Kategorie-Archiv: Wissenswertes & Kurioses

Schokoauszeit Fastenzeit – warum überhaupt und wie?

Vor gut einer Woche wurde mit dem Aschermittwoch nicht nur die Karnevals-Session beendet, sondern auch für viele katholische Christen die Fastenzeit eingeläutet. Doch was hat es eigentlich mit dem Thema Fasten auf sich? Warum verzichten Menschen freiwillig auf Nahrungsmittel, ohne dass es sich um eine Diät handelt? Die Tradition des Fastens ist Jahrtausende alt und verfolgt verschiedene Ziele zwischen Erleuchtung und Entschlackung. Auch wenn es im ersten Moment sehr widersprüchlich und für uns als Schokoladenhersteller geschäftsschädigend erscheint, befasst sich unser Schoko-Blog heute mit dem Brauch und den Vorteilen des temporären Weglassens – auch von Süßigkeiten.

Fasten – verschiedene Traditionen vereint im Nahrungsmittelverzicht

Eine Definition des Begriffes Fasten ist nicht schwer. Es handelt sich um einen zeitlich begrenzten Verzicht auf bestimmte Speisen, Getränke und Genussmittel. Doch das ist auch die einzige Gemeinsamkeit, die die etlichen verschiedenen Fastenmodellen vereint, denn Fasten ist individuell. Fasten findet aus den unterschiedlichsten Beweggründen statt, alleine oder in verschiedenen Gemeinschaften, wie etwa religiösen Gruppen. Selbst innerhalb der gleichen Religion kann es unterschiedliche Auslegungen und Traditionen geben. Wann, wie lange auf wie viel und was genau verzichtet wird, ist sehr verschieden.

Fastentraditionen waren bereits viele Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung bekannt, etwa im alten Ägypten. Forscher vermuten, dass die christlich-österliche Fastenzeit von 40 Tagen nicht nur auf die Bibelgeschichte von Jesus in der Wüste zurückgehen könnte, sondern auf die ägyptische Fastenkultur, die von den koptischen Nachfahren bewahrt wurde. Auch in anderen antiken Kulturen war Fasten nicht unbekannt. So gab der berühmte griechische Arzt Hippokrates von Kos (ca. 460 – 370 v. Chr.) wie selbstverständlich Fastenratschläge als Gesundheitstipp. Im europäischen Mittelalter war die Tradition des Fastens aufgrund des starken christlichen Glaubens gelebter Alltag. Neben der noch heute praktizierten Fastenzeit in Vorbereitung auf das Osterfest gab es etliche weitere Feste und Zeiten, zu denen auf unterschiedliche Weise gefastet und verzichtet werden sollte. So durfte nach dem christlichen Kalender noch im 19. Jahrhundert beispielsweise nur an 220 Tagen des Jahres überhaupt Fleisch verzehrt werden.

Gefastet wurde und wird in vielen Religionen. Christentum, Islam, Judentum oder Ostasiatische Religionen wie der Hinduismus – alle kennen eigene Fastengründe, -vorschriften und -auslegungen. Religiöse Gründe können sein: Seelenreinigung, Buße, Trauer, Askese, Abwehr von Bösem, Erlangung von Erlösung und Erleuchtung sowie die Vorbereitung auf besondere religiöse Ereignisse wie z. B. Feste. Daneben kann Fasten auch persönlichen Zielen wie der Steigerung von Wahrnehmung, Willenskraft und Selbstkontrolle dienen oder als Vorbereitung auf spezielle Herausforderungen hilfreich sein. Gewichtsreduktion und andere gesundheitliche Ziele bilden den dritten Fastenschwerpunkt, dazu später mehr.

Fasten aktuell – warum heute überhaupt noch verzichten?

