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Ausflugstipp: Schoko Marathon Wien

Wenn sich die Temperaturen wieder etwas abzukühlen beginnen, schmilzt Schokolade nicht mehr auf der Stelle vor sich hin. Eis wird zum selteneren Genuss in die hinterste Ecke des Tiefkühlfachs verbannt und Trinkschokoladen werden wieder häufiger genossen – die Zeit der großen Schokoladenevents beginnt! Wen es im September zufällig nach Wien verschlägt, der sollte sich dieses Event nicht entgehen lassen: Der erste Schoko Marathon Wien zeigt Naschkatzen die süßesten Leckereien und Neuheiten, die die Österreichische Hauptstadt zu bieten hat.

Ein Wiener Schoko-Tribut zum Welttag des Kakaos

Wien hat sich in diesem Jahr zum internationalen Welttag des Kakaos am 1. Oktober etwas ganz besonderes ausgedacht. Weil der Tag 2017 auf einen Sonntag fällt, wird der erste Wiener Schoko Marathon einen Tag vorverlegt und bietet allen Schokoladen-Gourmets und Feinschmeckern bereits am 30. September eine unvergleichliche Reise durch Wiens beste Schokoladenshops und Confiserien. Dabei stehen Klassiker und feine Kreationen mit edelsten Zutaten genauso im Mittelpunkt wie Neuheiten und Trends aus der Schokoszene. So sind z. B. auch vegane und nachhaltige Schokoladenprodukte mit von der Partie. Neben Schokolade und Schokoladenerzeugnissen finden sich beim Wiener Schoko Marathon natürlich auch Pralinen, schokoladige Backwaren, Schokoladengetränke und allgemeine Süßwaren.

Ein Marathon von Geschäft zu Geschäft

Wer beim Wiener Schoko Marathon zunächst an Sport gedacht hat, der hat nur zum Teil Recht. Zwar muss man sich durch Wien bewegen – aber abnehmen? Durch den Wiener Schoko Marathon eigentlich nicht möglich. Dafür sind die Kostproben, die jedem Ticket-Inhaber in den teilnehmenden Shops entgegenlächeln, einfach zu verführerisch.

Und wie funktioniert das nun? Ganz einfach: Es gibt ein Kombi-Ticket, das für alle teilnehmenden Shops am 30.09.2017 zwischen 10 und 18 Uhr gültig ist. Das Ticket gilt zugleich als kostenloser Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Wiener Kernzone, damit man die Marathon-Stationen auch bequem erreichen kann. Ticketinhaber bekommen als Highlight in jedem Shop eine Gratis-Kostprobe feinster Schokolade. Darüber hinaus gelten exklusive Sonderangebote, die nur an diesem Tag Ticketinhabern spezielle Sonderrabatte und Vergünstigungen bieten. In einigen Geschäften werden zudem noch einige weitere Schoko-Programmpunkte stattfinden, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Wer sich schon immer einmal durch die Schokoladenwelt Wiens schlemmen wollte – der Schoko Marathon Wien ist die perfekte Gelegenheit dazu.

1. Wiener Schoko Marathon
30.09.2017
10 – 18 Uhr
Ticket: 14,90€ mit Frühbucherrabatt, Kinder bis 12 Jahre frei
schoko-marathon.com
Eventpage auf Facebook

Bild: © istock, JackF

chocolART 2016 – schokoladige Opulenz in Wuppertal

Schon seit Jahren wollen wir die chocolArt in Tübingen besuchen, aber leider wurde unser Naschtripp ins Schokomekka am Neckar bisher stets vereitelt. Als wir erfuhren, dass das Event „on tour“ im nahe gelegenen Wuppertal gastieren sollte, waren mein Mann Alex und ich total begeistert. Da wir es kaum erwarten konnten, scharrten wir als einige der ersten Besucher am Donnerstag Morgen bereits mit den Hufen in der Barmer City und konnten viele der Aussteller noch ihre Stände aufbauen sehen. Und dann begann sie, die schokoladige Reizüberflutung mit tausenden Kalorien zu viel für diesen Tag. Zusammengefasst: Super, bitte im nächsten Jahr wieder! Und wir haben euch sogar etwas mitgebracht: Wenn ihr schnell mitmacht, könnt ihr bei unserem Gewinnspiel exklusiv tolle handgeschöpfte Schokoladen der Wuppertaler Manufaktur Das Bernsteinzimmer gewinnen (Gewinnspiel am Ende des Beitrags)!

Chocolatierskunst wohin das Wuppertaler Auge schaut

Als wir so durch die noch spärlich besuchte, morgendliche Einkaufsstraße Werth von Wuppertal-Barmen schlenderten, kam das Schokoladenfestival chocolART gerade erst in Gang. Vielen Chocolatiers merkte man die Freude an, dass es nun endlich losging. Es war viel Zeit für schokoladige Fachgespräche und die Händler erläuterten motiviert ihre Sortimente und Konzepte. Viele waren gespannt und vielleicht auch eine Prise skeptisch, ob sich das Event in Wuppertal etablieren werde, ob der Ort der richtige sei für erlesene, hochpreisige Produkte. Daher gingen viele direkt in die Vollen. Wir hatten noch keine drei Stände hinter uns, da war uns schon ein wenig schlecht. So ging es weiter, überall durfte probiert werden. Es erstaunte uns schon sehr, wie viel man an jedem Stand verkosten konnte, ja sogar zum Probieren genötigt wurde. Das hätten wir aufgrund der teuren Produkte gar nicht erwartet.chocolart_bernsteinzimmer

