Kategorie-Archiv: VIVANI News

VIVANI schiebt die Riegel vor – drei neue Sorten ab März

Am vergangenen Samstag ist in Nürnberg die BioFach 2016 zu Ende gegangen, die internationale Leitmesse für den Bio-Fachhandel. Natürlich war VIVANI auch wieder mit von der Partie und stellte dem Fachhandels-Publikum exklusiv drei neue Schokoriegel-Sorten vor, die ab März in allen gut sortierten Bio- und Naturkostläden erhältlich sein werden. Crispy Corn Flakes, Erdbeer Waffel Crunch und Milch Crème heißen die drei Neulinge, von denen sogar zwei vegan sind und eine Sorte ein soziales Projekt unterstützt! Somit wächst das Riegelsortiment von VIVANI auf stattliche neun Sorten an! Einziger Wermutstropfen: Wir müssen uns vom Hasen Felix verabschieden!
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Chocolate to go & vegan – VIVANI geht mit der Zeit

Längst schon vorbei sind die Zeiten, in denen Schokolade vorwiegend in Tafelform daher kam. In der Epoche des Coffee to go erfreuen sich handliche Schokosnacks wie Riegel wieder einer wachsenden Beliebtheit. Und damit nicht genug – ein Schokoriegel kann durchaus ein schmuckes Accessoire sein, das den Genießer zum Bekenner eines bestimmten Geschmacks oder einer bestimmten Lebensweise macht. So werden Themen wie Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Fairness, Bio oder Vegan mittlerweile ganz selbstverständlich über solche Produkte kommuniziert. Wichtiges Aushängeschild dabei ist stets das Design, das unbewusst Aufschluss über die Wertigkeit des Produktes gibt.

Diese neuen Entwicklungen im Hinterkopf hat sich VIVANI für seine neuen Produkte des Jahres 2016 das Thema Schokoriegel auf die Fahne geschrieben. So hat VIVANI in den letzten Jahren sein Riegelsortiment bereits sukzessive umgestaltet und ihm ein neues, einheitliches und edles Design verliehen. Auch das Thema Vegan wurde im Zuge des Relaunches stärker mit ins Boot genommen, da die Nachfrage im Bereich der tierfreien Ernährung immer noch einen ungebrochenen Rekordanstieg verzeichnet. Zu den bereits erhältlichen sechs VIVANI-Schokoladenriegeln gesellen sich nun ab März drei neue Varianten, sodass der Käufer demnächst aus neun verschiedenen Sorten wählen kann.

Das sind unsere drei Neuen

VIVANI Milch Crème, VIVANI Erdbeer Waffel Crunch und VIVANI Crispy Corn Flakes – so lauten die Namen unserer drei Neuen. Die Sorte Milch Crème geht zurück zur Basis und ist ein purer Vollmilch-Schokoriegel mit cremiger Milch-Füllung. Ein Klassiker, der vor allem auch bei den Kleinen beliebt ist. Die anderen beiden Riegel sind für die vegane Ernährung geeignet und ergänzen VIVANIs  „Rice Choc“-Serie, in der als Ersatzstoff für Milchpulver Reisdrink-Pulver (oft auch als „Reismilch“ bezeichnet) verwendet wird. Beißt man in den VIVANI Erdbeer Waffel Crunch, wird es fruchtig. Die zweite vegane weiße Schokolade aus dem VIVANI-Sortiment ist regelrecht rosa vor lauter Erdbeere! Zusammen mit leckeren Waffelstückchen kommt schnell die Erinnerung an einen weiteren Klassiker aus Kindertagen auf – Spaghettieis!
Last but überhaupt nicht least bietet der VIVANI Crispy Corn Flakes einen veganen „Vollmilchriegel“ ohne Tieranteil, verfeinert mit knusprigen Cornflakes. Neben unserer VIVANI Kids For Kids-Schokolade ist der Crispy Corn Flakes darüber hinaus das zweite VIVANI-Produkt, das ein konkretes, soziales Projekt unterstützt. Fünf Cent je verkauftem Riegel werden an die Ecole Amitié („Schule der Freundschaft“) in Haiti gespendet. Hierbei handelt es sich um ein leidenschaftliches Kinderhilfsprojekt, das haitianischen Straßenkindern seit über 20 Jahren (!) Bildung und soziale Zugehörigkeit ermöglichtVIVANI-Riegelsortiment_Neu_2016_web