Fasten erlebt auch in Deutschland in dieser Zeit wieder einen Aufschwung. Fasten Menschen, egal welcher Religion, seit jeher regelmäßig aus Glaubensgründen, interessieren sich aktuell zunehmend auch nicht-religiöse Menschen in unserem Land für das Thema. Gesundheitliche Fastenprogramme wie das Heilfasten gehören bei immer mehr Menschen zum Programm eines trend- und gesundheitsbewussten Lifestyles. Das belegen auch die Zahlen. Nach einer Umfrage von statista.com im Februar zum Thema Fastenzeit vor Ostern gaben 73 % der Befragten an, sie könnten sich vorstellen zu fasten. 60 % hatten sogar den konkreten Vorsatz, das Fasten umzusetzen. Worauf der einzelne Bundesbürger verzichten wollte, stellte sich unterschiedlich dar. Die Spitze mit 68 % bildete der Verzicht auf Alkohol, gefolgt von Süßigkeiten (59 %) und Fleisch (39%). Auf TV und Rauchen wollten jeweils 34 % verzichten, auf Handy und Computer 23 % und auf das Auto immerhin noch 18 %.
In der Umfrage zeigen sich neben dem traditionellen Nahrungsmittelverzicht plötzlich neue Dinge, auf die man zu verzichten versucht. Dinge des normalen, westlichen Alltags, die so sehr zur Selbstverständlichkeit geworden sind, dass man sich gar nicht im Klaren darüber ist, dass es sich um verzichtbare Luxusgüter handelt. Neben Autos und Elektronikgeräten, die in der statista.com-Erhebung erfasst wurden, sind viele weitere Fastenideen möglich, die den kritischen Blick auf unseren täglichen Konsum schärfen und die Verschwendung von Ressourcen verdeutlichen. Ein tolles Beispiel: Die Initiative Plastikfasten von Anneliese Bunk. Die Gründerin von naturtasche.de und Co-Autorin des Bestsellers „Besser leben ohne Plastik“, das wir euch bereits im Blog vorgestellt haben, hat auf ihrer Internetseite plastikfasten.info umfangreiche Themenwochen für die gesamte Fastenzeit zusammengestellt. Hier gibt es viele, viele Tipps zum Einsparen des Umweltsünders. Wer mag, kann auch einen Vortrag zum Thema besuchen. Eine tolle, nachhaltige Idee!

Doch warum machen wir das alles eigentlich? Warum sich etwas absparen, wenn doch alles in Hülle und Fülle günstig zur Verfügung steht? Eine sprunghafte Christianisierung unseres Landes ist vermutlich nicht der Grund auf die trendigen Verzichtsvorhaben, vielmehr sind die Gründe anderweitig zu sehen. Die christliche Fastenzeit vor Ostern bietet einen guten Aufhänger und ermöglicht das Verzichten in einer Gemeinschaft von Fastenden. Darüber hinaus ist der Frühling aus gesundheitlichen Gründen eine sinnvolle und bewährte Fastenzeit, da der Körper mit dem Erwachen der Natur und dem neuen Frischkostangebot von den im Winter angesammelten Schadstoffen aus üppigen Schlemmereien befreit wird. Aber die Gesundheit ist nur ein Grund, der in unserer heutigen Gesellschaft wieder Menschen vermehrt zum Fasten bringt. Fasten ist Entschleunigung in einer schnelllebigen, stressigen Welt. Es kann den Körper auf vielfältige Weise entgiften und reinigen und dabei helfen, wieder mehr Achtsamkeit für sich selbst zu entwickeln.

Die Gesundheit im Visier: Heilfasten

Seit Langem ist bekannt, dass Fasten neben religiös-spirituellen Gründen auch der Gesundheit dienlich sein kann. Die Anhänger des gesundheitsorientierten Fastens erhoffen sich eine Reinigung und sogenannte Entschlackung des ganzen Körpers, der von Giften befreit wird. Das soll die Immunabwehr stärken und kann Krankheiten lindern und angeblich sogar vorbeugen. Beispiele sind Bluthochdruck und Diabetes. Doch welches der etlichen Wellness-Fastenmodelle kommt für mich in Frage? Vielleicht nur Suppe oder Milch mit Semmeln? Oder gar eine Woche Saftfasten? Die bei weitem bekannteste und beliebteste Fastenmethode ist hierzulande das Heilfasten nach der Methode des Arztes Otto Buchinger (1878 bis 1966). Die Kur dauert etwa eine Woche, kann in speziellen Kliniken jedoch unter Beobachtung bis zu einem Monat fortgesetzt werden. Es gibt nur Flüssiges wie Gemüsebrühen, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie Tees, die eine Versorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen gewährleisten sollen. Feste Nahrung sowie jegliche Genussmittel sind tabu. Ein weiterer, wichtiger Baustein des Heilfastens ist darüber hinaus die Darmreinigung. Abführen mit Glaubersalz soll den Darm von schädlichen Stoffen befreien und regenerieren.

Egal für welches Fastenmodell man sich entscheidet, gilt es einige wichtige Dinge zu beachten. Die Versorgung des Körpers mit essentiellen Nährstoffen ist wichtig, eine ausschließliche Wasser-Kur kann gesundheitsschädigende Effekte provozieren. Menschen, die erstmalig fasten, sollten es langsam angehen lassen. Eine ärztliche Beratung und Begleitung ist sinnvoll. Notwendig ist diese, wenn der Fastende bereits an Vorerkrankungen leidet. In manchen Fällen darf eine Fastenkur dann gar nicht oder nur unter bestimmten Auflagen und medizinischen Kontrollen durchgeführt werden. Wenn man aus Gründen der Gewichtsreduktion fastet, sollte man über eine generelle Ernährungsumstellung nach der Kur mit begleitendem Bewegungsprogramm nachdenken. Sonst kann schnell der gefürchtete Jo-Jo-Effekt eintreten.