Auch der Besucherandrang stieg stetig Stunde um Stunde. Gegen Mittag waren alle Gassen gut gefüllt, an den meisten Ständen war reger Betrieb. Was besonders interessant war: Die Besucher waren zum Großteil „echte“ Wuppertaler Laufkundschaft, nicht nur eigens angereiste chocolART-Besucher. Wenn man bedenkt, dass Wuppertal nicht unbedingt für seine Kaufkraft bekannt ist, war es doch sehr schön zu sehen, wie sich das ortsansässige Publikum, hauptsächlich vom mittleren Alter aufwärts, fröhlich mit Edelschokolade eindeckte. Die Hoffnung auf eine erneute chocolART in Wuppertal für 2017 stieg.

Von Praline bis Eierlikör, von Italien bis zum Fürstenhof, von Leberwurst bis vegan

Jemand, der Schokolade mag und auf der chocolART nichts nach seinem Geschmack gefunden hat, war definitiv nicht vom 13. bis 16.Oktober 2016 in Wuppertal. Auch für uns, die wir uns ständig mit Schokolade privat wie beruflich beschäftigen, gab es beim Wuppertaler Festival noch einiges an Neuheiten und spannenden, kreativen Ideen zu entdecken. Dazu musste das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden. Ein gutes Beispiel: Brownies. Die Brownie-Bäckerei Big-B Brownies backt die amerikanische Spezialität nach original amerikanischem Rezept. Firmenchef Moritz Külgen lässt sein Wissen aus jahrelangen Aufenthalten in den USA und Co. in seine 101 %-igen Brownie-Meisterstücke einfließen, was man wirklich schmeckt. Sie werden nur aus natürlichen Zutaten hergestellt, verzichten auf künstlichen Schnickschnack und sind super saftig. Nicht neu, aber super, super gut.chocolart_brownies-leberwurst

Die ganz große Patisserie konnte man auf der Wuppertaler chocolART verschwenderisch an jeder Ecke bestaunen. Edle Confiserien reihten sich aneinander, sogar sprichwörtlich geadelte Confisseure waren am Werk, so etwa die offiziellen Hoflieferanten Huthmacher des Hohenzollern-Schlosses in Sigmaringen. Hier besonders berühmt: Die 13 verschiedenen Sorten Dominosteine und typische, baden-württembergische Naschereien.
Auch der Bereich „Schokolade zum Trinken“ war reich vertreten. Trinkschokolade – klar, bekannt, an fast jeder Ecke. Schoko-Eierlikör in verschiedenen Sorten (Altenweddinger Geflügelhof) – schon etwas ungewöhnlicher. Interessant – gleich drei unterschiedliche Schokoladenbiere. Die zwei Franzosen („Bière Saveur Chocolat“ und „Bourganel Bière au Nougat“) und das Hausbier des Kölner Schokoladenmuseums („Schokobräu“) stehen noch unverkostet bei uns zu Hause, kamen aber bei den Besuchern sehr gut an und chocolart_kakaomalereiwurden hoch gelobt. Die spektakuläre Geschmacks-Entdeckung des Tages – Yabago Chocolate Liqueur. Zehn unterschiedliche Geschmacksrichtungen gibt es, hergestellt in der deutschen Wein & Spirituosen Manufaktur Frick. Das Unglaubliche: Nur natürliche Zutaten kommen zum Einsatz, keinerlei Schoko-Aromen werden zugesetzt. Das Produkt wird aus der puren Kakaobohne destilliert. Vor allem die White-Variante überzeugte im Geschmack. So übrigens auch schon die DLG, es gab natürlich Gold.

Weitere neue und „verrückte“ Produkte waren etwa die schokoladigen Wurstwaren vom fränkischen Experimental-Metztger Claus Böbel. Schoko-Leberwurst oder -Bratwurst? Kein Problem. Wir haben uns dann doch nicht getraut, vielleicht beim nächsten Mal…?!

Was auffiel und sehr empfehlenswert war: Die vielen italienischen Stände mit den weltberühmten Spezialitäten rund um Nougat und weitere Klassiker aus der Region Umbrien. Natürlich auch mit von der Partie: italienisches Mandelgebäck. Es gab so viel Süßes aus dem sonnigen Schokoladenland auf der chocolART, dass man in Punkto ausländische Anbieter schon von einem deutlichen Schwerpunkt auf Italien sprechen kann.

Und sonst? Weitere tolle Aussteller in Wuppertal

Im krassen Gegensatz zur Schokowurst stand die Wuppertaler Schokoladenmanufaktur Das Bernsteinzimmer. Die veganen Pralinen, die von Inhaberin Solvejg Klein und ihrem Team in liebevoller Handarbeit hergestellt werden, überzeugen durch die sorgsam ausgewählten Rohstoffe. Die spannenden Kombinationen der Zutaten werden mit viel Detailverspieltheit ausgetüftelt. Jeder, der Gewürze und feine Nuancen mag, ist hier gut beraten. Denn: Dass die feinen Pralinen und Tafeln vegan sind, ist eine Zusatzqualifikation des Bernsteinzimmers und kein Ausschlusskriterium. Ganz nebenbei: Alle verwendeten Zutaten sind natürlich von bester Bio-Qualität. Wer nun neugierig geworden ist, sollte bei unserem heutigen Gewinnspiel mitmachen – köstliche Bernsteinschätzchen warten auf euch!chocolart_ateliercacao

