Kategorie-Archiv: Tipps & Tricks

Schokoladenbrunnen – Schlaraffenland für Zuhause

Warme Schokolade fließt in sprudelnden Kaskaden und man muss nur die Hand ausstrecken, um einen Keks hineinzutauchen… Diese Szene stammt nicht aus dem Schlaraffenland, sondern ist bereits in vielen Hotels, Restaurants aber auch Privathaushalten schokoladige Realität. Schokoladenbrunnen heißt die Wundermaschine, die seit knapp 30 Jahren die Gourmetwelt fasziniert. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Ausführungen, vom Luxusbrunnen bis hin zur Sparvariante. Was muss man beim Kauf beachten und wie funktioniert das Ganze eigentlich? Wir geben die besten Tipps zum großen Schokovergnügen.

Was ist ein Schokobrunnen und wie funktioniert er?

In Köln wurde 1989 der welterste Schokoladenbrunnen vorgestellt, der bis heute im Schokoladenmuseum der Stadt zu sehen und in Betrieb ist. Zwei Jahre später entwickelte eine kanadische Firma einen Schokobrunnen für den Gastronomiebereich, doch der große Erfolg des Gerätes blieb zunächst aus. Langsam entdeckten aber immer mehr Menschen ihre Faszination für die flüssige Schokolade, die allerlei Arten von Desserts verfeinert. So kann man seit 2004 Schokoladenbrunnen auch endlich für den Heimgebrauch kaufen. Übrigens: Der größte Schokobrunnen der Welt steht – wie sollte es anders sein! – in las Vegas.

Das Funktionsprinzip von Schokoladenbrunnen ist immer gleich und der Aufbau simpel wie genial zugleich. In der Mitte eines Beckens mit flüssiger, warmer Schokolade befindet sich in einem Zylinder eine Transportschnecke, die die Schokolade hochpumpt. An seitlichen Löchern tritt die Schokolade dann oben aus und läuft über mehrere Teller kaskadenartig ins Becken zurück, von wo aus der Kreislauf von neuem beginnt. Durch die Konsistenz der Schokolade ergeben sich regelrechte zylindrische Vorhänge, in die man Obst, Gebäck und Co. einfach eintauchen kann.

Handling und Kauf: Was ist zu beachten?

Schokobrunnen ist nicht gleich Schokobrunnen. Abhängig von den eigenen Bedürfnissen gibt es verschiedene Geräte zur Auswahl. Möchte man das flüssige Schokovergnügen nur einmal ausprobieren oder feiert man in kleiner Runde, kann ein günstiges Kleingerät ausreichend sein. Zu beachten ist, dass das verarbeitete Material hier in der Regel nicht so robust ist. Oft sind einige der Elemente aus Plastik, was die anschließende Reinigung zudem erschwert. Die Funktionen sind in aller Regel eher basal, weshalb auch kaum mit einer Schmelzfunktion zu rechnen ist. Das heißt: Man muss die Schokolade in jedem Fall über einem Wasserbad vorschmelzen und dann flüssig in das Gerät füllen, sonst funktioniert’s nicht. Veranstaltet man regelmäßig große Partys mit Buffets? Dann eignet sich eher ein höherpreisiges Modell aus geschmacksneutralem und rostfreiem Edelstahl. Es gibt verschiedene Größen mit unterschiedlicher Anzahl der Kaskaden. Häufig haben diese Geräte eine praktische Schmelzfunktion. Man gibt die feste Schokolade einfach hinein und schaltet nach dem Schmelzen die separate Motorfunktion hinzu, die den Brunnen in Betrieb setzt. Zur Reinigung können die Edelstahlteile nach dem Auseinanderbauen dann einfach in die Spülmaschine gestellt werden. Einige tolle Modelle für Schokobrunnen dieser Art findet ihr z. B. im Onlineshop von Expondo.