Diese Riegel gehören bereits zum VIVANI-Sortiment:

VIVANI Black Cherry (vegan)
VIVANI Dark Nougat Croccante (vegan)
VIVANI White Nougat Crisp (vegan, Rice Choc)
VIVANI Mandel Orange (vegan, Rice Choc)
VIVANI Creamy Caramel
VIVANI Espresso Biscotti

Bye-bye Felix

Neuerungen bringen auch häufig Abschiede mit sich. So ist der beliebte Hase Felix des Coppenrath Verlags, der viele Jahre die Schoko-Riegel der Felix-Reihe zierte, langsam in die Jahre gekommen und hat sich nun endgültig in die Hasen-Rente verabschiedet. Doch – wie heißt es so schön in dem alten Lied – niemals geht man so ganz. Denn: Zumindest der Geschmack der beliebtesten Felix-Sorte „Milly“ lebt weiter – künftig dann unter dem Namen Milch Crème.

Die VIVANI Kakao-Königin kommt in den Biohandel

Aufgrund des Erfolgs unserer VIVANI „Feine Bitter 92%“ nun die logische Konsequenz: Mit der neuen Feinschmecker-Sorte „Feine Bitter 99%“ begeben wir uns endgültig auf die dunkle Seite der Schokolade. Mehr Kakao geht nicht, mehr Ursprünglichkeit ebenfalls nicht. Die Sorte ist wirklich nichts für unerfahrene Gaumen, dennoch aber sehr mild und toll schmelzend. Wer dunkle Schokolade liebt, darf sich gerne überraschen lassen. Einfach einmal im nächsten Bio-Laden ausprobieren.
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Hierdurch besticht die „Feine Bitter 99%“:

besonders reich an wertvollen Antioxidantien
extrem geringer Zuckeranteil

feinster Schmelz, trotz hohem Kakaogehalt

Dunkle Schokolade ist Liebhaber-Schokolade

Dem Genuss von extrem kakaohaltigen Schokoladen unterstellt man gemeinhin, eine staubtrockene Angelegenheit zu sein. Für den Hersteller ist es, gerade bei dieser besonderen Form von dunkler Schokolade, eine große Herausforderung, einen optimalen Schmelz zu erzeugen. Oftmals muten pure Kakaoschokoladen grob und bröselig an und erzeugen ein säuerliches Mundgefühl. Letzteres lässt sich über die Auswahl der Kakao-Sorte allerdings maßgeblich beeinflussen. Bei unserem dunklen Neuling „Feine Bitter 99%“ verwenden wir daher einen besonders milden Bio-Kakao aus Panama. Trotz des hohen Gehalts bleibt hierdurch ein ausgewogenes Aroma erhalten, wodurch sich die fruchtigen Kakao-Noten ideal entfalten können. Verfeinert wird die Sorte durch einen Hauch von Kokosblütenzucker.

Hochprozentige Kakao-Schokoladen – mit überschaubarer Zutatenliste – erfreuen sich in Fachkreisen einer ganz besonderen Beliebtheit. Kenner schätzen hierbei vor allem den ursprünglichen Geschmack des Kakaos, der – wie bei anderen Genussmitteln, wie Kaffee, Tabak und Whisky – je nach Herkunftsland und Anbaumethode seine ureigenen Vorzüge mit sich bringt.

Ab sofort bestellbar im VIVANI Onlineshop.