Sehr begeistert hat uns auch die Berliner Schoko-Manufaktur Atelier Cacao. Die große Produktpalette bedient die verschiedensten Geschmäcker – wie wäre es mal mit einer Lakritz-Schokolade? Gibt es in weiß, Vollmilch oder Bitter. Doch es soll auch nicht zu abstrus werden, denn „wir verkaufen nur das, was uns auch selber schmeckt“, so der nette Verkäufer am Stand. Weiterer Pluspunkt ist, dass alle Rohstoffe in Bio-Qualität daherkommen und auf Konservierungsstoffe usw. konsequent verzichtet wird. Unseren Kindern haben die Berliner Bärenlollys auf jeden Fall sehr gut geschmeckt. Insider-Tipp, wenn ihr mal im Sommer zufällig über das Atelier Cacao stolpern solltet: das hausgemachte Eis. Besonders gut soll die Erdnuss-Variante schmecken.

Und zum Schluss trafen wir noch alte Bekannte, die sogenannte Bruchbude aus Herford. Die Bruchbude ist der Werksverkauf der Schokoladenfabrik Weinrich, in der auch unsere VIVANI-Schokoladen gefertigt werden. Neben dem beliebten Schokoladenbruch (bei der Produktion versehentlich zerbrochene Tafeln) aus der Fabrik zum kleinen Preis gibt es hier auch das gesamte Produktportfolio der Weinrich-Fabrik nebst ausgewählten Geschenkartikeln, Pralinen und Gebäck zu kaufen. Der Bruchbuden-Stand auf der chocolART war vor allem auch wegen des Schokoladenbruchs ein beliebter Anlaufpunkt für die Besucher.
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Fazit: Liebe chocolART, bitte komm wieder nach Wuppertal, es war so schön mit dir! Die Presse berichtet bereits sehr positiv über das Event. Die Wuppertaler Rundschau konstatierte 150.000 Besucher – das hätten die Veranstalter kaum zu hoffen gewagt. Für 2017 wurde bereits ein voraussichtlicher Termin vom 12. bis zum 15. Oktober ins Gespräch gebracht. Wir werden wieder hingehen.


+++ GEWINNT EINE SÜSSE ÜBERRASCHUNGSTÜTE VON „DAS BERNSTEINZIMMER“ +++

Natürlich haben wir euch etwas von der ChocolART mitgebracht. Mit den besten Grüßen der Wuppertaler Schokoladen- und Pralinenmanufaktur Das Bernsteinzimmer verlosen wir eine süße Überraschungstüte mit neun unterschiedlichen Bernsteinzimmer-Schokoladen im Gesamtwert von 53 Euro.
Um mitzumachen, füllt einfach das folgende Kontaktfeld aus (Betreff: ChocolART). Teilnahmeschluss ist der 23. Oktober 2016. Wir drücken die Daumen!

>> Das Gewinnspiel ist abgelaufen. Die Gewinnerin wurde per Email informiert. <<

chocolart_bernsteinzimmer2Teilnahmebedingungen:
Alle Teilnehmer erklären sich mit den Bedingungen des Gewinnspiels einverstanden:  Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 16 Jahren.  Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 23. Oktober 2016, 23.59 Uhr.  Die persönlichen Daten der Teilnehmer werden nur zum Zwecke der Gewinnermittlung gespeichert und danach gelöscht. Der/die Gewinner/in wird per Email am 24. Oktober 2016 über den Gewinn benachrichtigt, die Ermittlung erfolgt per Losverfahren. Mitarbeiter der EcoFinia GmbH sowie deren Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt.  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.  Der Gewinn ist nicht übertragbar, eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Fotos © EcoFinia GmbH / VIVANI

Brügge sehen und naschen – ein schokoladiger Reisebericht

panorama_HeaderWer schon einmal in Brügge war, dem wird es nicht schwer fallen, diese wunderschöne, bis heute in ihrem mittelalterlichen Glanz erhaltene Stadt mit wenigen Worten zu beschreiben: Belfried, Grachten, verzauberte Gassen, Bier und natürlich SCHOKOLADE! Es gibt ganze Straßenzüge, da reiht sich Spitzen-Chocolaterie an Spitzen-Chocolaterie, das Who’s Who der weltberühmten belgischen Artisan-du-Chocolat-Szene hat hier seinen Sitz – oder zumindest die eine oder andere Zweigfiliale. Welche Shops sind empfehlenswert, wo kann man gute Pralinen und andere Schokospezialitäten kaufen und welche Highlights mit schokoladigem Vorzeichen bietet dieses Venedig des Nordens noch? Mein Mann Alex und ich haben Brügge vergangenes Wochenende besucht und die aus unserer Sicht besten Tipps für euch zusammengestellt.