Quelle: statista.com
Bildnachweise: Bild 1 © istock, Petermeir | Bild 2 © istock, Dominic_Dahncke

Modica – die älteste Schokoladenstadt Europas

Wer nicht schon einmal in Sizilien Urlaub gemacht hat, dem ist sie vielleicht völlig unbekannt. Was ist das, diese Cioccolato Modicano, die Schokolade aus Modica? Man könnte sagen: Eine Urform der heutigen Schokolade, kaum verarbeitet und ursprünglich im Geschmack. Modica ist das weltbekannte Zentrum der krümeligen Spezialität, weshalb sich hier unzählige Chocolaterien finden, die das Produkt nicht-industriell herstellen. Wir haben mit Alberto Vicari, Gründer der Bio-Schokoladenmanufaktur Il Modicano und bekennender VIVANI-Fan, gesprochen, der uns spannende Einblicke in die Schokoladenszene Süditaliens und seine eigene, ganzheitliche Firmenphilosophie gewährte.

Modica – Schokoladen-El-Dorado im Südzipfel Italiens

Modica in der sizilianischen Provinz Ragusa liegt im südöstlichsten Zipfel Italiens und ist eine Stadt mit Geschichte. Neben immer wieder wechselnden Besatzungsmächten kam auch irgendwann die Schokolade, wahrscheinlich aus Spanien, hierher. Das Rezept ist bis heute unverändert und begeistert durch seinen ursprünglichen, aromatischen Kakaogeschmack. Während die Schokolade blieb, ging die Stadt zwischendurch, nämlich anno 1693, als ein verheerendes Erdbeben die gesamte Provinz in Schutt und Asche legte. Der Wiederaufbau wurde rasch bewältigt und eine beeindruckende, wunderschöne Stadt im Stil des sizilianischen Barock entstand. In dieser malerischen Kulisse, die zum UNESCO-Welterbe zählt und heute etwa 55.000 Menschen beheimatet, herrschte mit den vielen Schokoladenmanufakturen eine ganz besondere Stimmung, was die Stadt bis heute zum Touristenmagnet macht.

Nun lassen wir aber Alberto Vicari von der Schokoladenmanufaktur Il Modicano selber zu Wort kommen und spüren dem Geheimnis der fast schwarzen Leckerei nach. Dabei wird uns Alberto auch über die Besonderheiten seiner Marke berichten, die konsequent ökologisch erzeugt und vegan ist. Ein spannender Trip in den heißen Süden Italiens.

Alberto, Du stammst aus einem der wichtigsten Schokoladen-Hotspots Europas. Dennoch wissen heutzutage nur wenige Menschen davon. Denkst Du Modica wird als Schokoladenstandort unterschätzt? Was sollte Deiner Meinung nach passieren, damit sich dies ändert?
Die traditionelle Produktion und Verarbeitung von Schokolade in Modica nahm ihren Anfang bereits im 16. Jahrhundert, aber unsere spezielle Art der Produktion ist in Italien erst in den letzten 20 Jahren so richtig populär geworden, nach einem vielbeachteten Auftritt des berühmtesten Chocolatier von Modica – Franco Ruta (Antica Dolceria Bonajuto) in einer Talkshow im italienischen Fernsehen im Jahre 1999. Wir wünschen uns aber, dass Schokolade im Modica-Stil auch über Italien hinaus bekannter wird. Es gibt mittlerweile einige neue Hersteller, die Bio-, vegane und/oder faire Schokoladen auf den Markt gebracht und Modica damit in zahlreichen Ländern bekannt gemacht haben. Dies sollte uns und unserer Schokolade den erhofften Aufschwung bringen.

Du hast früher als erfolgreicher Manager gearbeitet. Wie kam es dazu, dass Du Dich neu orientiert und eine Schokoladenfabrik aufgebaut hast?
Meine Vision war es damals, vegane Schokolade zu produzieren. Ich lebe selbst seit über zwanzig Jahren vegan (seit über dreißig vegetarisch), sehnte mich damals nach einer ethischer ausgerichteten Art zu produzieren und zu kaufen. Wie uns allen, sind auch mir täglich viele Negativbeispiele im Handel und im Verhalten der Verbraucher begegnet.
Ich wollte damals eine gute, leckere Schokolade essen können, die ohne Tierleid hergestellt wurde und die es mit den großen milchbasierten Schokoladenmarken aufnehmen könnte. Oder habe an Modegeschäfte gedacht, die nur noch Kleidung aus ethisch korrekten Quellen anbieten würden. Ich habe mir immer eine Welt vorgestellt, in der solche fairen Unternehmen und Händler dem Verbraucher viel bekannter und viel leichter zugänglich sind. Ich habe mich oft gefragt, wo der Verbraucher dann kaufen würde, wenn er oder sie eine klare Wahl hätte. Ich habe viel nachgedacht, wenn immer ich auf Produkte gestoßen bin, für die es keine vegane Alternativen gab und mir Gedanken gemacht, wie man dieses Problem selbst lösen könnte.
Also habe ich mich schließlich dazu entschieden, ein sozialverträgliches Unternehmen zu gründen. Da ich zeitlebens in Modica gewohnt habe, konnte es sich dabei nur um ein Projekt mit Schokolade handeln!