Geheimnisvolles Kakao-Land Panama

Central America 111_webPanama, der schmale Staat mit der charakteristischen Landkarten-Zeichnung, wirkt wie eine zerbrechliche Brücke zwischen Mittel- und Südamerika. Im Vergleich zu seinen großen Brüdern Ecuador und Peru gilt er eher als Kakao-Provinz denn Kakao-Nation. Vielleicht zu unrecht. Die Kleinbauern-Kooperative COCABO im Westen des Landes ist mit rund 1.500 Mitgliedern die erste und größte Kooperative Panamas. Aber auch andernorts hat man sich dem Kakao-Anbau verschrieben, zum Beispiel in der Inselregion Bocas del Toro. Die dort ansässigen, zumeist indigenen Bauern kultivieren in erster Linie hochwertigen Bio-Kakao. Für die rund 700 Bauernfamilien hat der nachhaltige, sorgsame Umgang mit der Natur kulturelle Tradition und spiegelt sich in den Anbau- und Erntemethoden wieder. Das Markenzeichen des Insel-Kakaos ist seine charakteristische Milde, welche den Kakao besonders für die Spezialitätenserie von VIVANI interessant macht. Das Zusammenspiel des fruchtigen Kakaos mit der zarten Süße des Kokosblütennektars macht die Panama-Serie zu echten Liebhaber-Schokoladen mit raffinierter Eigennote.

Es war einmal… VIVANI Joghurt Lemon Schokolade

VIVANI_Joghurt_Lemon_3DLang, lang ist’s her… aber wir hatten tatsächlich mal eine Joghurt-Schokolade im VIVANI-Programm. Zwischen 2004 und 2010 erfreute die „Joghurt Lemon Schokolade“ all diejenigen Schokofans, die es säuerlich-frisch lieben. Außen Vollmilch, innen zarte Joghurt-Crème, verfeinert mit einem Schuss ätherischem Zitronenöl – im Grunde eine waschechte Sommerschokolade. Geschmacklich einzuordnen, wie cremiges, fruchtig-saures Zitronensorbet im süßen Schokomantel.

Ok, rückblickend betrachtet sind wir schon froh, uns 2010 vom alten Layout verabschiedet zu haben. Ein farblicher Augenschmaus war die Sorte wirklich nicht. Geschmeckt hat sie trotzdem. Im Zuge des Relaunchs haben wir uns dann aber letztendlich nicht nur von der alten Verpackung, sondern auch von der Sorte an sich getrennt, um Platz für neue Schokoladen zu schaffen. Und mit der „Dunklen Nougat“ und der „Caramel Crème“ folgte schließlich mehr als nur ebenbürtiger Ersatz.

Neue Kokosblütenzucker-Schokoladen in Panama-Serie

Freunde der VIVANI Tafelschokoladen-Sorten „Dunkle Vollmilch 50 % Cacao“ und „Feine Bitter 92 % Cacao“ aufgepasst: Ab sofort sind zwei weitere Sorten aus der sogenannten VIVANI Herkunftsschokoladen-Serie im gut sortierten Bio-Handel erhältlich, die ebenfalls mit den beiden besonders edlen Rohstoffen Panama-Kakao und Kokosblütenzucker hergestellt werden. Die Newcomer heißen „Zarte Vollmilch 37 % Cacao“ und „Feine Bitter 75 % Cacao“ und versprechen, wie bereits ihre Vorgänger, ein Geschmackserlebnis der feinen Nuancen. Probieren lohnt sich!

Zarte Vollmilch_37Kakao aus Panama – eine Rarität

Das Land Panama ist nicht gerade als Kakaonation bekannt. Als Brücke zwischen Mittel- und Südamerika steht der kleine Staat in puncto Kakaoproduktion eher im Schatten seiner großen Brüder Ecuador und Peru. Doch dieser Status ist ein Vorurteil, denn es kommen exquisite Kakaos aus den verschiedenen Regionen Panamas. So floriert der Anbau im Westen des Landes durch die große Kleinbauern-Kooperative COCABO, aber auch die Inselregion Bocas del Toro ist für hochwertigen Kakao bekannt. Der Kakao der Inselregion ist in erster Linie Bio-Kakao und wird von den etwa 700 dort ansässigen, größtenteils indigenen Familien noch nach traditionellen, nachhaltigen Anbau- und Erntemethoden produziert, die kulturell tief verwurzelt sind. Weil der Inselkakao aus Panama neben seiner hervorragenden Qualität typischerweise eine spezielle mild-fruchtige Note aufweist, ist er sehr gut geeignet für das geschmackliche Zusammenspiel mit dem Rohstoff Kokosblütenzucker, der ebenfalls eine Zutat der Sorten der VIVANI Herkunftsschokoladen-Serie ist.