Für welches Modell auch immer man sich entscheidet – die folgenden Fragen sollte man sich stets vorher stellen: Wie häufig möchte ich den Schokobrunnen einsetzen? Wie viele Personen nehmen daran teil? Wie viel Fassungsvermögen muss der Brunnen mindestens haben? Wie groß ist die Lautstärkeentwicklung des Gerätes? Stört sie bei meinem Event oder fällt sie nicht weiter ins Gewicht?
In jedem Fall sollte man sich immer an die Angaben in der Geräteanleitung halten. Wichtig ist z. B. auch, die korrekte Füllmenge an Schokolade einzuhalten. Mit zu viel oder wenig Schokolade funktioniert der Brunnen nämlich nicht wie gewünscht. Schließlich muss die Schokolade auch auf die richtige Temperatur gebracht werden. Zu heiße Schokolade erhöht die Verbrennungsgefahr, vor allem auch für Kinder, und verändert die Schokolade ungewollt, da sich die enthaltene Kakaobutter abzusetzen beginnt. Zu kalte Schokolade stockt im Gerät und behindert den Fluss.

Die Zutaten und das Geschmackserlebnis

Ob Premiummodell oder Günstigvariante – den Geschmack der flüssigen Schokolade beeinflusst die Schokolade allein. Der Brunnen bringt sie nur in die flüssig-fließende Form und bietet sie den Gästen auf einer Temperatur von etwa 28 – 30 °C an. Die unter Körpertemperatur liegende Wärme der Schokolade verwundert im ersten Moment ein wenig, erwartet man doch unter Umständen wärmere bis heiße Schokolade. Aber dies liegt gar nicht im Sinn des Schokobrunnens.

Je nach Geschmack lassen sich etliche Variationen des Schokovergnügens vorstellen. Alles beginnt bei der Wahl der richtigen Schokolade. Ob Bitter, Vollmilch oder Weiß – auf den richtigen Anteil an Kakaobutter kommt es an. Dieser sollte höher sein als bei normalen Schokoladen, damit die warme Masse gut fließt. Optimal geeignet sind daher hochwertige Kuvertüren, da sie von Natur aus einen höheren Kakaobutteranteil haben. Am höchsten ist der Kakaobutterenteil in dunkler Kuvertüre. So enthält unsere VIVANI Feine Bitter Kuvertüre einen Kakaobuttergesamtanteil von etwa 35 – 40 %. Anderen Kuvertüresorten oder Schokoladen muss in der Regel noch zusätzlich pflanzliches Fett zugesetzt werden. Am Besten eignet sich natürlich Kakaobutter. Diese dazu separat erwärmen und einfach in den Schokoladenbrunnen dazugeben.

Wer es abwechslungsreich mag, der kann noch weitere Zutaten, wie zum Beispiel alkoholische Getränke, Säfte, Sahne oder Gewürze, zur Schokolade geben. Beim Eintauchen sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Es eignen sich alle möglichen Desserts und Gebäcksorten, etwa Kekse, Waffeln, Kuchen, Eis,… Ein Klassiker sind natürlich auch Obst und Fruchtspieße. Wichtig dabei ist, dass das Obst nach dem Waschen gut trockengetupft wird. Wer mag, kann die eingetauchte Süßspeise anschließend noch mit Streuseln, Raspeln etc. dekorieren. Auch herzhafte Snacks lassen sich hervorragend schokolieren. Toll sind beispielsweise Knabbergebäck wie Salzstangen oder -brezel.

Bild: © istock, MelanieMaya

DIY-Tipp – Geschenkpapier selber machen

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Das Weihnachtsfest naht heran. Die meisten Geschenke sind schon gekauft oder werden last Minute schnell noch besorgt. Aber was ist mit einer schönen Verpackung? Das normale Geschenkpapier von der Rolle ist  altbekannt – und leider ein Massenprodukt. Wie wäre es, sich einmal selbst in der Herstellung individuellen Geschenkpapiers zu versuchen, das unterm Weihnachtsbaum garantiert für erstaunte Hingucker sorgt? Lisa Reck vom Blog itsprettynice.com, der sich um Design, DIY und Inneneinrichtung dreht, hat uns freundlicherweise ein paar ihrer super einfachen Tipps verraten, mit denen ohne großes Bastelgenie aus simplen Druckerpapier-Blättern kleine Geschenkpapier-Kunstwerke werden. Lieben Dank!

