Schlagwort-Archiv: Experiment

Experiment: Anzucht einer Schokoladenblume Teil 3

Die VIVANI-SchokoladenblumeEndlich, es ist soweit: Unsere VIVANI-Schokoladenblume blüht! Es hat doch ziemlich lange gedauert, bis von der Aussaat Anfang Mai über die Keimung etwa einen Monat später nun endlich die duftende Schönheit auf dem Balkon erstrahlt. Dabei stellte sich heraus, dass die Pflanze, die sich sehr stark dem Licht zuwendet, nicht Sonne genug haben kann. Daher zog sie an einen helleren Platz um, wodurch sich zahlreiche neue Blüten bildeten. Und es stimmt tatsächlich: Die wunderschönen, gelben Blüten der Berlandiera lyrata geben tatsächlich einen Duft ab, der recht stark an das Aroma von Vollmilchschokolade erinnert! In der Nähe der Blüten wurden auch schon Hummeln und andere Insekten gesichtet, die aber zu scheu fürs Foto waren 🙂 Die Pflanze wird den Winter auf jeden Fall im Keller überwintern, um nächstes Jahr erneut unsere Augen und Nasen zu erfreuen! Insgesamt ein gelungenes Experiment, das den Aufwand wert war!

Hier geht es zu Teil 1 unseres Experiments!
Hier geht es zu Teil 2 unseres Experiments!

Foto: © EcoFinia GmbH / VIVANI

Experiment: Anzucht einer Schokoladenblume Teil 2

Endlich ist es soweit: Die VIVANI-Schokoladenblume ist gekeimt und der kleine Schössling wächst eifrig vor sich hin! Aber bis die ersten Blüten in Sicht kommen, dauert es wohl noch ein Weilchen. Deshalb heißt es weiterhin Abwarten, Gießen nicht vergessen und auch ein bisschen Daumen drücken!

Erste Bilanz: Doch lieber Vorzucht im Haus!

Das Experiment begann Anfang Mai mit der Aussaat von fünf Samen der Berlandiera lyrata, der sogenannten Schokoladenblume. Es dauerte gar nicht so lange, da zeigte sich ein erstes, zögerliches Blättchen im Blumenkübel. Dies geschah nach etwa der angegebenen Keimzeit von 20 bis 25 Tagen. Doch dann geschah erst einmal recht wenig und erst später zeigte sich ein zweiter Keim. Dabei blieb es und die Pflänzchen machten erst mit der Wetterbesserung am Ende des doch eher unfreundlichen Mais deutliche Wachstumsfortschritte. Da mehr als 50% der Samen, genauer gesagt 3 von 5, in unserem Versuch nicht angegangen sind, liegt die Vermutung nahe, dass die Samen wohl doch empfindlicher sind als angenommen. Deshalb lässt sich allen denjenigen, die die Anzucht einer Schokoladenblume selber ausprobieren wollen, der Tipp mit auf den Weg geben, die Samen im Haus vorzuzüchten.

Hier geht es zu Teil 1 unseres Experiments!
Hier geht es zu Teil 3 unseres Experiments!

Foto: © EcoFinia GmbH / VIVANI

Rawit: Die Chili, die der VIVANI Schokolade den Kick gibt

»Gastbeitrag von Chili-Coach Alexander Hicks«

Wer es süß und scharf zugleich mag, kann sich für Chili-Schokolade begeistern: VIVANI verwendet die Sorte Rawit, die – wie die bekannte Tabasco-Chili – zur Art Capsicum frutescens gehört. Hier ein kurzer Überblick für alle Hobby-Gärtner, die ihre eigenen Chilis züchten möchten. Im Herbst könnt ihr die Scharfmacher testweise ja auch mal mit Schokolade mischen. Wir wünschen euch viel Erfolg!

