein werden wird, der sollte es vielleicht als professioneller Schokoladentester versuchen. Der US-Megakonzern Mondelez, der unter anderem die Marken Milka, Cadbury und Oreo verkauft, sorgte zu Beginn des Jahres mit seiner Stellenausschreibung für „Chocolate and Cocoa Beverage Tasters“ für mediales Aufsehen. Innerhalb der ersten 24 Stunden bewarben sich schon über 1.500 Personen für den Job mit angenehmen 7,5 Stunden Arbeitszeit wöchentlich. Die nötigen Qualifikationen waren recht schwammig formuliert, so sollte man z. B. in der Lage sein, Produkte zu erschmecken und diese ehrlich und objektiv zu bewerten. Das kann ich auch, dachten da wohl noch mehr, weshalb binnen kurzer Zeit schon 4.000 Bewerbungen vorlagen. Daher ging`s ab in ein dreitägiges, schokoladenhartes Assessment-Center mit jeweils zweieinhalbstündiger Gaumenfolter in Form von Schoki. Achtung, akutes Jobrisiko von Karies und Übergewicht drohen!

Schoko-Hotelier

Über Schokoladenhotels hört man immer öfter. Sie bieten ihren Gästen einen durchkonzeptionierten Aufenthalt im Schoko-Look. Von Schokoladen-Menüs, Schoko-Wellness, hoteleigenem Schokoshop bis hin zum schokoladig dekorierten Zimmer werden alle Naschträume wahr. Beispiele: Das Etruscan Chocohotel in Perugia. Hier begegnen einem allenthalben schokoladige Überraschungen, z. B. essbare Teppiche und Bilder in der Choco Sweet Suite. Die englische Schokoladenkette Hotel Chocolat hat ebenfalls ein Hotel. Das gleichnamige Luxus-Etablissement auf der Karibik-Insel Santa Lucia bietet schokoladige Südseeträume und Einblicke in den Ursprung des Kakaos auf der hauseigenen Plantage. Bilder aufhängen kann jeder, dachte sich auch das New Yorker Luxushotel Bryant Park in Manhattan und ließ kurzerhand in Kooperation mit dem belgischen Chocolatier Godiva den Künstler Larry Abel ans Werk. Er erschuf zwei Jahre in Folge eine komplett essbare Suite, vom Sofa bis zum Gemälde an der Wand. Verrückt!

Schokoladen-Aktionär

Als Börsenspekulant mit Schokoladenaktien fette Gewinne einfahren? Die eben genannte englische Kette Hotel Chocolat macht es nach ihrem Börsengang 2016 möglich. Bereits Jahre zuvor machte das Unternehmen Schlagzeilen, als es Schokoladenanleihen in Millionenhöhe herausgab. Die 7 % Zinsen bekamen die Gläubiger in Form von Pralinen und edlen Trüffeln ausbezahlt. Ob auf solche Dividenden auch die Aktionäre hoffen dürfen? Wohl eher nicht.

Schokokünstler

Die Schokolade als Medium der Kunst ist eigentlich der Ursprungsgedanke jedes Chocolatiers. Doch neben exklusiven Pralinenkreationen oder kleinen Schokofiguren tanzen echte Schokokünstler durch ein Mehr an Extravaganz aus der Reihe. Es gibt Schoko-Raumgestalter, wie den oben genannten Larry Abel. Oder Chocolatiers werden zu bildenden Künstlern und erschaffen großformatige Skulpturen und Gebilde, wie etwa der vielleicht beste Chocolatier Frankreichs Patrick Roger. Lebensgroße Skulpturen oder die 15 Meter lange Berliner Mauer aus 900 kg Kakao – alles ist möglich!
Und welcher Schokokunst-Student macht uns den nächsten Dieter Roth? Der Schweizer Künstler ist der Exot der Schokoladenkunst-Szene schlechthin und kann zukünftigen Avantgardisten ein echtes Vorbild sein. Neben vielen weiteren skurrilen Dingen, wie etwa Schimmelskulpturen, erschuf Roth auch mit Schokolade Kunstwerke und ließ Vergänglichkeit und andere Lebewesen mitgestalten. Der 1968er Klassiker „A portrait of the artist as Vogelfutterbüste“ ist eine unter Mitwirkung von Vögeln geschaffene Gartenskulptur. Der Grund: Eingearbeitetes Vogelfutter inspirierte die kleinen Gefiederten zum gestalterischen Picken. Aber auch viele weitere Schokoladeninstallationen und Werke erschuf der Künstler.

Anzeige auf dem Gangsterjobmarkt: Schokomafia

Wenn es mit Zigaretten und Drogen mal nicht klappt, warum nicht einfach mal Schokolade? So dachte sich vermutlich auch ein Mafiaclan aus der Nähe von Rom, der 2015 hochgenommen wurde. Neben Marihuana, Heroin und Pflanzen aus den Niederlanden hatte sich die Bande mit 250 Tonnen geraubter Schokolade der Marke Lindt ein neues Geschäftsfeld erarbeitet. Wert der 2014 in Italien gestohlenen und anschließend dort und in den Nachbarländern veräußerten, süßen Ware: mehr als 7 Millionen Euro. Dieser Berufsweg ist nun jedoch definitiv auf dem absteigenden Ast und kann aufgrund der akuten Gefahr von schwedischen Gardinen nicht empfohlen werden.

Chocolatier 2.0 – Schokoladendrucker und iPhone als Jobrevolution?

Die technische Entwicklung macht natürlich auch vor der Schokoladenbranche nicht halt. Doch welche Zusatzqualifikationen muss ein Chocolatier in Zukunft erwerben, welche Fortbildungen durchlaufen? Wird der Chocolatier 2.0 ein Technikprofi, der mit Palette und Pralinengabel nicht mehr viel anfangen kann? Wir haben euch schon über die seltsamen Schokoladendrucker berichtet. Das Unternehmen Choc Edge entwickelte den ersten seiner Art, mittlerweile gibt es diverse Hersteller. Die Schlaraffenland-Maschinen nehmen dem Chocolatier viel Arbeit ab. Sie kreieren filigrane Muster und Aufleger, erschaffen ganze Skulpturen, bannen Selfies in Schokolade und belohnen seit neustem sogar Sportler nach ihrer Leistung mit individuellen Schoko-Leckerlis. Eigentlich kann sich dann auch der Confiseur entspannt zurücklehnen, denn Lebensmitteldrucker erschaffen mittlerweile ganze Sahnetorten im Alleingang. Auch bei der Herstellung in der Schokoladenfabrik muss strenggenommen niemand mehr anwesend sein. Wie die amerikanische Schokolade TCHO vormacht, reicht dem Süßwarentechniker demnächst wohl das iPhone aus, um alle Produktionsprozesse bequem vom Sofa aus zu steuern und zu kontrollieren.
Wir hoffen, dass uns der „echte“ Chocolatier trotzdem noch lange erhalten und seine Hightech-Weiterentwicklung eine dystopische Zukunftsvison bleibt… 

Weitere lustige Seltsamkeiten aus dem Reich der Schokolade findet ihr hier:

Verrücktes aus der Schokowelt – Teil 4
Verrücktes aus der Schokowelt – Weltraum-Special
Verrücktes aus der Schokowelt – Teil 3
Verrücktes aus der Schokowelt – Teil 2
Verrücktes aus der Schokowelt – Teil 1

Bild 2: © Etruscan Chocotel Perugia