Stempeldruck mit Luftpolsterfolie

Jeder kennt das Verpackungsmaterial Luftpolsterfolie. Doch der Kinderliebling Knallfolie ist neben Verpackungszwecken auch für viele DIY-Projekte geeignet. So kann man tatsächlich auch Geschenkpapier mit ihr individuell bedrucken. Dafür wird eine leere Küchenpapierrolle kurzerhand zur Druckerwalze, indem sie mit einem passenden Stück Luftpolsterfolie beklebt wird. Dann wird die Folie mit Acrylfarbe nach Wahl, z. B. in weihnachtlichem Gold, bepinselt. Die Rolle über das zu bedruckende Papier rollen und anschließend gut trocknen lassen.

Masking Tape verschönert weißes Papier

Für den zweiten Geschenkpapier-Herstellungstipp braucht man neben dem zu bedruckenden Papier, z. B. simples, weißes Druckerpapier, nur ein weiteres Hilfsmittel: Masking Tape. Dieses bunte Klebeband, das ursprünglich aus Japan kommt und aus Reispapier hergestellt wird, ist aus der DIY-Szene nicht mehr wegzudenken und ist ständig in neuen Mustern und Farben erhältlich.
Für das Geschenkpapier mit einer Schere grade Stücke Masking Tape in unterschiedlichen Längen schneiden und das Papier damit unregelmäßig bekleben. Wenig Arbeit, großer Effekt!

Farbe und Pinsel setzen Akzente

Geschenkpapier lässt sich auch ganz einfach mit Farbe und Pinsel selber machen. Dazu das gewünschte Papier einfach mit bunten oder einfarbigen Pinselstrichen verzieren. Ob kräftige oder feine Striche – je nach Wunsch lässt sich alles umsetzen. Und Wasserfarbe gehört vermutlich bei fast jedermann zur Haushalts-Grundausstattung. Eine Idee, die sich auch toll zusammen mit Kindern umsetzen lässt, wenn das Wetter schlecht ist oder das Warten aufs Christkind zur Geduldsprobe wird.

Handschriftliche Dekoration mit Edding

Basteln muss nicht immer schwierig sein – das zeigt auch unser nächster Tipp. Man nehme einen Edding in gewünschter Farbe, z. B. schwarz oder gold, und beschrifte damit ein weißes oder andersfarbiges, simples Blatt Druckerpapier. Es können Weihnachtssprüche à la „Merry Christmas“ oder „ho ho ho“ sein, aber auch weihnachtliche Gedichte, der Name des Beschenkten und vieles mehr.

Speedtipp: Geschenkpapier ausdrucken

Wenn keine Zeit zum Basteln mehr bleibt, man aber trotzdem kein Geschenkpapier „von der Stange“ kaufen möchte, gibt es im Internet viele Druckvorlagen für Geschenkpapier. Mit wenigen Mausklicks hält man dann ein Papier in der Hand, das zwar nicht so individuell  wie selbstgemacht ist, aber dennoch nicht aus der Massenproduktion stammt. Im Blog von Lisa Reck itsprettynice.com findet ihr z. B. eine Vorlage für herbstliches Geschenkpapier.
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Ideen & Bilder © Lisa Reck, itsprettynice.com

Ratgeber Backen: Torten verzieren leicht gemacht

Ob für anstehende Feste und Feiern, Jubiläen oder gemütliche Nachmittage in der Familie – eine selbstgemachte Torte sorgt immer für ein strahlendes Lächeln und gezückte Kuchengabeln. Besonders hübsch wird der Schmaus mit Verzierungen, z.B. aus Schokolade. Wer sich bis jetzt noch nicht an Tortendekoration gewagt hat, der sollte sich schon mal bereitmachen. Wir stellen die schönsten und einfachsten Verzierungsmöglichkeiten Schritt für Schritt vor, damit auch für Neulinge nichts schiefgehen kann.Schokotorte-verzieren

Keine Angst vor Tülle und Wasserbad

Torten kann man ganz vielfältig dekorieren, z.B. mit Marzipan, Fondant oder Sahne, aber nichts geht doch über leckere Schokoglasuren oder filigrane Schokomuster. Und die sind auch noch kinderleicht zuzubereiten! Also keine Angst vor Tülle, Wasserbad, Ganache und Kerntemperaturfühler. Torten-Verzierung ist kein großer Zauber. Man braucht lediglich etwas Übung und Geduld, damit das Ergebnis so aussieht, wie gewünscht.