Warum hast Du Dich dazu entschieden, ausschließlich vegane Schokolade zu produzieren?
Ich habe mir gesagt, wenn ein Leben möglich ist, in dem ich leckeres Essen und Trinken genießen kann, das mich gesünder macht, das einen kleineren CO2-Fußabdruck hinterlässt und dass ohne den Tod anderer Lebewesen auskommt – ja warum leben wir es dann nicht?!
Denn ich sehe das so: Der Konsum von Fleisch oder Milch ist heutzutage zu einer Sucht geworden und das obwohl beides nicht lebensnotwendig ist. Es gibt meiner Meinung nach kein Milchprodukt, für dass es keine gesündere und wohlschmeckende vegane Alternative gäbe.

Lass uns gerne mal über euer Produktsortiment sprechen: Welche Sorten bietet ihr an und was sind eure Bestseller?
Wir bieten fünf verschiedene Produktgruppen an:

  1. grob gewalzte Schokolade im Stile traditioneller Modica-Schokolade
  2. hochprozentige Bitterschokoladen mit Kokosblütenzucker gesüßt
  3. Schokoladen auf Sojadrink-Basis als Alternative zu Milchschokoladen mit natürlichen Süßungsmitteln (Agaven- oder Kokosblütensirup)
  4. Streichcrémes auf Sojadrink-Basis in den Sorten Haselnuss, Pistazie und Mandel
  5. Heiße Trinkschokolade

Unsere Topseller sind sicherlich die süßen Streichcrémes, die ebenso cremig und lecker sind, wie herkömmliche Crémes auf Kuhmilchbasis. Alle unsere Produkte sind vegan, laktosefrei, glutenfrei, non-GMO und zu 100% in Bioqualität.

Was für eine Relevanz haben vegane Produkte in Italien denn im Allgemeinen? Gibt es eine größere vegane Szene?
Derzeit leben etwa 2,6 % der italienischen Bevölkerung vegan (etwa 1,6 Mio Menschen) und in 2016 nahm die Menge der verkauften veganen Produkte um 20-30% zu – ein neuer Wachstumsrekord. Dies hat aber auch mit einem bedeutenden Wachstum für laktosefreie Produkte zu tun.

Modica kommt eine besondere Bedeutung in der geschichtlichen Entwicklung von Schokolade in Europa zu. Gibt es immer noch viel „Schokoladen-Tourismus“ in eurer Region?
Modica hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Ziel für Touristen entwickelt. Zwei Faktoren sind dafür verantwortlich: zum Einen wurde Modica wegen seiner barocken Kirchen zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und zum Anderen ist es tatsächlich der gute Ruf der Modica-Schokolade – jeder, der nach Modica kommt, geht nicht wieder heim ohne eine große Tasche voll mit Schokolade!

Wie wichtig ist Sizilien heute für den italienischen Schokoladenmarkt?
Modica ist einer von drei Hotspots für Schokolade in Italien: Turin für den Norden Italiens, Perugia für Mittelitalien und eben Modica für den Süden. Wenn du jemandem erzählst, dass du aus Modica kommst, hörst du immer die gleiche Antwort: „Modica … wo die berühmte Schokolade herkommt!“

Bitte erläutere unseren Lesern noch einmal, was den besonderen Modica-Stil ausmacht. Worin liegt der Unterschied zu herkömmlichen Schokoladen?
Technisch betrachtet handelt es sich bei Modica-Schokolade um Tafeln mit grob gewalzter Schokoladenmasse. In den Anfängen wurde sie lediglich durch einen kleinen Mahlstein gewalzt, den man „metate“ (lateinamerikanisch: kleiner Mahlstein“) nannte.
Im Grunde handelt es sich um Schokolade aus einem antiken Originalrezept mit nur wenigen Verarbeitungsschritten. Seit dem 16. Jahrhundert haben viele Generationen dieselben Verarbeitungstechniken angewandt: die Mischung von kalter Kakaomasse mit Zucker. Diese „kalte Mischung“ verleiht der Schokolade die typisch körnige Textur und bewahrt außerdem ungewöhnliche Aromen, die ebenfalls charakteristisch sind.