Brügges beste Chocolaterien

The Chocolate Line (by Dominique Persoone)

Chocolate-line_smallEindrucksvoll, innovativ, cool – der Beitrag zu Brügge und seinem Schokowahnsinn muss einfach mit dem weltberühmten Chocolatier Dominique Persoone und seiner Chocolaterie The Chocolate Line beginnen! Der Spitzen-Chocolatier, der seit 1992 sein Geschäft in Brügge betreibt, verfolgt ein umfassendes Konzept. Der Kakao stammt von seiner eigenen Plantage in Yucatan, Mexico und wird dort in traditioneller Weise umweltfreundlich und naturnah angebaut. Er pflanzt Kakaobäume, unterstützt Projekte für bedrohte Tierarten, erzeugt nebenbei noch Honig und Gewürze, hat eine eigene Schokoladenfabrik in Brügge und ist, wenn es um Kunst und Innovation geht, stets sofort zur Stelle. Weltbekannt hat ihn sein Chocolate Shooter gemacht, eine Schokoladenschnupfmaschine, die ursprünglich für eine Geburtstagsparty der Rolling Stones kreiert wurde. Ob Schokoladenlippenstifte, Massageschokolade oder Pralinen mit Hanfsamen oder Wasabi – beim selbsternannten Shock-O-Latier Dominique ist Schokolade Rock’n’Roll. Ein absolutes Muss in Brügge! Tipp: Unbedingt mal die hauseigenen Melo’Choc probieren. Traumhafte Schaumküsse mit knusprigem Keksboden und Nougat-Kern.

Adresse: Simon Stevinplein 19Schaufenster-CL_middle

Dumon Chocolatier

Dumon_smallEbenfalls 1992 begann die Chocolaterie Dumon mit ihrem Begründer Stephan Dumon ihre steile Karriere nach oben. Qualität und Geschmack der feinen Pralinen und Trüffel ließ das Unternehmen florieren, sodass es mittlerweile fünf Filialen, darunter drei in Brügge, führt. Wir besuchten das Geschäft am Eiermarkt. Das urige, winzige, alte Häuschen ist so klein, dass die Hälfte des Sortiments quasi im Keller zu begutachten ist. Man sollte sich eine Pralinenbox zusammenstellen lassen, um einen Überblick über die leckeren Sorten zu bekommen.

Adressen:
Eiermarkt 6
Simon Stevinplein 11 (Simon Stevinsquare)
Walstraat 6

Mary Chocolaterie

In Brügge befindet sich auch eine Filiale der bekannten Brüsseler Chocolaterie Mary. Die 1919 von Mary Delluc begründete Chocolaterie verfügt mittlerweile über 10 Verkaufshäuser, darunter 6 (!) in Brüssel und sogar eines in den USA. Wer den Laden von außen sieht und dann betritt, wird einem klassisch-edlen Ambiente begegnen, in dem Schokoladenträume wahr werden. Ob eine große Auswahl an feinsten Pralinen oder anderer Kostbarkeiten – hier schlägt das Schokoladenherz höher. Dies macht sich allerdings auch im etwas erhöhten Preis bemerkbar. Probiertipp: Die Hauspraline Mary – ein Traum aus karamellisierter Haselnuss, Mandel und Nougatstückchen!

Adresse: Katelijnestraat 21

Pralinette

1992 muss etwas Magisches in der Brüggener Luft gelegen haben, denn bereits die dritte Chocolaterie aus diesem Beitrag eröffnete in diesem Jahr. Spitzen-Chocolatier Fangio De Baets setzt auf traditionelle Handarbeit in seiner Chocolaterie Pralinette in der Wollestraat, nahe dem berühmten Glockenturm Belfried. Wie in einer gläsernen Chocolaterie kann man im hinteren Teil des Ladens die kleinen Conchiermaschinen bei der Arbeit beobachten. Alles, was man hier kaufen kann, wird auch hier in Handarbeit produziert. Am besten man bestellt sich eine hausgemachte, heiße Schokolade und setzt sich damit vor die Glasscheibe, um den Chocolatiers bei der Arbeit zuzuschauen. Für 2,50 € ein Spitzenpreis im teuren Brügge.

Adresse: Wollestraat 31bChocolate-happiness_middle

Chocolates & Happiness

Brandneu strahlt dem Besucher der Schokoladenladen von Chocolates & Happiness, der erst vor ganz kurzer Zeit zentral in Brügge eröffnet hat, entgegen. Die ästhetische Inneneinrichtung, die ganz in schwarz und pink gehalten ist und von zwei üppigen Kronleuchtern geziert wird, lädt einfach zum Reinkommen ein. Drinnen gibt es sehr leckere Pralinen, Schokoladen und Co. sowie die freundliche Bedienung durch die Inhaber persönlich. Dieser neuen Chocolaterie sollte man inmitten der vielen, alteingesessenen auf jeden Fall eine Chance geben – wer weiß, was noch aus ihr werden wird?!

Adresse: Wollestraat 16

Skurriles_smallTruffelhuisje

Zu guter Letzt ein Tipp für alle Freunde des gepflegten Gags. Zentral in einer Seitenstraße des Marktplatzes, nur ein Katzensprüngchen entfernt vom Belfried, liegt das kleine Truffelhuisje. Wenn man nicht genau hinschaut, kann man es leicht mit einem Souveniershop verwechseln, es verkauft aber leckere Pralinen und Co. Besonderer Spaßfaktor: Hier gibt es neben allerlei seltsam dreinblickenden Hohlfiguren auch in Schokolade abgeformte Geschlechtsmerkmale. Ob für die Dame, den Herrn oder beide zusammen – das Mitbringsel für die Verwandtschaft ist gesichert.