Kokosblütenzucker – die Königin unter den Süßungsmitteln 

Wie bereits schon mehrfach im VIVANI Schoko-Blog berichtet, ist Kokosblütenzucker im Vergleich zu handelsüblichem, raffiniertem Zucker viel gesünder und eine echte Alternative für Diabetiker (glykämischer Index von 32; Roh-Rohrzucker zum Vergleich: GI von 68). Kokosblütenzucker (auch Kokosblütennektar genannt) wird nicht raffiniert, wodurch Feine_Bitter_75_3D_11_14wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien erhalten bleiben. Gewonnen aus dem Blütennektar der Kokospalme hat Kokosblütenzucker eine feine, karamellige Note, die sich auch in den vier Sorten der Herkunftsschokoladen-Serie widerspiegelt und dem mild-fruchtigen Aroma des Panama-Inselkakaos schmeichelt.

Nachdem VIVANI die ersten beiden Sorten der Herkunftsschokoladen-Serie „Dunkle Vollmilch 50 % Cacao“ und „Feine Bitter 92 % Cacao“ bereits sehr erfolgreich auf den Markt bringen konnte, kann man gespannt dem Verkaufsstart der zwei neuen Sorten entgegensehen.
Bei der Sorte Zarte Vollmilch 37 % Cacao“ handelt es sich, wie der Name bereits verrät, um eine sehr zartschmelzende Vollmilch-Schokolade, die mit einer leicht malzigen Note untermalt wird.
Die „Feine Bitter 75 % Cacao“ wurde speziell für die Freunde der hochprozentigen, dunklen Schokoladen kreiert, ist aber auch für Vollmilchesser ein lohnenswertes Geschmackserlebnis, da die Herbe der Schokolade durch den besonderen Eigengeschmack des Kokosblütenzuckers gemildert wird.

Foto: © EcoFinia GmbH / VIVANI

 

 

KIDS for KIDS-Projekt 2014 – 25.130 Euro für Kinder in Haiti

Kids_for_Kids_3D mit 10 cent_01_13_webSeit guten zwei Jahren läuft nun schon das VIVANI Kinderhilfsprojekt „KIDS for KIDS“ in Haiti, für das wir über den Verkauf unserer „KIDS“-Schokolade Spenden sammeln. Im ersten Jahr kamen hierüber 20.000 € zusammen. 2014 konnten wir nun noch einmal aufstocken, sodass ganze 25.130 € an unseren Projektpartner – die Kindernothilfe – übergeben werden konnten. In einem aktuellen Projektbericht zeigt die Kindernothilfe, wem konkret mit den Geldern geholfen wird und was mit den „KIDS for KIDS“-Spenden im vergangenen Jahr alles bewirkt werden konnte. Und das ist eine ganze Menge…

Hier geht’s zu unserer Projekt-Seite: www.vivani-schokolade.de/kidsforkids

KNH in Haiti - Projekt in Wharf JeremieDie wichtigsten Projekt-Fortschritte im Überblick:

  • Mädchen und Jungen lernen lesen, schreiben und rechnen
  • Schulung von Jugendlichen über die Notwendigkeit von Bildung
  • Ausbildungskurse für Jugendliche
  • Schulungen über Kinderrechte für Mädchen und Jungen
  • Schulungen für Kinder zum Thema Gesundheit und Schutz während eines Hurrikans
  • Anmeldung von 44 Jugendlichen in einer Berufsschule
  • Schulungen für „Gasteltern“ zu den Themen Kinderrechte, Familienleben uvm.