Rote Chilis mit einer angenehmen Schärfe

Ursprünglich kommen die bis zu 60 cm hohen Rawit-Büsche aus Indonesien. Am besten gedeihen sie im tropischen Klima, können aber auch bei uns erfolgreich angebaut werden. Die – im reifen Zustand – roten Früchte laufen vorn spitz zu und wachsen nicht hängend, sondern aufrecht. Das in den Chilis enthaltene Capsaicin sorgt für das Brennen auf der Zunge und im Gaumen, auf der Schärfe-Skala von 0 bis 10 liegt die Rawit beim Wert 8. Mit Kakaomasse, Roh-Rohrzucker und Kakaobutter gemischt verliert sich die Schärfe des Chilipulvers wieder etwas.

Rawit-Chilis_Alexander Hicks_IMG_3024
9 Tipps zu Anbau und Pflege von Chili-Pflanzen

Bei unserem Klima muss die Aussaat drinnen stattfinden – und das bereits 6 bis 8 Wochen, bevor die Pflanzen ins Freie dürfen. Und so geht’s:

1. Wer schon im Dezember mit der Aussaat anfangen will, muss auf eine künstliche Beleuchtung zurückgreifen. Ab Februar gelingt die Aufzucht auch am hellen Fenster.

2. Die Samen in feuchte, am besten nährstoffarme Erde (Aufzuchterde) säen. Die Erde über den gesamten Zeitraum feucht, aber nicht zu nass werden lassen

3. Die Temperatur sollte während der Keimung am besten konstant zwischen 20°C und 25°C sein. Hilfreich sind Heizmatten mit Thermostat, die man unter den Aussaatbehälter legt.

4. Zeigen sich die ersten Keimlinge, sollte die Temperatur nicht mehr über 22°C sein. Über Nacht genügen 20°C. Der Grund: Zu hohe Temperaturen nach der Keimung führen häufig dazu, dass sich die Pflanzen sehr stark zum Licht strecken und dadurch instabil werden.

5. Damit die Keimlinge genügend Platz im Topf haben, sollten sie vereinzelt werden. Der richtige Zeitpunkt fürs Pikieren: 3 bis 4 Wochen nach der Keimung oder nachdem sich das zweite echte Blattpaar gebildet hat.

6. Die Keimlinge beim Pikieren in vorgedüngte Erde setzen, dabei kann der Stiel bis knapp unter die Keimblätter eingegraben werden. Als Keimblätter bezeichnet man die schmalen länglichen Blätter, die direkt aus dem Korn kommen. Durch das Eingraben bekommt die Pflanze einen besseren Stand. Außerdem kann sie am unterirdischen Teil des Stiels zusätzliche Wurzeln ausbilden, was später die Nährstoffaufnahme verbessert.

7. Jeden Tag ein wenig gießen und darauf achten, dass die Erde nicht zu nass wird. Kurz nach dem Pikieren nur wenig Wasser direkt um den Stiel herum gießen, später den Radius vergrößern.

8. Mit dem Düngen erst 4 bis 6 Wochen nach dem Pikieren beginnen. Es eignen sich am besten Tomaten-Dünger. Anfangs mit der Hälfte der empfohlenen Dosis beginnen und die Menge allmählich steigern, wenn die Pflanzen wachsen. Wichtig: Beim Dünger ist weniger oft mehr.

9. Wenn sich das Wetter nach den Eisheiligen stabilisiert hat, können die Chilis nach draußen. Am besten große Pflanzkübel nehmen, weil sich die Wurzeln ausbreiten und man bei großer Hitze mehr gießen kann.

>>> Im nächsten Beitrag geht es weiter mit den Blüten, der Bestäubung, den Früchten und ein paar Rezept-Ideen.

Alexander Hicks aß schon als Junge gern scharfe Saucen. Mit 15 begann er, seine Salsas selbst zu kochen. Der gelernte Gärtner aus Göppingen hat sich auf die Art Capsicum pubescens (Rocoto) spezialisiert und baut dieses Jahr 230 Chili-Pflanzen an.
http://hombre.merkelt.priv.at/wordpress/?page_id=29

Wer sich genauer über den Anbau und die Pflege von Chili-Pflanzen informieren möchte, kann gern Alexanders Texte auf www.warmup-cooldown.de lesen – das ist der Blog der Münchner Gesundheitsjournalistin Karin Hertzer.