Adresse: Sint-Amandsstraat 3

Waffeln und CO.
Belgische Spezialitäten mit Schokolade

Echte Belgische Waffeln sind eine gesamtbelgische Spezialität. Während die Lütticher Tradition eher auf süß und fettig setzt, hatten wir es in Brügge wohl mit der Brüsseler Variante zu tun. Sie ist nur sparsam gesüßt, megaknusprig und in unserem Fall war sie auf jeden Fall XXL! Der Insider-Tipp für Belgische Waffeln in Brügge lautet definitiv Lizzie’s Wafels (Sint Jakobsstraat 16). Die riesigen Waffeln bestellt man am besten mit einer „Beilage“, wie es in Belgien üblich ist. Sahne, frische Erdbeeren, Eis und vor allem die hausgemachte Schokoladensauce sind eine köstliche Ergänzung des Waffelschmauses. Einziger Wermutstropfen: Mit ca. 10 € pro Person HeisseSchokoladeein teures Vergnügen. Auch als Sparfuchs kommt man leider nicht weiter, denn wenn man sich das gigantische Waffelwerk teilen möchte, zahlt man für das zweite Besteck, das man auch unbedingt braucht, 2 € extra.

Ebenfalls im Lizzie’s – auch hier etwas teuer aber seinen Preis wert – kann man wunderbar heiße Trinkschokolade genießen, ein weiteres Muss auf der Liste der landestypischen Spezialitäten. Man kann zwischen weißer, dunkler und Vollmilch-Schokolade wählen. Serviert wird ein Glas aufgeschäumte Milch und eine zauberhafte Schokoladenblüte, die mit Schokoladenraspeln gefüllt ist. Man schickt die Blüte nun selber auf Tauchgang und kann beobachten, wie sie langsam in der Milchgischt versinkt – Chocolate Dreams!

Richtig sündig wird es, betritt man das Aux Merveilleux de Fred, das zentral am Eiermarkt 3a in Brügge liegt. Hier gibt es, wie der Name vermuten lässt, die Patisserie-Spezialität, die unter dem Namen „Merveilleux“ oder auch „Astridje“ bekannt ist. Sechs wundervolle (das ist die Bedeutung des französischen Wortes) Kreationen in zwei Größen warten darauf, probiert zu werden. Sie bestehen aus Baiser (Meringuen), Sahne und weiteren Zutaten wie Nüssen oder Schokolade. Auch die Meringuen an sich und darüber hinaus Brioches (Hefegebäck) werden in dem Laden mit dem riesigen Kronleuchter und klassischem Ambiente verkauft. Firmengründer Frédéric Vaucamps konnte bereits 10 Filialen seiner Patisserie eröffnen, darunter drei in Belgien und eine in den USA.

Neben den belgischen Klassikern gibt es auch allgemeine Spezialitäten, die man unbedingt einmal mit echter belgischer Schokolade probieren sollte. So natürlich Schokoladeneis, aber auch schokolierte Früchte, wie z. B. Erdbeeren. Beides haben wir bei der großen Schokoladenkette Godiva (Wollestraat 12; weitere Filiale: Markt 10) getan und es nicht bereut.
Kulinarik

Schokoladenmuseum und Schokobars

Schokoladenmuseum Choco-Story

An jeder Ecke lassen sich in Brügge die feinsten Schokoladenkreationen probieren. Grund genug, sich auch mit der Geschichte und den Herstellungsverfahren der süßen Kostbarkeit zu befassen. Im Museum Choco-Story erfährt man auf drei Etagen in einem historischen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert alles, was man aus 2.600 Jahren Schokoladengeschichte wissen muss. Dabei wird auch ein besonderer Blick auf die Entwicklung der Schokolade in Belgien geworfen. Welche Zutaten eine Schokolade braucht, wie die Herstellung funktioniert und industriealisiert wurde, erfährt man natürlich auch. Im Probierzentrum kann man sich die Herstellung sogar live anschauen und leckere Schokolade probieren.

Adresse: Wijnzakstraat 2 (Sint-Jansplein)

Choco Jungle Bar

Am Ende dann noch ein Tipp aus dem Bereich Eventgastronomie, den wir leider nicht mehr besuchen konnten, euch aber dennoch ans Herz legen möchten. Alle, die nachspüren wollen, wie heiße Schokolade früher bei den Azteken, Maya oder im europäischen Adel des 17. Jahrhunderts getrunken wurde, sollten sich in die Vlamingstraat zur Choco Jungle Bar begeben. Man kann hier viele verrückte Dinge tun, wie z. B. in Baumhäusern sitzen, sich seine heiße Azteken-Schokolade nach dem Sonnenkalender würzen oder in spezielle Maya-Becher pusten, um den typischen Schaum zu erzeugen. Natürlich gibt’s hier auch Waffeln, Pfannkuchen und andere Spezialitäten wie Muffins, Cocktails oder frische Smoothies. Sooo schade, dass wir es nicht mehr geschafft haben… ein Grund, wiederzukommen!

Adresse: Vlamingstraat 31
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Unser Fazit: Neben der wundervollen Märchenatmosphäre zwischen Kanälen und mittelalterlichen Prachtbauten hat Brügge in puncto Schokolade unglaublich viel zu bieten. Ein langes Wochenende ist kaum ausreichend, um alles zu erkunden. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass man nie allein die Schönheit der Stadt genießen kann, denn 3,5 Millionen Touristen bei gerade einmal etwa 20.000 Einwohnern im historischen Kern Brügges machen sich leider stark bemerkbar. Auch mutet es seltsam an, dass es kaum verkehrsberuhigte Bereiche gibt, sodass man am Belfried nicht nur auf Fahrradfahrer, Segways und Pferdekutschen Acht geben muss.