Die Ausgangssituation

In Haiti gibt es etwa 300.000 „Restavèk“-Kinder (von „rester avec“, bei jemandem bleiben). Diese Kinder leben in den Haushalten anderer Familien unter ausbeuterischen Bedingungen und arbeiten bis zu 16 Stunden am Tag. Sie holen Wasser, kochen, waschen und versorgen die leiblichen Kinder der Gasteltern. Der „Lohn“ für ihre Arbeit: Viele werden geschlagen und sexuell missbraucht. Oftmals haben die Kinder kein Bett, müssen sie auf dem Fußboden schlafen und die Reste essen, die die Gastfamilie übrig lässt. In die Schule dürfen sie meist nicht gehen. Arme Eltern, die nicht für den Unterhalt ihrer Kinder aufkommen können, schicken ihre Kinder, meist Mädchen, zu Verwandten oder Fremden. Sie hoffen, dass sie es dort besser haben werden. Doch die Gastfamilien sind selbst arm, viele leben in Slums, in denen Elend und Gewalt herrschen. Viele dieser entwurzelten Restavèk-Kinder leiden unter der schweren körperlichen Arbeit, der Gewalt, dem Heim- weh. Manche haben gelegentlich Kontakt zu ihren leiblichen Eltern, andere wissen nicht einmal mehr, wo sie herkommen. Und sie wissen vor allem nicht, was später einmal aus ihnen werden soll.

Unterstützung für die Kinder in „Wharf Jéremie“

Das Viertel Wharf Jérémie gehört zu den ärmsten und gefährlichsten Vierteln von Port-au-Prince. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Perspektivlosigkeit führt zu hoher Gewalt. Täglich kommt es zu tödlichen Auseinandersetzungen. In dieser trostlosen Umgebung leben zahlreiche Restavèk bei „Gastfamilien“. Die Lebensumstände sind denkbar schlecht. Ärztliche Versorgung gibt es kaum, nicht überall gibt es sauberes Trinkwasser. Der Kindernothilfe-Partner MOCOSAD hat im vergangenen Jahr die Gasteltern der Kinder zu mehreren Elternabenden eingeladen. Bei diesen Gelegenheiten wurden die Eltern über Kinderrechte aufgeklärt, sie lernten etwas über ausgewogene Ernährung, Versorgung mit sauberem Wasser, Umweltschutz, Vermeidung von Krankheiten und Familienleben. Darüber hinaus bemühten sich die Projektmitarbeiter, die Gasteltern davon zu überzeugen, die Kinder in die Schule zu schicken. Über den normalen Schulunterricht hinaus wurde im vergangenen Jahr eine Sommerschule angeboten für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 21 Jahren. In verschiedenen Gruppen konnten die Kinder spielen, Sport machen, sich künstlerisch betätigen und Blumen und Armbänder basteln. Die Kinder hatten sehr viel Spaß dabei. Insgesamt wurden über die Projektaktivitäten 260 Mädchen und Jungen erreicht.

Schule und Ausbildung für arbeitende Kinder

Im Armenviertel Tokyo ist der Kindernothilfe-Partner „Organisation Nationale pour l’Encadrement des Enfants“ (ONENF) tätig. Er will dafür sorgen, dass die Restavèk-Kinder eine Schul- und Berufsausbildung machen können. Dazu gehört auch, die Gasteltern davon zu überzeugen, die Mädchen und Jungen in die Schule zu schicken. Im vergangenen Jahr erreichten die Projektmitarbeiter, dass 63 Mädchen und Jungen neu in der Schule angemeldet wurden. Manche Kinder erschienen nur unregelmäßig zum Unterricht. Die Mitarbeiter des Projekts besuchten sechs Familien, um herauszufinden,

warum die Kinder nicht regelmäßig am Unterricht teilnahmen. Neben dem normalen Schulunterricht lernten die Jungen und Mädchen die Kinderrechte, die universelle Menschenrechtscharta und die Charta zur Abschaffung von Zwangs- und Kinderarbeit kennen. Darüber hinaus wurde den Kindern erklärt, wie sie sich in der Hurrikan-Saison verhalten müssen und wie sie sich im Notfall schützen können. Damit die Kinder vor ansteckenden Krankheiten besser geschützt sind, lernten sie auch, Hygienemaßnahmen anzuwenden.

