Schlagwort-Archiv: Schokolade

Warum die Schokoladenseite ihren Namen verdient hat – Schokolade in der Kosmetik

Schokolade ist in aller Munde. Doch auch äußere Anwendungen mit der süßen Versuchung erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Kosmetikhersteller setzen auf die Vielseitigkeit und Verträglichkeit der Kakaobohne. Von Lipgloss bis Sonnenschutz gibt es die vielversprechendsten und skurrilsten Kosmetika mit Schokolade.

Duschgel mit Schokolade

Eine Schokoladendusche am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Das würde in den meisten Fällen vermutlich zutreffen, ist im Alltag allerdings eher unpraktisch zu handhaben. Wie hilfreich ist es da, dass die in der Schokolade enthaltenen Wirkstoffe nun auch in unseren Duschgel-Fläschchen angekommen sind. Theobromin und Tryptophan wirken anregend und stimmungsaufhellend auf den menschlichen Organismus. In Kombination mit feuchtigkeitsspendender Kakaobutter sorgen sie für einen optimalen Start in den Tag.

Feuchtigkeitscreme mit Schokolade

Eitel war die Menschheit schon immer. Und Kosmetika mit Kakao haben sich offenbar bewährt: Schon Maya und Azteken nutzen die Wunderbohne um trockene Haut zu pflegen, Wunden schneller heilen zu lassen und Schorf zu verhindern. Auch heute erfreuen sich Cremes mit Kakaoextrakt großer Beliebtheit um strapazierte Haut wieder zum Strahlen zu bringen.

Girl having chocolate body mask in beauty parlour.

Schokoladen-Maske

Die Gurke hat ausgedient. Gesichtsmasken mit Vollmilchschokolade, sind auf Grund ihrer sanften Wirkung, für alle Hauttypen geeignet. Eine „Maske au chocolat“ zaubert weiche, geschmeidige Haut und steigert durch den sinnlichen Kakaoduft das allgemeine Wohlbefinden. Das Beste: Eine Schokoladenmaske, für die Extraportion Feuchtigkeit, lässt sich ganz einfach selber herstellen. Schokolade schmelzen, mit einem Löffel Jojobaöl vermengen und lauwarm auftragen.

Schoko-Lipgloss

Raues Wetter oder Klimaanlage können empfindlichen Lippen ganz schön zusetzten, denn die Haut ist dort besonders dünn und anfällig für feine, aber brennende Risse. Auch da weiß die Schokolade zu helfen. Ein Lipgloss mit Kakaobohnenextrakt schmeckt nicht nur gut, sondern pflegt die Lippen und sorgt für einen schimmernden Glanz. Wer kann da noch widerstehen?

Anti-Aging Cremes mit Schokolade

Vor Fältchen im Alter ist Niemand gefeit. Schon seit einiger Zeit wird die Kakaobohne als Jugendelixier gefeiert. Denn die enthaltenden Polyphenole fördern die Durchblutung der Haut, spenden Feuchtigkeit und wirken so glättend. Zudem schützen die Wirkstoffe der Kakaobohne die Zellen vor freien Radikalen – und damit unsere Haut vor Faltenbildung.

Schokoladen Shampoo

Was für unsere Haut an Cremes gut ist, tut es selten auch für die Haare. Anders die Schokolade. Die in der süßen Versuchung enthaltenen Mineralien Kupfer, Zink und Eisen fördern die Zellerneuerung der Kopfhaut und sorgen damit auch für ein gesteigertes Haarwachstum. Shampoos mit Schokoladen- und Kakaoextrakt sind somit auch eine gute Alternative für männliche Naschkatzen.

Schoko-Massage

Wer es sich ganzheitlich gut gehen lassen will, kann eine Schokoladen-Massage ausprobieren. Bei einer Hot Chocolate Massage werden die Muskeln entspannt, der Geist mit aromatischem Schokoladenduft betört und die Haut mit einem Schoko-Öl Gemisch verwöhnt. Zum Abschluss werden oftmals noch erlesene Pralinen gereicht. Was könnte schöner sein?

Schokolade als Sonnenschutz

Die in der Schokolade enthaltenen Flavonoide gehören zur Gruppe der Polyphenone, die wie bereits gelernt, vor Falten schützen. Flavonoide aktivieren den Zellschutz und verbessern so den hauteigene Abwehr von UV-Strahlung. Aber die Konzentration in herkömmlicher Schokolade ist zu gering um Sonnenmilch zu ersetzen. Daher trotzdem fleißig eincremen und nebenbei ein wenig naschen.

Mundgeruch verhindern mit Schokolade

Unangenehmer Mundgeruch lässt sich mit Schokolade vermeiden. Denn die im Kakao enthaltenen Gerbstoffe verhindern ein starkes Bakterienwachstum nach dem Essen, das für den Mundgeruch hauptverantwortlich ist.

Wer jetzt neugierig geworden ist, stöbert doch einfach mal im tollen Onlineshop von najoba.de. Ein kleiner Tipp: Bei couperando.de findet ihr zur Zeit attraktive najoba Gutscheine.