Und falls etwas schiefgeht: mit einem deinetorte.de Gutschein kann man sich schnell noch eine individuelle Torte schicken lassen. Nur nicht verzagen. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Das nötige Equipment zusammenstellen

Viel braucht es nicht. Abgesehen von einem Kerntemperaturmesser sind für gewöhnlich alle benötigten Gegenstände im Haushalt vorhanden. Gerade zum Schmelzen von Kuvertüre ist dieses spezielle Thermometer wirklich hilfreich. Eine Anschaffung ist also durchaus lohnenswert. Ansonsten sollten für die verschiedenen Varianten der Verzierung Küchengegenstände wie Nudelholz, Edelstahlschüssel, scharfes Messer, Rührlöffel und Backpapier bereitliegen.

Kuvertüre schmelzen: so geht’s

Die grob zerkleinerte Kuvertüre wird in die Edelstahlschüssel gegeben und in einen Topf gesetzt, der (je nach Größe) bis zu 5 cm hoch mit Wasser gefüllt ist. Anschließend auf dem Herd erwärmen.

Wichtig: Die Kuvertüre darf niemals mit dem Wasser in Berührung kommen! Ebenso sollte die Edelstahlschüssel nicht im Wasser „liegen“, sondern durch den Wasserdampf erhitzt werden.

Für ein glänzendes Ergebnis muss die Kuvertüre zweimal erwärmt werden. Das erste Mal auf ca. 42°C, danach folgt eine Abkühlung auf 27-28°C und die zweite Erwärmung im Wasserbad auf 30-33°C. In diesem Temperaturbereich kann die flüssige Kuvertüre optimal verarbeitet werden, z.B. mit einem Spritzbeutel.Kuvertuere

Einen Spritzbeutel selber basteln

Spritzbeutel zu kaufen ist gar nicht nötig, denn sie selber herzustellen ist so einfach! Dafür ein quadratisches Stück Backpapier diagonal halbieren, sodass ein Dreieck entsteht. Eine Ecke auf die Spitze legen und so zu einer Tüte eindrehen. Anschließend die obere Spitze nach innen umklappen, damit sich der Spritzbeutel nicht wieder entrollt. Kuvertüre einfüllen und zum Schluss nur noch die untere Spitze abschneiden.

Vorsicht: nicht zu viel abschneiden! Je kleiner das Loch, desto feinere, filigranere Muster können gestaltet werden.

Schokoglasur: eine Ganache zubereiten und auftragen

Unter einer Ganache versteht man eine Rahm-Kuvertüre-Creme, deren Zubereitung sich im Prinzip wenig unterscheidet von der einer flüssigen Kuvertüre. Die Creme besteht aus gleichen Teilen beider Zutaten, wobei zuerst die Sahne im Wasserbad erhitzt wird. Schäumt sie auf, wird die dunkle Kuvertüre hinzugefügt und gerührt, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Diese dann mithilfe einer Kelle gleichmäßig über die Torte verteilen und Überreste in einer unter dem Kuchenrost platzierten Schüssel auffangen.

Muster und Dekoration aus Schokolade herstellen

Mit flüssiger Kuvertüre und einem selbstgemachten Spritzbeutel können allerlei hübsche Verzierungen gestaltet werden, z.B. Schokogitter oder auch Schriftzüge. Damit im Ernstfall nichts schiefgeht, lohnt es sich, einige Probeversuche zu machen. Dazu Backpapier auf einer flachen Unterlage ausbreiten, ggf. die gewünschte Form mit Bleistift vorzeichnen und anschließend mithilfe des Spritzbeutels „aufs Papier bringen“. Nach einigen Minuten ist die Schokolade erkaltet und kann einfach abgelöst und nach Wunsch auf der Torte platziert werden.