Die Kinder lernen im Projekt lesen, schreiben und rechnen

In 2013 begannen 44 Jugendliche eine Berufsausbildung als Klempner oder Fliesenleger. Die Projektmitarbeiter motivierten sie, regelmäßig zum Unterricht und zur Arbeit zu erscheinen, damit sie am Ende ihren Abschluss schaffen und dann ein besseres Leben für sich aufbauen können.KNH11539

Unterstützung für Restavèk

In Haitis Hauptstadt Port-au-Prince ist auch der Kindernothilfe-Partner MvM (Mouvman Vin Pils Moun) darum bemüht, den Restavèk-Kindern vielseitige Unterstützung zukommen zu lassen und den Restavèk-Kindern ein Leben in Würde zu ermöglichen. Aber auch andere marginalisierte Gruppen, wie Straßenkinder, werden durch das Projekt erreicht. Viele der Straßenkinder sind ehemalige Restavèk, die aus den schrecklichen Bedingungen ihrer „Gastfamilien“ geflüchtet sind.

Im Zentrum der Projektarbeit steht die Stärkung des Selbstwertgefühls, das bei den meisten der Kin- der so gut wie nicht vorhanden ist. Hierzu gehört auch, dass die Kinder ihre eigene Identität finden. Darüber hinaus strebt das Projekt an, die Kinder darin zu stärken, bei der Bewältigung alltäglicher Situationen unabhängiger zu werden. So sind sie nicht mehr von ihrer „Gastfamilie“ abhängig und können sich besser mit den alltäglichen Dingen im Leben zurechtfinden. Die Betreuerinnen des Projekts bringen den Kindern lesen und schreiben bei und sprechen mit den Mädchen und Jungen über die Kinderrechte.

Im vergangenen Jahr wurden über die Projektaktivitäten von Kindernothilfe und MvM 1.495 Kinder erreicht. In etwa 50 Gruppen wurden die Mädchen und Jungen von 35 pädagogisch und soziopsychologisch geschulten Betreuerinnen und Betreuern gefördert. In den Gruppen des Projekts lernen die Mädchen und Jungen lesen und schreiben, da sie von ihren Gastfamilien nicht in die Schule geschickt werden. Darüber hinaus spielt auch die Auseinanderset- zung mit den Kinderrechten eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr nahmen 900 Kinder an den Grundkursen und 250 Mädchen und Jungen an den fortgeschrittenen Kursen teil. Die Projekte der Kindernothilfe und ihrer Partner in Haiti geben den Restavèk-Kindern die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Im Projekt haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu machen. So nahmen im vergangenen Jahr etwa 550 Mädchen und Jungen an Tischlerkursen teil. Einige von ihnen konnten ihre Produkte verkaufen und sich von dem Verdienst nützliche Dinge kaufen. Zudem bot das Projekt Nähkurse an, an denen insgesamt 45 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Für die jungen Menschen trägt der Erwerb dieser Fähigkeiten dazu bei, sich eine Zukunftsperspektive aufzubauen, in der sie ihr eigenes Geld verdienen und somit ihre Lebenssituation verbessern können.

Viele der Kinder kommen mit sehr wenig Wissen über Krankheiten und Hygiene ins Projekt. Umso wichtiger ist es, sie für die Vorbeugung von Krankheiten zu sensibilisieren. Im Jahr 2013 konnten über 1.300 Mädchen und Jungen durch Trainingseinheiten im Bereich Gesundheit sensibilisiert werden. So lernten die Kinder und Jugendlichen, wie sie sich im Falle von Infektionen schonen können, damit sie schnell wieder gesund werden und wie sie sich vor einer Ansteckung schützen können. Darüber hin- aus konnten 142 Kinder und Jugendliche in einem Krankenhaus, mit dem das Projekt kooperiert, medizinisch versorgt werden.

Text & Bilder: © Kindernothilfe