Mit Blick auf Il Modicano: Was ist Dein größter Wunsch für die Zukunft?
Vegane Schokolade zu produzieren ist für mich weniger ein „Business“, sondern bedeutet vielmehr eine tolle Möglichkeit, für den veganen Lebensstil zu werben und die Menschen für Tierrechte zu sensibilisieren.
Mein größter Wunsch ist deshalb eng mit der veganen Idee verknüpft: hier in Süditalien sind streunende Tiere ein großes Problem. Die lokalen Regierungen kümmern sich nicht wirklich darum, deshalb würde ich meine Fabrik gerne auf ein größeres Gelände auf dem Land verlagern. Dort würde eine vegane Farm entstehen, wo wir neben der Produktion von Schokolade vielen „obdachlosen“ Tieren ein sicheres Zuhause geben könnten.

Fotos: Modica Stadt, © iStock, elisalocci | Schokoladenambiente © Il Modicano

Die besten Schokoladenfilme aller Zeiten

Wir stecken mitten drin im Winter und fühlen uns derzeit bei kaltem Schmuddelwetter am wohlsten auf der heimischen Couch. Wer als Schokofan dann nun schon einmal dort sitzt – warm eingemummelt und vielleicht sogar ausgestattet mit einer heißen, süßen Trinkschokolade – der könnte nun auch noch den Fernseher einschalten und sich visuell auf schokoladige Pfade begeben. Wir präsentieren euch heute eine Auswahl an Filmen zum Thema Schokolade, die unserer Meinung nach jeder echte Schokoholic mindestens einmal gesehen haben sollte.schokofilme_1200x800

Top-Five der Schoko-Blockbuster

1. Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)

Die Reihenfolge der heute vorgestellten Filme soll eigentlich keine Rangfolge darstellen, aber ich muss gestehen: Die Nummer eins ist nicht ganz zufällig ausgefallen… Das absolute Muss aus dem Bereich der Schokomovies stellt zweifelsohne Charlie und die Schokoladenfabrik dar. Ein fantastisches, bombastisches Schoko-Märchen mit Starbesetzung, das dank Genreregisseur Tim Burton im Stil einer schrägen Groteske aufgezogen wird. Der Stoff ist bekannt, geht er doch auf das gleichnamige Kinderbuch des walisisch-norwegischen Schriftstellers Roald Dahl von 1964 zurück und wurde bereits 1971 schon einmal als Musical verfilmt. Doch Burton gibt diesem Film seinen ganz persönlichen Anstrich und erzeugt durch Johnny Depp in der Hauptrolle des wahnwitzigen Willy Wonka Reminiszenzen an Klassiker wie Edward mit den Scherenhänden oder Beetlejuice.
Die Geschichte dreht sich um den Jungen Charlie Bucket aus ärmlichen Verhältnissen, der als eines der wenigen Kinder weltweit die Chance erhält, die fantastische Schokoladenfabrik des exzentrischen Schokoladen-Moguls Willy Wonka zu besichtigen. Zusammen mit den reichen  und verwöhnten anderen Kindern tritt er eine Reise in eine unglaubliche Welt an. Ein Film, der die wirklich wichtigen Reichtümer der Welt wie Familie, Freundschaft und Ehrlichkeit auf überspitzte Weise den scheinbar essentiellen, materiellen Werten gegenüberstellt und natürlich auch ein Happy End hat.

Dass die Idee von Charlie und die Schokoladenfabrik einen ungebrochenen Reiz ausübt, zeigt die noch junge Musicaladaption des Stoffes, die seit 2013 in London zu sehen war und just vor wenigen Wochen dort ihre letzte Vorstellung feierte. Wir haben in unserem London-Special darüber berichtet. Ab Ende März ist das Erfolgs-Musical „Charlie And The Chocolate Factory“ dann am New Yorker Broadway zu sehen.

2. Chocolat – ein kleiner Biss genügt (2000)

Schokolade und schon wieder Johnny Depp? Ob der Frauen-Schwarm wirklich so süß wie Schokolade ist und deshalb unbedingt in Schoko-Blockbustern mitspielen muss, sei einmal dahingestellt. Wie es jedenfalls der Zufall will, mimt der US-Schauspieler auch in „Chocolat – ein kleiner Biss genügt“ eine Nebenrolle. Der als „Märchen für Erwachsene“ beschriebene Film rund um die Hauptdarstellerin und Oskarpreisträgerin Juliette Binoche spielt in der französischen Provinz in den ausgehenden 1950er Jahren. Die von mexikanischen Nomaden abstammende Vianne Rocher trifft mit ihrer Tochter in dem verschlafenen Lansquenet-sous-Tannes ein und eröffnet dort eine Chocolaterie. Der neue Laden trifft auf großes Misstrauen in der bider-konservativen Dorfgesellschaft und hat einen schweren Start. Jedoch schaffen es Vianne und ihr Geschäft, einige Bürger des Örtchens langsam zu mehr Toleranz zu erziehen. Ihr erbitterter Gegner, der Bürgermeister, macht Vianne jedoch das Leben nach wie vor schwer und die Situation eskaliert, als sich eine Gruppe von Vagabunden, darunter auch der Vagant Roux (Johnny Depp), am Fluss ansiedelt. Am Ende jedoch entspannt sich die Lage in einem schokoladigen Freudenfest.
Der Film Chocolat – ein kleiner Biss genügt basiert auf dem Roman „Chocolat“ der britischen Schriftstellerin Joanne Harris (1999).