Zu Themen wie Bio, Fair und Nachhaltig findet sich in Brügge leider sehr wenig. Überall wird die Qualität und sorgsame Auswahl der Rohstoffe für die Schokolade betont. Anbaubedingungen und Umweltschutz werden kaum thematisiert, am ehesten noch bei Innovateur Dominique Persoone. Woran liegt das? Es lässt sich vermuten, dass sich das Geschäft mit den Touristen und ein guter internationaler Ruf immer noch rentieren. Man darf gespannt sein, ob und wann aufgrund der drängenden, weltweiten Themen ein Ruck durch die belgische Schokoladenszene gehen wird…

Alle Bilder © EcoFinia GmbH, Kuhlmann (außer Bild „Schokoladenmuseum“ © Choco-Story Brügge & Bild „Choco Jungle Bar“ © Choco Jungle Bar)

Schokoladenstadt London – eine kulinarische Reise, Teil 2

„Erleben und Staunen“
Events, Museen und schokoladige Touren in London

Beinahe ein Jahr ist es her, da haben wir euch im VIVANI Schoko-Blog im ersten Teil unseres London-Specials über außergewöhnliche Schokoladenshops, -cafés und -restaurants in der Metropole an der Themse berichtet. Aber darüber hinaus gibt es noch viel mehr Schokoladiges in London zu erleben und zu bestaunen, denn eine Vielzahl an Events, Festivals und Touren, die sich allein dem Thema Schokolade verschrieben haben, locken ganze Pilgerscharen von Besuchern an. Wir haben für euch eine Auswahl der besten Schokoladensehenswürdigkeiten zusammengestellt, die zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, dennoch aber zum Dahinschmelzen gut ist!

THE CHOCOLATE SHOW & CHOCOLATE WEEK

Wer das größte Schokoladenevent in Großbritannien mitbekommen möchte, sollte seinen Trip in den Oktober legen. Denn in diesem Monat findet die Chocolate Week statt, deren alljährlicher Höhepunkt die Chocolate Show ist. Alles, was Rang und Namen in der Schokoladenszene der UK hat, wird sich 2016 vom 10. bis 16. Oktober bereits zum 12. Mal in London einfinden und besondere Events wie Verkostungen, Vorträge, Kochshows, Menüs und vieles mehr auf die Beine stellen. Die Veranstaltungen, die allesamt aus Kooperationen der besten Chocolatiers und Schokoladenshops des Vereinigten Königreiches entstehen, finden an vielen verschiedenen Orten quer durch London statt, so vor allem natürlich in Schokoshops, -cafés etc. Das abschließende Highlight der Chocolate Week ist die große, dreitägige Chocolate Show. Nationale und internationale Top-Chocolatiers und berühmte Schokoladenmarken stellen ihre Produktneuheiten vor und bieten ein großes Festival-Programm von Vorträgen bis hin zu Modenschauen. Schokolade total!

Chocolate Week
Wann: 10. – 16.10.2016
Wo: verschiedene Events überall in London
Eintritt: je nach Event

The Chocolate Show
Wann: 14. – 16.10.2016
Wo: Olympia National Hall, Hammersmith Rd, London W14 8UX
Eintritt: Erwachsene £12,50, Kinder £8 (bei Ticketvorbestellung)

CHARLIE AND THE CHOCOLATE FATORY

Alle Freunde von Schokolade und guten Filmen sollten ihn kennen – den Kultfilm des amerikanischen Regisseurs Tim Burton namens Charlie und die Schokoladenfabrik! Die fantastische Geschichte, die bereits schon einmal 1971 unter der Regie des Amerikaners Mel Stuart als Musicalfilm adaptiert wurde, geht zurück auf das Kinderbuch des norwegisch-walisischen Autors Roald Dahl aus dem Jahr 1964. Was der Junge Charlie Bucket in Willy Wonkas fantastischer Schokoladenfabrik zwischen Oompa-Loompas und wunderlichen Maschinen alles erlebt, kann der Musicalfreund nun erstmals auch in einer Bühnenshow im Londoner Westend bestaunen. Das zweieinhalbstündige Musical, das 2013 in London unter der Regie des Briten Sam Mendes Premiere feierte, ist noch bis zum Frühjahr 2017 in London zu sehen, bevor es zum New Yorker Broadway weiterzieht.

Charlie And The Chocolate Factory
Wann: tägliche Vorstellung
Wo: Theatre Royal Drury Lane, Catherine Street, London WC2B 5JF
Eintritt: zwischen £17.50-£70 (je nach Tag und Sitzplatz)

HOTEL CHOCOLAT TASTING CAPSULE AT THE LONDON EYE

Für jeden London-Reisenden steht das London Eye sicherlich ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Aber Schokoladenfans können dem Erlebnis, in Europas höchstem Riesenrad  atemberaubende Aussichten über das pulsierende London zu bekommen, noch ein Krönchen aufsetzen! Denn: Es gibt die Möglichkeit, in Gondeln des London Eye (Capsules) an exklusiven, privaten Schokoladen-Tastings teilzunehmen! Angeboten werden die Events von der britischen Kette Hotel Chocolat, die neben Shops, Restaurants und Cafés auch ein eigenes Schokoladenhotel in der Karibik betreibt. Eine Stunde (= 2 komplette Drehungen) dauert die Verkostung, bei der köstliche Schokoladen und Trüffelpralinen mit Prosecco gereicht werden. Einen Fachvortrag und Goodie-Bag inklusive! Man sollte nur zusehen, dass man ein ausgebuchtes Event erwischt, sonst kann es teuer werden – Teilnehmerzahl wischen 3 und 20 Personen!