Tipp: Wem Schokogitter leichtfallen, kann eine gebogene Version herstellen. Dafür Backblech um ein Nudelholz wickeln und das Schokogitter auf die Wölbung bis etwa zur Hälfte beider Seiten auftragen. Wenige Minuten später kann das Gitter ganz einfach abgelöst werden.

Auch mithilfe von Schokosplittern und Schokoraspeln lässt sich die Oberfläche einer Torte elegant verzieren. Einfach die Schokolade oder Kuvertüre mit einer haushaltsüblichen Reibe in der gewünschten Form (grob oder fein) raspeln. Und voila, hat man ein wunderbar schokoladiges Dekor. Wer sich die Arbeit sparen möchte, greift einfach auf bereits fertig geraspelte Schokolade, wie die „Hot Chocolate“ von VIVANI, zurück.

Ebenfalls hübsch verzieren lässt es sich mit Kakaopulver. Falls kein entöltes Pulver zur Hand ist und man es generell süß mag, geht auch zuckerhaltiges Instant-Kakaopulver. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Entweder man bestäubt gleich die ganze Oberfläche oder man fertigt Schablonen (Sterne, Ornamente, etc.) aus stärkerem Papier oder Pappe an, legt diese vorsichtig auf die Tortenoberfläche und bestreut das Drumherum mit dem Kakaopulver. Wichtig: Die Schablonen vorsichtig entfernen, damit sich nichts vermischt.

Unendliche Möglichkeiten für Tortenliebhaber und Naschkatzen

Die vorgestellten Tipps geben natürlich nur einen ganz kleinen Einblick in die unendlichen Möglichkeiten der Tortenverzierung. Mit diesen Basics lassen sich alle möglichen kreativen Schokomuster erstellen. Besonders schön kann auch ein Mix aus zwei verschiedenen Sorten (z.B. Zartbitter und weißer Schokolade) sein. Außerdem lassen sich aus einer Kuvertüre-Honig-Mischung, die eine ähnliche Konsistenz wie Knete hat, wunderbare Figürchen formen. Also: ran an die Kochlöffel, Kuvertüre schmelzen und der Kreativität freien Lauf lassen!

Bild1: @istock, LakuHarilela

Lebensmittelmotten in Schokolade – was kann man tun?

Lebensmittelmotten im Vorratsschrank – ein Alptraum für jeden, der einen Haushalt führt. Aber nicht nur Müsli, Getreide und Co stehen auf dem Speisezettel der kleinen, hartnäckigen Schädlinge, auch Schokolade und Kakao lieben die Tierchen fast so sehr wie wir Menschen. Was sind eigentlich Lebensmittelmotten, wie kann man ihnen vorbeugen und was kann man tun, wenn sie bereits ins traute Heim eingefallen sind? Der VIVANI Schoko-Blog liefert die wichtigsten Antworten.

Lebensmittelmotten und ihre Vorlieben

Lebensmittelmotten stammen wie auch alle sogenannten Echten Motten aus der Familie der Schmetterlinge. Das hört sich im ersten Moment vielleicht schön an, die Insekten sind aber alles andere als harmlose Flattermänner. Im Gegensatz zu den ebenfalls lästigen Kleidermotten verspüren Lebensmittelmotten zwar keinen Hunger auf unsere Textilien, haben es aber auf nahezu alle Lebensmittel in unseren Küchen abgesehen. Dabei gibt es je nach Art unterschiedliche Vorlieben. Auf die heißgeliebte Schokolade hat es vor allem die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) abgesehen. Der Vorratsschädling bringt es auf eine Größe von 11-14 mm, ist silbrig-grau gefärbt und legt bis zu 500 (!) Eier in Mehl, Getreideprodukte wie etwa Müslis, Backwaren, Hülsenfrüchte, Mandeln, Nüsse und eben leider auch Schokolade ab. Neben Mehlmotten sind Mehlzünsler (Pyralis farinalis) und Dörrobstmotten (Plodia interpunctella) die häufigsten Vertreter der sogenannten Lebensmittelmotten, die allesamt aus der Schmetterlingsfamilie der Zünsler stammen.iStock_StephanZabel_000011149239_Large_web