3. Die anonymen Romantiker (2011)

In Frankreich scheinen Schokoladen-Filme ganz besonders beliebt zu sein. Auch 2011 gab es aus dem Land der großen Chocolatiers wieder einen filmischen Höhepunkt, der sich ganz klassisch dem Liebesfilm-Genre zuordnen lässt. Regisseur Jean-Pierre Améris lässt in seiner Komödie zwei sehr schüchterne Charaktere aufeinander treffen und erzeugt humoristische Spannungen, die aus sich verkettenden Missverständnissen entstehen. Der zurückhaltende Chocolatier Jean-René fährt sein Unternehmen in den Sand, weil es an Innovationen fehlt. Diese kann die kreative aber ebenfalls verklemmte Angélique liefern, die sich im Unternehmen bewirbt. Das Problem: Aufgrund eines Missverständnisses gepaart mit Schüchternheit gerät sie in die Vertriebs-Sparte und versucht nun mit ungewöhnlichen Mitteln, doch noch ihre Ideen einstreuen zu können. Die beiden schüchternen Chocolatiers verlieben sich und haben es recht schwer, zueinander zu finden. Eine unbeschwerte Schoko-Romanze für Freunde der amerikanischen Screwball-Comedy.

4. Chabrols süßes Gift (2000)

Wieder ein Franzose ist der Film Chabrols süßes Gift (oder auch nur Süßes Gift, im Original „Merci pour le chocolat“) von Regisseur Claude Chabrol. Auch bei diesem Werk handelt es sich um eine Literaturverfilmung, die auf das Buch „The Chocolate Cobweb“ (1948) der amerikanischen Schriftstellerin Charlotte Armstrong zurückgeht. Was direkt auffällt: Schokolade ist entgegen der sonst stets positiven Bedeutung in dieser Geschichte einmal in der Rolle des Bösen zu sehen, nämlich dann, wenn Hauptdarstellerin Isabelle Huppert, aka Mika, sie in Form von mit Gift versetzter Trinkschokolade ihren Opfern serviert. Die Erbin eines Schokoladenkonzerns versucht in dem kammerspielartig inszenierten Psychothriller ihre Konkurrenten rund um ihren zweiten Ehemann mit tödlichem Kakao aus dem Weg zu räumen, seien es die erste Ehefrau, ihr Stiefsohn oder gar die als Säugling vertauschte Tochter ihres Mannes. Dabei ist Mika nicht der personifizierte Bösewicht, vielmehr versucht sie ein schützende „Spinnennetz“ (Cobweb) für ihre Ehe zu weben, wobei sie ihren Sinn für Gut und Böse jedoch verloren zu haben scheint. Ganz große Schauspielkunst und Schokolade mal in einer anderen Position abseits von Süße und Liebesfilm.

5. Bittersüße Schokolade (1992)

Das mexikanische Liebesdrama Bittersüße Schokolade entführt uns in das vorrevolutionäre Mexiko des Jahres 1910. Das Liebespaar Tita und Pedro kann nicht heiraten, weil Titas Mutter die jüngste Tochter für ihre Pflege im Alter bestimmt hat. Pedro heiratet Titas Schwester Rosaura und Tita lebt fortan in deren Haushalt als Köchin. Sie backt die Hochzeitstorte für das Paar und stellt fest, dass sie ihre Gefühle über Speisen ausdrücken kann, weshalb z. B. alle Hochzeitsgäste nach dem Genuss der Torte in Melancholie verfallen. So leben Tita und Pedro ihr Leben, was sie nicht gemeinsam führen dürfen, haben aber immer noch Gefühle füreinander. Das schwierige Verhältnis der Schwestern und weitere familiäre Spannungen lösen sich erst, als Rosaura stirbt und Tita und Pedro endlich zusammen sein können. Das Ende des Filmes ist ebenso dramatisch wie der ganze Film, der international, vor allem aber in Südamerika, viele Preise abräumen konnte. Regisseur Alfonso Araus Film beruht auf dem Roman „Como agua para chocolate“ (1989) seiner Frau, der mexikanischen Schriftstellerin Laura Esquivel Valdés.