Der „Chili-Anbau-Wettbewerb 2013“ startete im Februar 2013 mit 30 Teilnehmern. Karin Hertzer betreuet die Teilnehmer per Mail, auf dem Blog und in der gleichnamigen Facebook-Gruppe. Schaut doch mal vorbei!

Jeder Teilnehmer hat übrigens die Chance, u.a. 20 Chili-Schokoladen von VIVANI zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich! Hier geht’s lang.

Fotos: © Alexander Hicks / Karin Hertzer (außer: „Edel Bitter Chili“-Schokolade: © EcoFinia GmbH)

 

Experiment: Anzucht einer Schokoladenblume Teil 1

Eine Blume, die das intensive Aroma von Vollmilchschokolade verströmt? Dies hört sich interessant an für Freunde guter Schokolade, kann man doch so seine Lieblingssüßigkeit auch mal mit der Nase und ganz ohne Kalorien genießen! Der VIVANI Schoko-Blog versucht, in den kommenden Monaten einige Exemplare der Berlandiera lyrata, besser bekannt unter dem Namen Schokoladenblume, anzuzüchten und hoffentlich zum Blühen zu bringen. Immer wieder wird es kurze Zwischenstände vom Gedeihen der Pflanzen geben – ob das Experiment gelingt?

Die Schokoladenblume – was ist das für eine Pflanze?

220px-Berlandiera_lyrataSie blüht in einem wunderschönen Gelb und entfaltet ihren unwiderstehlichen Geruch nach Vollmilchschokolade, wenn sie von der Sonne beschienen wird: die Schokoladenblume. Die eigentlich aus Nordamerika stammende Pflanze kann eine Höhe von bis zu 120 cm erreichen und ist hierzulande ein eher unbekanntes Gewächs. Daher ist sie in der Regel ausschließlich im spezialisierten Fachhandel erhältlich. Man kann sie vielseitig einsetzen, z. B. in Kübeln auf dem Balkon, in Steingärten oder Duftbeeten. Wenn die Pflanze an ihrem sonnigen bis halbschattigen Standort von Juni bis September blüht, lockt der intensive Duft nicht nur Schokoladenfans an, sondern ist auch ein Magnet für allerlei Schmetterlinge, Hummeln und Bienen.
Die Schokoladenblume ist zwar eine mehrjährige Pflanze, jedoch nicht winterfest. Sie muss daher zum Überwintern ins Haus geholt werden.

Nicht verwechselt werden sollte die echte Schokoladenblume (Berlandiera lyrata) mit der roten Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus), die auch zuweilen als Schokoladenblume bezeichnet wird. Die Pflanzen sind nicht artverwandt und letztere ist für ihren Duft nach Zartbitterschokolade bekannt – vielleicht ein Experiment für die Gartensaison 2014?!

Aussaat der VIVANI-Schokoladenblume

Unsere Schokoladenblumen werden direkt im Freiland ausgesät, eine Vorzucht im Haus ist allerdings auch möglich. Wir haben uns für die Variante auf dem Balkon entschieden und haben fünf Samen in 0,5 cm Tiefe in einem Kübel ausgesät. Da die Aussaat zwischen April und Mai geschehen soll und die frostigen Tage nun – hoffentlich! – der Vergangenheit angehören, ist hierzu nun der optimale Zeitpunkt gekommen. Um eine rasche Keimung von 20 – 25 Tagen zu erreichen, ist eine Tagestemperatur von möglichst 18 – 20 ºC notwendig – und natürlich sollte man das Gießen nicht vergessen! 🙂 Man darf gespannt sein!

KAUFTIPP: Erhältlich sind Samen der Schokoladenblume u.a. bei samenhaus.de.

Hier geht es zu Teil 2 unseres Experiments!
Hier geht es zu Teil 3 unseres Experiments!

Fotos: © Wikipedia und EcoFinia GmbH / VIVANI