Lebensmittelmotten werden zumeist unbemerkt in den eigenen Haushalt eingeschleppt und halten sich oft in Produkten mit defekten Verpackungen auf. Sie sind berühmt für ihre Versteckkunst, die sie selbst dünne Verpackungen durchbeißen und Schraubgewinde von z. B. Gläsern überwinden lässt. Sie verbreiten sich blitzschnell im gesamten Küchen- und Vorratsbereich, da die Raupen bis zu 400 m weit kriechen können. Überhaupt sind Kriechen und Springen die bevorzugten Bewegungsweisen der Lebensmittelmotten, da sie nur sehr kurze Strecken fliegen können. Daher Entwarnung für alle, die nicht zu den Putzteufeln zählen: Ein Lebensmittelmottenbefall entsteht nicht durch zu wenig Putzen.

Wie bei den Schmetterlingen üblich verläuft auch die Entwicklung der Zünsler vom Ei über die Larve zur Puppe bis hin zum Falter. Die Eier werden in die entsprechenden Lebensmittel gelegt, von denen sich dann die Larven ernähren. Durch die Verpuppung entstehen deutlich sichtbare Gespinste, die die Lebensmittel verkleben und ein deutliches Anzeichen für einen Befall mit Lebensmittelmotten sind. Die erwachsenen Falter leben maximal zwei Wochen und legen erneut ihre Eier in Lebensmitteln ab – ein Teufelskreis!

Wie man Lebensmittelmotten aus der eigenen Küche fernhält

Natürlich ist ein gewisses Maß an Hygiene wichtig, um Schädlinge aus dem Haushalt fern zu halten. Aber wie bereits erwähnt, kann man sich durch Putzen Lebensmittelmotten nicht sicher vom Leib halten. Jedoch gibt es einige Tipps, die den kleinen Vorratsschädlingen vorbeugen können. Man sollte beim Einkauf stets auf intakte Verpackungen achten und beschädigte oder befallene Waren stets reklamieren, um eine Ausbreitung der Zünsler zu vermeiden. Zuhause angekommen, sollten die Vorräte, die stets nur knapp bemessen werden sollten, in luftdichte Behälter umgefüllt und kühl und trocken gelagert werden. Es sollte regelmäßig gelüftet werden, vor den Fenstern empfehlen sich Fliegengitter und man sollte den Motten keine unfreiwilligen Verstecke bauen, wie z. B. durch die Verwendung von Schrankpapier o. ä. Vorratsschränke sollte man regelmäßig von Krümeln usw. befreien, aber nicht feucht durchwischen, weil ein feuchtes Klima das Gedeihen von Lebensmittelmotten unterstützt. Schließlich können die Schränke mit ätherischen Ölen „beduftet“ werden, welche die Tiere abhalten. Es eignen sich Pfefferminze, Lavendel, Patchuli, Nelken, Thuja, Zedernholz oder Duftmischungen aus dem Handel.

Hilfe, ein Befall von Lebensmittelmotten! Was tun?

Um den Teufelskreis der stetig neuen Vermehrung der Lebensmittelmotten zu durchbrechen, müssen einige Dinge beachtet und Maßnahmen durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte dabei auf den Einsatz von gesundheitsschädigenden Pestiziden zugunsten von nachhaltigen Methoden verzichtet werden!