Achtung! Vermeintliche Schokoladen-Filme, die es gar nicht sind

Zum Schluss noch eine Warnung an all diejenigen, die wahre Schoko-Filme suchen. Zwei Filme tragen unsere heißgeliebte Süßigkeit groß im Titel, haben aber nicht wirklich viel mit ihr zu tun. Falle 1: Bridget Jones – Schokolade zu Frühstück (2001). Bereits wenn man den Originaltitel „Bridget Jones Diary“ liest, stellt man fest, das Schokolade in der deutschen Version wohl nur als Aufhänger für Miss Jones Leben genutzt wurde, das in der Liebeskomödie zwischen Diät, Frust und Beziehungs-Kuddelmuddel hin und her schwankt. Also ein klarer Fall von Titel-hat-nichts-mit-Film-zu-tun. Genauso sieht es bei Falle 2 aus, dem 2016er Monsieur Chocolat. Hier geht es um die Geschichte des ersten schwarzen Zirkusclowns in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts. „Chocolat“ bezieht sich also nur auf die Hautfarbe des Hauptcharakters, von echter Schokolade keine Spur.

Das Reformhaus – Geschichte und Perspektiven

Reformwarenhaus, Biosupermarkt, Naturkostladen – alles das Gleiche? Das stimmt so nicht. Doch was unterscheidet eigentlich ein Reformhaus von anderen Läden mit ökologisch erzeugten Waren jenseits des Massenkonsums? Der VIVANI Schoko-Blog wirft heute einen Blick auf den Vorreiter und das Urgestein der Biobewegung und blickt auf aktuelle Tendenzen und Perspektiven für die gesundheitsorientierten Einzelhandelsgeschäfte.Reformhaus_1200x800

Berlin 1887 – Startschuss der Reformhausbewegung

Das Reformhaus, wie man es klischeehaft mit jeder Menge Körner, Getreidemühlen und Haarfärbungen auf Henna-Basis in kleinen Ladenlokalen verbindet, gehört heute zumeist tatsächlich dem verstaubten Schnee von gestern an. Doch eines ist nicht wegzudiskutieren, wichtig und wegweisend für die heute voll im Trend liegende, neue Öko-Bewegung: Das Reformhaus ist alt, ja ein Urgestein, ein Dinosaurier.
Was aber heute veraltet wirkt, war im späten 19. Jahrhundert radikal modern. Aus der immer erdrückender wirkenden Enge der Stadt mit ihren rauchenden Schloten und der schweren Industriearbeit im Takt der Uhr entstand ein zunehmendes Sehnen der Menschen nach mehr Menschlichkeit, nach mehr Natur und weniger Materialismus. Die Geburtsstunde verschiedener Lebensreformbewegungen war gekommen, so z. B. die der Kleiderreform, der Naturheilkunde, der Reformpädagogik und eben auch die der Ernährungsreform. Im Ernährungsbereich kamen die Ideen des Vegetarismus und der gesundheitsorientierten und vollwertigen Nahrung auf. So wurde das erste Reformhaus 1887 in Berlin durch den Kaufmann Carl Braun eröffnet. Es trug damals noch den Geschäftsnamen „Gesundheitszentale“. Das erste als Reformhaus betitelte Geschäft eröffnete Karl August Heynen in Wuppertal-Barmen im Jahr 1900. Das Produktangebot umfasste nicht nur vollwertige Lebensmittel, auch natürliche Kleidung, Naturkosmetik und -heilmittel sowie Stärkungsmittel und Kräuter waren erhältlich.

Rasch schlossen sich die Besitzer der frühen Reformhäuser zu Verbänden zusammen, die „neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G.“ von 1930 blieb schlussendlich als Reformhausgenossenschaft bis heute bestehen. Jeder Inhaber eines Reformhauses muss demnach Mitglied der Vereinigung sein und sich an deren allgemeine Grundsätze halten. Daneben bleibt er aber stets ein eigenständiger Unternehmer, der seinem Reformhaus ein eigenes Profil verleihen kann.

Bio-Konkurrenz und Umstrukturierungen ab den 1990ern

Die anfangs noch unangefochtene Institution im Bereich der alternativen Ernährung bekam ab Ende der 1970er Jahre erstmals Konkurrenz durch die aufkommenden Bioläden. Die neuen Bio- und Naturkostläden unterlagen keine strengen Auflagen wie die Reformhäuser. Reformhäuser garantieren durch das eigene neuform QualitÑt_Logo„neuform“-Siegel Produkte aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft, die gesund und wertvoll sowie natürlichen Ursprungs sein sollen. Bio-Läden verpflichten sich zwar der ökologischen Erzeugung ihrer Produkte, doch der ganzheitliche Gesundheitsgedanke steht nicht im Vordergrund. Sie haben mehr Freiheiten und müssen keinem gesetzlich geschützten Namen gerecht werden.

Das Problem, dass sich durch die Konkurrenz der Bio- und Naturkostläden für die Reformhäuser ergab, spiegelte sich rasch in Umsatzeinbrüchen und Geschäftsschließungen wieder. Die Eröffnung von Biomarkt-Ketten wie Alnatura (1987) und Basic (1998) setzten die Reformhausbesitzer zusätzlich massiv unter Druck. Die Reaktionen der Händler fielen jedoch nicht schnell und flexibel aus, weswegen von 2.500 Reformhäusern Mitte der 90er Jahre heute keine 1.200 mehr existieren.