Bild: © istock, targovcom

Mitmachaustellung KAKAO & SCHOKOLADE in Dortmund

Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und Kinder hat, die Schokolade lieben, sollte unbedingt einmal einen Abstecher in den Dortmunder Westfalenpark einplanen. Dort befindet sich das Kindermuseum MONDO MIO!, wo bis zum 08. November 2015 eine tolle Mitmach-Ausstellung zum Thema „Kakao & Schokolade“ läuft. Die Ausstellung richtet sich gezielt an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.
Kindermuseum Dortmund Kopie

„Neugierige Naschkatzen erfahren jede Menge Spannendes über die Geschichte und die Biologie der Kakaopflanze“, zeigt sich Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie der Stadt Dortmund, von der Ausstellung begeistert. Detailliert wird gezeigt, wie aus der Kakaobohne unterschiedlichste Schokoladenarten hergestellt werden können, welche Zutaten man hierzu benötigt und wieviel Aufwand auf dem Weg der Bohne zur fertigen Schokoladentafel erforderlich ist. Eine spannende Zeitreise nimmt die Besucher mit zu den Ursprüngen der Schokolade, die schon bei den Maya zu finden sind. In speziellen „Mitnaschworkshops“ können Kinder zudem selbst zum Chocolatier werden und ihre eigene Schokolade oder das aztekische Kakaogetränk Xocolatl herstellen. Außerdem können frische Kakaofrüchte probiert werden, deren Fruchtfleisch essbar ist.

Unser Fazit: Eine liebevolle Ausstellung, die Kindern das Produkt „Schokolade“ auf informative Weise näher bringt. Wenn man eine nicht allzu weite Anreise hat, lohnt sich ein Besuch auf alle Fälle.


MITNASCHWORKSHOPS FÜR FAMILIEN
Termine: Immer Sonntags, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr
Dauer: ca. 90 min.
Materialkosten: 5 € pro Person
Alter: ab 6 Jahre | Anmeldung erforderlich
Information und Anmeldung:
Telefon 0231/50 26 127 oder unter info@mondomio.de


MONDO MIO! Kindermuseum
Florianstr. 2
44139 Dortmund
Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 13:30 – 17:00 Uhr
Sa., So. & an Feiertagen: 11:00 – 18:00 Uhr
www.mondomio.de

Bild © EcoFinia GmbH

Der Zuckersteuer-Plan – der Weisheit letzter Schluss? Ein Plädoyer.

Seit einiger Zeit spricht die SPD von ihren Absichten, Deutschland sukzessive gesünder machen zu wollen. Mittel zum Zweck soll hier eine sogenannte „Zuckersteuer“ sein, welche die Kaufentscheidung von „ungesunden“ Süßwaren erschweren soll. Der bislang ermäßigte Steuersatz von 7 % könnte hiernach auf 19 % angehoben werden. In anderen europäischen Ländern habe sich dieses Modell laut Aussage der SPD-Bundestagsfraktion bereits bewährt.

Als Schokoladen-Hersteller sind wir von derartigen Absichten natürlich unmittelbar betroffen. Dennoch stellen wir uns ganz objektiv die Frage: Ist das der richtige Weg, ein Zutatenchecknachhaltiges Umdenken im Ernährungsverhalten zu erreichen? Muss es den Käufer erst finanziell schmerzen, damit er zum Besseren geläutert wird? Wir finden „nein“ – wie 68 % der Deutschen, die laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK die „Zuckersteuer“ ablehnen.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Forderung nach einer „Zuckersteuer“ kürzlich als „diskriminierend und dreist“ zurückgewiesen. Die Maßnahme treffe besonders Geringverdiener und impliziere damit, dass sich besonders diese schlecht ernähren. Stattdessen sprach sich die NGG für eine bessere Aufklärung über gesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen aus. „Kinder müssten wieder lernen, mit Lebensmitteln umzugehen“ heißt es in einem Statement der NGG-Vorsitzenden Manuela Rosenberger.

Als Bio-Produzent sehen wir uns ohnehin in der Verantwortung, „bewussten Genuss“ zu verkörpern. Der Mensch muss wieder lernen zu genießen. Lernen, Lebensmitteln wieder einen bestimmten Wert beizumessen. Auch muss es möglich sein, Produkte generell wieder zu verstehen. Hier sind wir – als Hersteller – in der Pflicht, so transparent, verständlich und nachvollziebar wie möglich zu sein. Angefangen bei den Zutaten, bis hin zum Ursprung unserer Rohstoffe.

Ein solcher „Versteh“-Prozess, was nun „gesund“ und „weniger gesund“, „gut“ und „weniger gut“ ist, beginnt idealerweise im Kindesalter – und wird von Eltern, Erzieher/innen und sonstigen Vertrauenspersonen begleitet und entscheidend geprägt. Wenn wir unseren Kindern die Lust am guten Lebensmittel vorleben, werden sie von sich aus die richtigen Entscheidungen treffen – ein unbezahlbarer Mehrwert, ganz ohne Mehrwertsteuer.


„Kein Genuss ist vorübergehend, denn den Eindruck, den er zurücklässt, ist bleibend.“
Johann Wolfgang von Goethe


Hintergründe Mehrwertsteuer:
In Deutschland sind die meisten Lebensmittel mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent belegt, so auch Süßwaren, wie Schokolade, Eis und Gummibärchen. Getränke – egal ob alkoholfrei oder -haltig, werden grundsätzlich mit 19 % versteuert. Hier kommt es manchmal zu paradoxen Fällen: Eine Orange – als Grundnahrungsmittel mit 7 % besteuert – wäre im Steuerparagraphen-Dschungel grundsätzlich vom Orangen-Direktsaft zu unterscheiden. Hier werden 19 % fällig.