Hotel Chocolat Tasting Capsule at the London Eye
Wann: auf Anfrage / an den Wochenenden
Wo: London SE1 7PB (südliches Themseufer nähe Westminster Bridge)
Eintritt: £47 pro Person (ganze Kapsel: £940)

THE CHOCOLATE MUSEUM

Im zentralen Londoner Stadtteil Brixton liegt das Chocolate Museum. Es wurde 2013 von der französischen Chocolatiere Isabelle Alaya eröffnet, die 2008 ihre eigene britische Schokoladenmarke Melange Chocolate gegründet hatte. In dem hübschen Museum, das kein Eintrittsgeld verlangt (!) finden sich zahlreiche Ausstellungsstücke und Informationen zur Geschichte der Schokolade im Allgemeinen, aber ein besonderer Fokus ist auch auf die britische Schokoladen-Geschichte gerichtet. Themen wie Kakao und Sklaverei werden ebenso behandelt wie Schokolade in früher Werbung und Design. Natürlich gibt es auch einen schönen Shop und ein Café mit leckeren Schokoladenköstlichkeiten. Darüber hinaus ist das Chocolate Museum sowohl für Kinder als auch Erwachsene ein Anlaufpunkt für Schokoladenworkshops.

The Chocolate Museum
Wann: Mi – Fr, 14 – 17 Uhr, Sa 11 – 18 Uhr
Wo: 187 Ferndale Road, Brixton, SW9 8BA London
Eintritt: frei!

GREGORIAN CHOCOLATE KITCHENS

Etwas außerhalb, im äußersten Südwesten Londons, liegt der Hampton Court Palace, der vom 16. – 18. Jahrhundert der primäre Königssitz des Landes war. Vor einigen Jahren wurden hier zufällig zwei Schokoladenküchen und ein Schokoladenraum entdeckt, anschließend restauriert und dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Schokoladenküche? Im 17. und 18. Jahrhundert, als Schokolade erstmals in seiner ursprünglichen, südamerikanischen Form des Heißgetränks in Europa bekannt wurde, war es unter Adligen sehr beliebt, eigene Schokoladenküchen in ihren Palästen zu betreiben. Hier wurde geröstet, gemahlen und das mit Gewürzen veredelte, kostbare Getränk hergestellt. Die im Hampton Court Palace zu besichtigenden Chocolate Kitchens und der Chocolate Room, in dem spezielles Serviergeschirr und Werkzeug zur Zubereitung der Schokolade aufbewahrt wurde, stammen aus der Gregorianischen Zeit und sind die einzigen in Großbritannien, die im Original erhalten geblieben sind.

Gregorian Chocolate Kitchens and Chocolate Room
Wann: täglich geöffnet
Wo: East Molesey, Surrey KT8 9AU
Eintritt: nach Saison von ca. £17.60 – £21 für Erwachsene (gesamter Eintritt ins Schloss, die Gärten und das Labyrinth)

CHOCOLATE ECSTASY TOURS

Wenn man Schokolade in London historisch, vielfältig und zu Fuß erleben will, kommt man wohl kaum an den Chocolate Ecstasy Tours vorbei – ein Unternehmen, das sich einzig und allein auf schokladige Stadttouren in London spezialisiert hat. Seit über 10 Jahren führen passionierte Schokoholics rund um Firmengründerin und Schokoladenexpertin Jennifer Earle Schokoladeninteressierte durch verschiedene Stadtteile Londons und berichten über die Geschichte der Schokolade in diesen Bezirken. Dazu gibt es je nach Tour eine Menge Kostproben von Schokolade, Pralinen, Trüffeln, Eis, Cocktails und vielem mehr. Die regulären Touren dauern zwischen 2,5 und 3,5 Stunden. Neben den Walks durch die Stadtteile gibt es spezielle Touren zu den Themen Schokolade und Kaffee und zum Thema Eis. Auch gibt es eine Abendtour sowie eine 8-stündige Tagestour für Hartgesottene, denen platte Füße und £165 Teilnahmegebühren nichts ausmachen.

Chocolate Ecstasy Tours
Wann: unterschiedlich, je nach Tour
Wo: unterschiedlich, je nach Tour (z. B. in den Stadtteilen Mayfair, Chelsea, Covent Garden, Soho, Piccadilly, Notting Hill)
Eintritt: unterschiedlich, je nach Tour zwischen £36 und £55, Tagestour £165

BEST TOURS’ CHOCOLATE TOUR OF LONDON

Auch der große, internationale Tourenanbieter besttours.com hat für London eine passende Schokoladentour ausgearbeitet. Die 2.5-stündige Tour führt durch den zentralen, sehr teuren Londoner Stadtteil Mayfair, in dem sich viele der besten Chocolatiers Großbritanniens mit Schokoladenboutiquen niedergelassen haben. Der Besuch dieser Chocolaterien stehen daher auch im Vordergrund der Tour, bei der es natürlich auch historische Informationen und einige Kostproben der feinen Köstlichkeiten gibt. Paul A. Young, Prestat und Hotel Chocolat sind nur einige der Adressen, die angelaufen werden.