Perspektiven und neue Zielgruppen

Ist der Reformhaus-Dino also heute tatsächlich vom Aussterben bedroht? Rainer Plum, Vorstand der Reformhausgenossenschaft, äußerte sich im vergangenen Sommer gegenüber der Frankfurter Rundschau und deReformhaus_800x1200r Berliner Zeitung zur Existenzkrise der Reformhäuser und berichtete von überraschenden Reformen der durch Modernisierungsmaßnahmen sowohl in der Genossenschaft als auch in den einzelnen Reformhausläden. Ein modularisiertes Ladenprinzip aus drei Bereichen (hochwertige Lebensmittel, Naturkosmetik sowie Naturheilmittel / Nahrungsergänzung) ermöglicht den einzelnen Besitzern die Entscheidung für ein individualisiertes Ladenkonzept. Optisch modernisiert sollten die Läden wenn möglich auch vergrößert werden. Das Prinzip scheint zu fruchten, die Reformhäuser melden Umsatzwachstum. Bereits 130 Läden waren zum Zeitpunkt des Interviews modularisiert oder anderweitig umkonzeptioniert. Des Weiteren wird nach wie vor auf die beiden unschlagbaren Qualitätskriterien der Gesundheitsförderlichkeit der Reformhausprodukte sowie der fachkundige Beratung gesetzt. Zu diesem Zweck gibt es sogar gesetzlich anerkannte Aus- und Fortbildungsangebote, die Reformhausmitarbeiter zu Fachberatern qualifizieren. Jedes Reformhaus muss diese Fachberatung gewährleisten.

Die Zukunftsperspektiven des Reformhauses schätzt Plum sehr gut ein. Neue Kundengruppen, generiert aus den aktuellen Gesundheits- und Ernährungstrends, orientierten sich zunehmend auch in Richtung Reformhaus. Darunter zählen schon längst nicht mehr nur Allergiker und „free from“-Interessierte. Plum: „Die Vegetarier- und Veganer-Welle bringt neue Kundschaft. Schließlich gilt für Reformhäuser der Grundsatz: Nichts vom toten Tier. Tatsächlich sind zwei Drittel aller Lebensmittel im Reformhaus auch vegan.“ Eine Gefahr, dass der Trend abebben könnte, sieht Plum nicht. Durch die im Vergleich zu früher durchaus wohlschmeckenderen Produkte und den emanzipierten Verbraucher, der sich die Massenware der Industrie nicht länger für gut verkaufen lässt, sieht er das Reformhaus dauerhaft als gesichert an. Das tun und hoffen wir natürlich auch.

Alle Fotos: © Reformhaus
Quelle und zum gesamten Interview mit Rainer Plum: www.berliner-zeitung.de

Ernährungsreport 2017 – was essen die Deutschen?

Es ist immer wieder auf’s Neue spannend, wenn das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu Beginn des Jahres einen neuen Ernährungsreport veröffentlicht. So wurden auch kürzlich wieder 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, was sie gerne essen, was ihnen bei ihrer Ernährung generell wichtig ist und was sie eher verzichtbar finden.

Das Fazit: Trotz einer deutlich spürbaren Veggie- und Vegan-Begeisterung der letzten Jahre legen immer noch 53 Prozent der Deutschen Wert auf eine fleischreiche Ernährung, nur 20 Prozent nennen Gemüsegerichte als ihr Lieblingsessen. Dennoch sehen viele der Befragten in veganen Alternativen keinen bloßen Trend, sondern eine ernstzunehmende Ernährungsform, die sich langfristig etablieren wird.
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Interessante Erkenntnisse gibt’s auch beim Naschverhalten der Deutschen. Hier zeichnet sich ein deutliches Ost-West-Gefälle ab. So sollen 23 Prozent der Westdeutschen täglich zu Süßigkeiten greifen, in Ostdeutschland nascht man mit nur 11 Prozent dagegen wesentlich moderater.

Einig sind sich die Befragten allerdings beim Thema „Mindesthaltbarkeitsdatum“, das die große Mehrheit gerade bei Lebensmitteln mit geringer Verderblichkeit – wie Salz, Zucker & Co. – völlig verzichtbar findet. Laut Forsa wirft nur jeder Zwanzigste Lebensmittel weg, sobald sie das MDH erreicht haben, der Rest der Verbraucher ist hier ein wenig entspannter.

Zu guter Letzt finden 9 von 10 Deutschen wichtig, dass das Thema „richtige Ernährung“ an den Schulen eine größere Rolle einnehmen sollte. Sie finden ein neues Fach „Ernährung“ als Ergänzung des bisherigen Angebots sinnvoll.

Quelle: www.forsa.de
Bild © istock, AnaAdo