Nach Kontrolle aller (!) Lebensmittel und Einschätzung der Situation müssen alle befallen Lebensmittel sofort entsorgt werden. Werden sie dennoch konsumiert, drohen den Essern durch den Verzehr von Gespinsten und Mottenkot Magen-Darm-Erkrankungen bis hin zu Hautproblemen und allergischen Reaktionen. Am besten werden die verdorbenen Lebensmittel vor der Entsorgung für mehrere Tage eingefroren oder im Backofen für ca. 2 Stunden bei maximal 80 ºC erhitzt. Das tötet alle Schädlinge ab und verhindert ihre weitere Verbreitung.
Alle Schränke müssen sorgfältig gereinigt, ausgesaugt und mit Essigwasser ausgewaschen werden, am Besten mehrmals im Abstand von zwei Wochen wiederholen. Dabei Staubsaugerbeutel vorsichtshalber entsorgen. Ritzen und schlecht erreichbare Stellen mit einer Nadel auskratzen und / oder mit einem Fön behandeln, da die Hitze die Lebensmittelmotten in ihren verschiedenen Stadien schädigt oder tötet. Neu gekaufte Lebensmittel müssen nun stets in gut verschließbaren Behältern gelagert werden, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern.

Man kann Lebensmittelmotten auch mit Nützlingen wirksam bekämpfen. Schlupfwespen (Trichogramma evanescens), die natürlichen Feinde der Lebensmittelmotten, sind nur 0,4 mm große Insekten, die ihre Eier in die Lebensmittelmotteneier ablegen und sie dadurch zerstören. Sie sind auf Kärtchen im Handel erhältlich und auch übers Netz bestellbar. Über einen Behandlungszeitraum von 10 Wochen werden von Onlineanbietern mehrmals Schlupfwespen geliefert, die für die Hausbewohner nahezu unsichtbar ihre Arbeit verrichten. Ist der Befall gestoppt, verschwinden sie von selbst. Einziges Manko: Die Schlupfwespenbehandlung ist mit einem Preis ab 25 € aufwärts recht teuer und lohnt daher erst bei hartnäckigem Befall.

Um zu kontrollieren, ob der Befall mit Lebensmittelmotten überstanden ist, gibt es im Handel Pheromonfallen. Sie enthalten einen Sexuallockstoff, der die Schädlingsmännchen anlockt, die in der Falle kleben bleiben. Werden keine Insekten mehr gefangen, kann von einer überstandenen Plage ausgegangen werden.

Foto: istock © Stephan Zabel

 

DIY – Stylischen Adventsschmuck selbermachen

Werden die Tage wieder kürzer, macht man es sich zuhause ganz besonders gemütlich. Die Märkte sind voll von Kreativitäten, allerorts finden sich liebevolle bis kitschige Deko-Accessoires. Portrait_LisaDoch muss man hierfür immer viel Geld ausgeben? „Keinesfalls“ weiß unsere Deko-Expertin Lisa Nieschlag und gibt im VIVANI Blog ein paar spannende DIY-Tipps für die Adventszeit, die jedermann in kürzester Zeit und mit wenig Aufwand umsetzen kann. Weitere Deko-Tipps zum Selbermachen finden sich in Lisas kürzlich im Hölker-Verlag erschienenen Buch „Advent, Advent“, das wir allen Bastelfreunden und Hobbykonditoren wärmstens ans Herz legen möchten.
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Papierkugeln

Aus Fotokarton drei etwa 20 cm lange und 5 mm breite Streifen schneiden und jeweils an den Enden zusammenkleben.
Die drei nun entstandenen Ringe wie abgebildet ineinanderstecken und an einem der Knotenpunkte zusammenkleben.

Ausstechornamente

Weiße Modelliermasse etwa 3 mm dick ausrollen. Mit Keksausstechern beliebige Formen ausstechen. Trocknen lassen. Die ausgestochenen Elemente mit Sprühfarbe lackieren, nach Wunsch vorher mit Tape abkleben. Farbe trocknen lassen, dann mit glänzendem Klarlack fixieren.

Kupferstern

Einen etwa 3 mm dicken Kupferstab mit einer Zange in Sternform biegen.

Duokugeln

Alte Christbaumkugeln mit schwarzer Sprühfarbe lackieren, trocknen lassen. Die untere Hälfte mit Tape und Zeitungspapier abkleben und mit Sprühfarbe in Kupfer lackieren.AnhaengerAdventAdvent2