Best Tours‘ Chocolate Tour of London
Wann: samstags und sonntags 12 und 15 Uhr
Wo: Stadtteil Mayfair
Eintritt: ca. £35 ($50)

Bildnachweise:
The Chocolate Show © Salon du chocolat
Charlie and the chocolate factory © Matt Crockett

Gregorian chocolate kitchens © Historic Royal Palaces/Richard Lea Hair

Jubiläum: 10 Jahre chocolART in Tübingen

Eine Institution im Bereich Schokoladengenuss und Confiseriekunst feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag – Herzlichen Glückwunsch chocolART Tübingen! Vom 1. bis zum 6. Dezember 2015 verwandelt sich die Tübinger Altstadt wieder für 6 Tage in eine traumhafte Schokoladenwelt, die mit seinen Illuminierungen, Düften und schokoladigen Geschmackserlebnissen der adventlichen Vorweihnachtsstimmung das Krönchen aufsetzt. Wie in jedem Jahr finden rund um das Event mit vielen internationalen Top-Chocolatiers abwechslungsreiche Veranstaltungen und Programmpunkte statt, die für alle Altersgruppen und Geschmäcker etwas im Gepäck haben.


Internationale Schokostars in historischer Universitätsstadt

Das größte Schokoladenfestival Deutschlands mit jährlich rund 300.000 Besuchern öffnet Anfang Dezember 2015 rund um den Tübinger Markt in der historischen Altstadt wieder seine Pforten für Schokoladenbegeisterte. Erwartet werden etwa 100 Aussteller, die sich aus internationalen Spitzen-Chocolatiers und -Manufakturen zusammensetzen. Neben Ausstellern aus unseren europäischen Nachbarländern werden auch solche aus Ländern wie Madagaskar, Ghana oder Ecuador anwesend sein – ein wahrlich internationales Event.

Auf und neben dem Schokoladenmarkt, dem Herzstück der Veranstaltung, gibt es viele weitere Veranstaltungen, die sich allesamt rund um das Thema Schokolade drehen. Nur einige Beispiele: Die gläserne Konditorei chocolateROOM mit dem Konditorlehrlingswettbewerb chocoKONDI, die Aroma- und Genussgasse, die Kinder-Schoko-Werkstatt SchokoKIDS, Kinderveranstaltungen mit Schokofee und Schokoclown, diverse Tastings, Pralinenkurse, Vorträge und vieles mehr! Begleitend zur chocolART nehmen viele Tübinger Restaurants am chocoKULINARIUM teil und bieten ihren Gästen spezielle Schokoladenmenüs und -gerichte an. Auch gibt es eine lange Schoko-Einkaufsnacht am Samstag, 5. Dezember, bei dem bis 23 Uhr auf dem Schoko-Markt gestöbert werden kann.

Bei der chocolART wird, wie der Titel vermuten lässt, auch in diesem Jahr die Verbindung zwischen Schokolade und Kunst groß geschrieben. Es gibt diverse Ausstellungen, schokoladige Kunst-Objekte und sogar Schoko-Theater. Eine besondere Ausstellung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der chocolART ist in diesem Jahr die weltweit größte Sammlung an Schokoladenverpackungen, die vom Prager Schokoladen-Chronisten Stanislav Kramsky im historischen Tübinger Rathaus präsentiert wird.

Besonderes Anliegen: FAIR

Da Tübingen seit 2010 eine Fairtrade-Stadt ist, wird bei der chocolART auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Augenmerk auf die Themen Fairness, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit gerichtet. Bereits zum 5. Mal findet daher rund um das Nonnenhaus in der historischen Altstadt ein Fairer Markt mit rund 20 Ausstellern statt. Hinzu kommen faire Schokoladentastings und Vorträge. Im Bezug auf die verwendete Milch für Trinkschokoladen u. a. Produkte wird bei der chocolART konsequent das Projekt TüBIO-Milch verfolgt, dass die faire, regionale und biologische Milchproduktion unterstützt. Des Weiteren gibt es eine faire Schokoladensoße beim traditionellen Wildschweinessen. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen Tübinger Flüchtlingsprojekten zugute.

Aber der Gedanken an soziale Gerechtigkeit wird auch fernab des Fairtrade-Konzeptes durch weitere Wohltätigkeitsaktionen bei der chocolART 2015 unterstützt. So werden etwa die Eintrittgelder zur Kinder-Schoko-Werkstatt der Organisation „Children for a better world“ gespendet und bei der Aktion „Tafeln für die Tafeln – Teilen Sie Ihr Schoko-Glück“ werden Schokoladen-Sachspenden für die Tübinger Tafel gesammelt.

Fazit: Die chocolART gibt mit ihrem wunderschön Ambiente aus zauberhaften Illuminierungen, Duft- und Geschmackserlebnissen einen tollen vorweihnachtlichen Ausflugstipp für die ganze Familie ab, eine Alternative fernab von drängelnden Massen zwischen billigem Glühwein, verbrannter Bratwurst und kitschiger Popmusik aus der Konserve. Wenn dann noch echte Schokoladenbegeisterung im Spiel ist, lohnt es sich umso mehr, diese tolle Veranstaltung zu unterstützen.

Öffnungszeiten Schoko-Markt
auf der chocolART:

DI, 01.12.15:  13 – 20 Uhr
Mi, 02.12.15 – FR, 04.12.15: 10 – 20 Uhr
SA, 05.12.15: 10 – 23 Uhr
SO, 06.12.15: 11 – 19 Uhr

Der Eintritt zum Schokomarkt ist frei!

Homepage zur Veranstaltung: www.chocolart.de

Hier geht’s zur chocolART 2014.
Hier geht’s zur chocolART 2013.

Alle Fotos: © Alexander Gonschior, agowebworks