Schokoladenbrunnen – Schlaraffenland für Zuhause

Warme Schokolade fließt in sprudelnden Kaskaden und man muss nur die Hand ausstrecken, um einen Keks hineinzutauchen… Diese Szene stammt nicht aus dem Schlaraffenland, sondern ist bereits in vielen Hotels, Restaurants aber auch Privathaushalten schokoladige Realität. Schokoladenbrunnen heißt die Wundermaschine, die seit knapp 30 Jahren die Gourmetwelt fasziniert. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Ausführungen, vom Luxusbrunnen bis hin zur Sparvariante. Was muss man beim Kauf beachten und wie funktioniert das Ganze eigentlich? Wir geben die besten Tipps zum großen Schokovergnügen.

Was ist ein Schokobrunnen und wie funktioniert er?

In Köln wurde 1989 der welterste Schokoladenbrunnen vorgestellt, der bis heute im Schokoladenmuseum der Stadt zu sehen und in Betrieb ist. Zwei Jahre später entwickelte eine kanadische Firma einen Schokobrunnen für den Gastronomiebereich, doch der große Erfolg des Gerätes blieb zunächst aus. Langsam entdeckten aber immer mehr Menschen ihre Faszination für die flüssige Schokolade, die allerlei Arten von Desserts verfeinert. So kann man seit 2004 Schokoladenbrunnen auch endlich für den Heimgebrauch kaufen. Übrigens: Der größte Schokobrunnen der Welt steht – wie sollte es anders sein! – in las Vegas.

Das Funktionsprinzip von Schokoladenbrunnen ist immer gleich und der Aufbau simpel wie genial zugleich. In der Mitte eines Beckens mit flüssiger, warmer Schokolade befindet sich in einem Zylinder eine Transportschnecke, die die Schokolade hochpumpt. An seitlichen Löchern tritt die Schokolade dann oben aus und läuft über mehrere Teller kaskadenartig ins Becken zurück, von wo aus der Kreislauf von neuem beginnt. Durch die Konsistenz der Schokolade ergeben sich regelrechte zylindrische Vorhänge, in die man Obst, Gebäck und Co. einfach eintauchen kann.

Handling und Kauf: Was ist zu beachten?

Schokobrunnen ist nicht gleich Schokobrunnen. Abhängig von den eigenen Bedürfnissen gibt es verschiedene Geräte zur Auswahl. Möchte man das flüssige Schokovergnügen nur einmal ausprobieren oder feiert man in kleiner Runde, kann ein günstiges Kleingerät ausreichend sein. Zu beachten ist, dass das verarbeitete Material hier in der Regel nicht so robust ist. Oft sind einige der Elemente aus Plastik, was die anschließende Reinigung zudem erschwert. Die Funktionen sind in aller Regel eher basal, weshalb auch kaum mit einer Schmelzfunktion zu rechnen ist. Das heißt: Man muss die Schokolade in jedem Fall über einem Wasserbad vorschmelzen und dann flüssig in das Gerät füllen, sonst funktioniert’s nicht. Veranstaltet man regelmäßig große Partys mit Buffets? Dann eignet sich eher ein höherpreisiges Modell aus geschmacksneutralem und rostfreiem Edelstahl. Es gibt verschiedene Größen mit unterschiedlicher Anzahl der Kaskaden. Häufig haben diese Geräte eine praktische Schmelzfunktion. Man gibt die feste Schokolade einfach hinein und schaltet nach dem Schmelzen die separate Motorfunktion hinzu, die den Brunnen in Betrieb setzt. Zur Reinigung können die Edelstahlteile nach dem Auseinanderbauen dann einfach in die Spülmaschine gestellt werden. Einige tolle Modelle für Schokobrunnen dieser Art findet ihr z. B. im Onlineshop von Expondo.

Für welches Modell auch immer man sich entscheidet – die folgenden Fragen sollte man sich stets vorher stellen: Wie häufig möchte ich den Schokobrunnen einsetzen? Wie viele Personen nehmen daran teil? Wie viel Fassungsvermögen muss der Brunnen mindestens haben? Wie groß ist die Lautstärkeentwicklung des Gerätes? Stört sie bei meinem Event oder fällt sie nicht weiter ins Gewicht?
In jedem Fall sollte man sich immer an die Angaben in der Geräteanleitung halten. Wichtig ist z. B. auch, die korrekte Füllmenge an Schokolade einzuhalten. Mit zu viel oder wenig Schokolade funktioniert der Brunnen nämlich nicht wie gewünscht. Schließlich muss die Schokolade auch auf die richtige Temperatur gebracht werden. Zu heiße Schokolade erhöht die Verbrennungsgefahr, vor allem auch für Kinder, und verändert die Schokolade ungewollt, da sich die enthaltene Kakaobutter abzusetzen beginnt. Zu kalte Schokolade stockt im Gerät und behindert den Fluss.

Die Zutaten und das Geschmackserlebnis

Ob Premiummodell oder Günstigvariante – den Geschmack der flüssigen Schokolade beeinflusst die Schokolade allein. Der Brunnen bringt sie nur in die flüssig-fließende Form und bietet sie den Gästen auf einer Temperatur von etwa 28 – 30 °C an. Die unter Körpertemperatur liegende Wärme der Schokolade verwundert im ersten Moment ein wenig, erwartet man doch unter Umständen wärmere bis heiße Schokolade. Aber dies liegt gar nicht im Sinn des Schokobrunnens.

Je nach Geschmack lassen sich etliche Variationen des Schokovergnügens vorstellen. Alles beginnt bei der Wahl der richtigen Schokolade. Ob Bitter, Vollmilch oder Weiß – auf den richtigen Anteil an Kakaobutter kommt es an. Dieser sollte höher sein als bei normalen Schokoladen, damit die warme Masse gut fließt. Optimal geeignet sind daher hochwertige Kuvertüren, da sie von Natur aus einen höheren Kakaobutteranteil haben. Am höchsten ist der Kakaobutterenteil in dunkler Kuvertüre. So enthält unsere VIVANI Feine Bitter Kuvertüre einen Kakaobuttergesamtanteil von etwa 35 – 40 %. Anderen Kuvertüresorten oder Schokoladen muss in der Regel noch zusätzlich pflanzliches Fett zugesetzt werden. Am Besten eignet sich natürlich Kakaobutter. Diese dazu separat erwärmen und einfach in den Schokoladenbrunnen dazugeben.

Wer es abwechslungsreich mag, der kann noch weitere Zutaten, wie zum Beispiel alkoholische Getränke, Säfte, Sahne oder Gewürze, zur Schokolade geben. Beim Eintauchen sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Es eignen sich alle möglichen Desserts und Gebäcksorten, etwa Kekse, Waffeln, Kuchen, Eis,… Ein Klassiker sind natürlich auch Obst und Fruchtspieße. Wichtig dabei ist, dass das Obst nach dem Waschen gut trockengetupft wird. Wer mag, kann die eingetauchte Süßspeise anschließend noch mit Streuseln, Raspeln etc. dekorieren. Auch herzhafte Snacks lassen sich hervorragend schokolieren. Toll sind beispielsweise Knabbergebäck wie Salzstangen oder -brezel.

Bild: © istock, MelanieMaya

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